06.04.2010

CREMA DI RICOTTA AL CAFFE’ (Ricottakreme mit Kaffeegeschmack)


5.Woche Il dolce
Der Frischkäse/Quark Ricotta ist Grundbasis vieler beliebter, süditalienischer Konditorprodukte, wie zum Beispiel der sizilianischen Cassata (Ricottatorte) und des Cannolo (Ricottaröllchen), der napoletanischen Pastiera (Torte). In Rom ist die Crostata di Ricotta (Gitterkuchen) auch sehr beliebt. "Am Anfang war es" Ricotta und Zucker - und heute gibt es + Caffè. So ist der Caffè, der ja auf jeden Fall nachdem Mittagessen getrunken werden muss (beim Abendessen kann man schon mal darauf verzichten) auch gleich dabei. Ich gebe die 2 beliebtesten Versionen mit. Mascarpone kann anstatt Ricotta verwendet werden.
Zeit: 10 Minuten + falls man für die 2. Version keinen Espresso übrig hat, die Zeit um einen Espresso zu machen
Für 4 Personen

BASIS:
  • 500gr. Ricotta
  • 5 flache Esslöffel Zucker (je feiner desto besser)
  • 1 Esslöffel Brandy oder Rum
  • Wenig Milch (nach Bedarf)
+
  • 1. Variante: 2 volle Teelöffel sehr feingemahlenen Kaffee
  • 2. Variante: Espresso
  • Zum Garnieren: Kakaopulver, Kaffeebohne, nochmals feingemahlenen Kaffee
Die Basis: Den Zucker, die Ricotta und den Brandy in einer Schüssel mit einem elektrischen Schneebesen schlagen bis es schön cremig ist. Man kann auch vorsichtig etwas Milch hinzugeben (aufpassen, dass es nicht zuviel ist sonst wird die Creme zu flüssig) damit die Kreme leichter fällt.
1. Variante: den feingemahlenen Kaffe auch gleich hinzugeben
2. Variante: die Creme in ein Glass oder einen Glasbecher geben und den Kaffee herum gießen
Man sollte die Creme erst eine halbe Stunde nach Fertigstellung servieren. Bis dahin hat sich der Zucker vollkommen aufgelöst.

Ricotta-, oder Mascarponekäse?
Mascarpone, der Fettige aus der Lombardei, steht vor einem Römer eigentlich nur aus 3 Gründen: 1) Man möchte Tiramisu machen 2) Man kocht nach Rezept und Mascarpone gehört zu den angegebenen Zutaten 3) Irgend jemand hat frischen Mascarpone, von einer Reise im Norden mitgebracht. Für alles andere muss Ricotta her. Frische Ricotta, die es im Käse-, und Tante Emmaladen aber auch in der Frischeabteilung des Supermarktes (Märkte weniger wegen EU und neueren hygienischen Vorschriften) gibt, kann je nachdem aus Ziegen-, Kuh-, oder Schafsmilch ( es gibt auch eine Mischform von den letzten beiden) hergestellt werden. Frische Ricotta ist ein krümeliger, milder Quark der richtig schön nach Stall schmecken kann, je nachdem welche Milch verwendet wurde. Bekannt sind auch die Formen der ricotta salata, Salzricotta (wird auf die sizilianische Auberginenpasta „alla norma“ gerieben und hält sich wegen dem Salzanteil länger) und mein Liebling: ricotta al forno, Ricotta im Ofen gebacken. Mascarpone, erzeugt aus Kuhmilch mit heftigem Sahneanteil ist eher ein fetter Streichkaese.
Die Industriericotta im Kühlfach ist, von Konsistenz und dem Geschmack her, eine Mascarpone Abwandlung. Abgesehen davon, wer mehr über das Duo erfahren möchte hier Wikipediaerleuchtungen zu beiden Themen: Ricotta und Mascarpone. Und wer noch nie frische Ricotta bewundert hat: hier ein Bild.

Kommentare:

  1. wir haben einfach je länger je mehr das Problem, dass wir nach einer vollen Mahlzeit so etwas üppiges gar nicht mehr essen könne.

    AntwortenLöschen
  2. ...Geheimnis: auf dem Foto sind es Likoerglaesschen!:-)

    AntwortenLöschen
  3. geben Sie den Espresso heiss oder abgekühlt über die Crème?

    AntwortenLöschen
  4. @Anonym: richtig: kalt. ich hatte noch etwas vom Tag davor uebrig...

    AntwortenLöschen