23.04.2010

MELE AGLI AGRUMI (Äpfel mit Zitrusfruchtgeschmack)


7.Woche Il dolce
Eine Art Apfelkompott. „La mela cotta“, der gekochte Apfel, einfach nur mit Wasser und Zucker , wäre vielleicht das Beste nach dem Essen. Und es gibt zu dem Thema gekochtes Obst auch in der römischen Küche viele traditionelle Zubereitungsweisen. Die heutige Variation verdanke ich (m)einem (neuen) Kochbuch mit dem ich nun schon Wochen lang geliebäugelt habe. „La mia cucina – ebraica romanesca“ („Meine jüdisch -römische Küche“) von Bruna Tedeschi. Die römische Küche von heute, so wie ich sie kenne und die meisten meiner Mitbürger, ist nämlich eine Mischung dreier verschiedener Kochtraditionen und eine davon ist die jüdische Küche. Es tut mir leid, dass das Foto diesen schönen, zarten fruchtigen Geschmack wohl nicht wiedergeben wird und Vanilleeis oder Vanillekreme, die nach dem Rezept mit serviert werden sollte hatte ich auch nicht. (Beinahe) Nur eine Bioapfelsine und 3 große Äpfel. Aber es wurde trotzdem poetisch.
Für 4 Personen
Zeit: 40 Minuten

  • 3 große Äpfel
  • 50gr. Zucker
  • 1 geriebene Orangenschale
  • (1/8 Glas Weißwein –optional)
  • 4 Backförmchen + Butter um die Backförmchen auszustreichen
  • 80ml Wasser
Das Wasser mit dem Zucker und dem Wein in eine breite Pfanne geben und auf mittlerer Flamme erhitzen. In der Zwischenzeit die die Äpfel schälen und in mittelgroße Stücke schneiden. (Und natürlich die Apfelsinenschale reiben.) Die Backförmchen mit der Butter ausstreichen. Den Ofen auf 180° vorheizen. Die Flamme unter der Pfanne hoch stellen und sobald der Zucker in zu karamellisieren beginnt, die Apfelstücke und die geriebene Orangenschale hinzugeben und schwenken bis die Apfelstücke weich aber nicht zerkocht sind. Vom Feuer nehmen und das Obst fest in die Backförmchen drücken. Im Ofen 10 Minuten backen. (Es schmeckt schon sehr fein auch ohne das in den „Ofen stellen“!)

TIPP: MELE AGLI AGRUMI – für Gäste
Wie gesagt, ich hatte weder eine Vanillekreme noch Vanilleeis. Und auch keine grüne Biozitronschale zum à julienne schneiden und verzieren. Aber mit diesen Verbesserungen wird es bestimmt gästefein!

Kommentare:

  1. Da weiß ich jetzt nicht, ob da unbedingt noch eine Vanillecreme oder -eis dazu muss! Das schmeckt pur sicher am besten!

    Lieben Gruss, Brigitte

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  2. Da bin ich ganz deiner Meinung und so habe ich es auch in mich hineingeloeffelt!

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  3. Das sieht wunderbar aus. Und ich amüsiere mich immer noch ein wenig, dass die Dame, die das römisch-jüdische Kochbuch geschrieben hat 'Tedeschi'heißt.

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  4. Alles was mit Äpfeln zusammenhängt lieben wir. ich kann mir vorstellen, dass Vanilleeis oder Creme gut dazu passen würde.

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  5. Och, so ein kühles Eis als Kontrat zu den warmen Äpfeln hätte ich auch nicht vom Teller geschubbst.

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  6. @Kochschlampe: Ich konnte mir ein ein Laecheln auch nicht verkneifen waehrend ich am Post herumbastelte!
    @Taeglich Freude am Kochen:Eigentlich wollte ich versuchen eine Kreme dazuzusteuern aber da es vor 2 Tagen nicht damit geklappt hat - wegen den Mehlkluempchen - war ich etwas gehemmt gestern abend.
    @Suse: Ich auch nicht!!! Aber meine Linie ist mir fuer den Mangel dankbar.

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  7. Jetzt habe ich wieder etwas gelernt, außerdem ein Rezept das ich so noch nicht kannte! Klingt sehr spannend, das werde ich mir merken!

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  8. Dieser Blog ist die beste Ausrede mir richtig gute Kochbuecher ueber italienische Regionalkueche zuzulegen (und auszuborgen) und endlich mal auch geduldig die Vorworte und Einfuehrungen zu lesen um meine Kraterwissensluecken etwas zu schliessen...und es gleich zu verarbeiten!

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