16.05.2010

SOGLIOLA AL VINO BIANCO (Scholle in Weissweinsosse)


11.Woche Il secondo
Vor ein paar Jahren habe ich den Haushaltskalender von Suor Germana entdeckt. Einer der Gründe warum ich mich aufs Jahresende freue. Für 7,90 Euro 365 Rezepte und gute Tipps und natürlich noch vieles andere.
Man muss nicht gläubiger Katholik sein um ihren Kalender zu schätzen. Es ist allerdings zum ersten Mal, dass ich ein Rezept tatsächlich nachgekocht habe. Ich war wegen der Sahne sogar etwas skeptisch weil das nicht so ganz in die „italienische“ Art meiner Erfahrung nach passte, bis ich darüber aufgeklärt wurde, dass man Scholle hier auch so schon seit Jahrzehnten zubereitet.
Für 2 Personen
Zeit: 20 Minuten Vorbereitung + 20 Minuten Backzeit

Zutaten
  • 2 gesäuberte Schollen
  • 30gr. Butter + Butter zum einfetten
  • ca. 2 Gläser Weißwein (Menge kommt auf die Größe der Porzellan-Auflaufform an)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 voller Esslöffel feingehackter Kräuter: Lorbeer, Thymian, Petersilie (frisch wäre am besten)
  • 1 Schalotte (oder Knoblauch und Zwiebel)
  • Ca. 100ml. flüssige, ungesüßte Schlagsahne (Menge kommt auf die Größe der Porzellan-Auflaufform an)
Den Ofen auf 250° Vorwärmen. In der Zwischenzeit eine Porzellan-Auflaufform einfetten und die gesäuberten Fische nebeneinander (oder etwas überlappend) hineinlegen. Die Butter in einem Topf schmelzen. Die Schalotte (oder alternativ eine halbe Knoblauchzehe und halbe Zwiebel) feinhacken und zwischen die Fische legen. Den Fisch mit Salz und Pfeffer würzen. Die geschmolzene Butter über die Fische gießen. Dann den Weißwein darüber gießen bis der Fisch mit der Flüssigkeit bedeckt ist. Die Kräuter darüber streuen und das Ganze mit der flüssigen Sahne bedecken. Im Ofen 20 Minuten backen.

Kommentare:

  1. Das ist ja mal ein ungewöhnliches Scholle-Rezept. Einfach, aber wahrscheinlich gut. Scholle mit Sahne und dann die mediterranen Aromen- da wär ich nicht drauf gekommen.
    Schreit nach ausprobieren, aber die Hüften sagen leider momentan nein. Aber für später merk ich mir das Ganze vor. Versprochen...

    AntwortenLöschen
  2. Diese Mischung ist mir auch völlig unbekannt (obwohl ich ja meine, relativ gut bewandert in der italienischen Küche zu sein).

    AntwortenLöschen
  3. @FrauKampi: Vielleicht kann man ja auch erst mal ohne Sahne anfangen...aber da waere immer noch die Butter.
    @Nathalie: Mir ging es genau so.

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Jutta, da ich ja urspruenglich aus der Pfalz komme, kenne ich Fischrezepte mit Weissweinsosse. Finde sie ueberaus lecker. Meine Mutti hat auch immer noch ein wenig Sahne an die Sosse getan, also Deinem Rezept sehr aehnlich. Thanks for the wonderful reminder. Hope you had a great weekend.

    AntwortenLöschen
  5. Scholle lieben wir ja. Aber, sie kommt bei uns nicht mehr auf den Tisch. Denn sie steht, so glaube ich gelesen zu haben, auf der Liste der gefährdeten Arten und ist überfischt. Eventuell könntest du eine Alternative nennen? Doch ich denke mir, dass dies feine Rezept auch mit anderen Arten gut zuzubereiten ist.

    Ich wollte dir jetzt nicht die Freude am Rezept verderben, glaube aber, dass wir darauf achten müssen.

    Lieben Gruss, Brigitte

    AntwortenLöschen
  6. Wer sind denn die Suor Germana? Deutsche Schwestern? Da verlässt mich mein Latein, pardon, Italienisch nämlich schon wieder, wenn ich danach google. ;)

    Ich war vor Urzeiten mal per Schulfahrt in Rom, wir haben in einer nonnengeführten Unterkunft nahe der Piazza Navona kampiert, da wurde ähnlich gekocht, ich glaube mich an Plattfisch in Sahnesoße erinnern zu können. Jedenfalls war es köstlich!

    AntwortenLöschen
  7. Seezunge an Weissweinrahmsauce ist hier beinahe ein Klassiker.

    AntwortenLöschen
  8. Ich glaube ich lasse die Sahne weg! Wir sind keine Sahne-Fans. Nur in den Süßspeisen.

    AntwortenLöschen
  9. Suor Germana ist eine Institution,wir hatten auch immer ihren Kalender zu Hause. Zusammen mit dem von Frate Indovino :-) Seezunge mag ich sehr gerne, sehr fein. Und gegen einen Schuss Sahne habe ich auch nichts.

    AntwortenLöschen
  10. Ich hatte am WE auch eine Maischolle mit Preiselbeeren ... war auch lecker - und weniger kalorienreich ;)

    AntwortenLöschen
  11. @mykitchenintherockies:In deiner frueheren Heimat soll man ja sowieso besonders gut essen habe ich vor kurzem gelesen :-)
    @Brigitte: Ich habe zum ersten Mal in frische Scholle investiert - hat zwar sehr gut geschmeckt war aber wirklich wenig fuer den Preis. Also das war es dann auch wohl.Was fuer andere Fische...hmm, ich kenne mich da nicht so super mit aus aber ich moechte es unbeding Mal mit TK-Fisch ausprobieren. Weiss, fleischig mit nicht allzu starkem Eigengeschmack.
    @Evi: Germana ist ein Eigenname! Schwester Germana, wie Schwester Maria oder Schwester Anna eben. Ich glaube ganz genau zu wissen, wo Du frueher gewohnt hast auf Deiner Klassenfahrt! Da hattet Ihr's ja ganz gut getroffen.
    @Lamiacucina:wird es auch hier werden-allerdings die Sosse, der Fisch nicht.
    @TaeglichFreudeamKochen: Ich habe auch nicht den Eindruck gehabt, dass die Sahne ausschlaggebend fuer das Resultat war.
    @Alex: Ich freue mich immer von deinen Erinnerungen zu hoeren. Ausser mir kenne ich naemlich niemanden, der den Kalender kauft (und verschenkt) aber irgendjemand MUSS es tun, sonst waere er ja nicht zu finden.

    AntwortenLöschen
  12. Okay, danke, das machts natürlich klarer! :)

    Die Unterkunft war klasse. Es gab zwar nur Zichorienkaffee, was andererseits nicht so schlimm war, da um 23 oder 0 Uhr ohnehin die Pforte zu war und die Müdigkeit sich so am nächsten Morgen in Grenzen hielt. Aber die Abendessen waren göttlich. Am ersten Abend haben diejenigen, die noch uninitiiert in die italienische Küche waren, sich schon am Pastagang vollgefressen und danach ziemlich entgeistert auf große Stücke Fleisch geblickt. ;)

    AntwortenLöschen
  13. Ganz tolles Rezept, ein Fischgericht wie ich es liebe!

    AntwortenLöschen
  14. @barcalex:Ich hoffe, dass an Deiner Scholle dann mehr dran war als an meiner wenn's so gut geschmeckt hat.
    @Evi: Ich glaube die Schwestern, wo Ihr wart haben sich jetzt richtig auf Tourismus umgestellt auch mit den Preisen. Essen ist da nicht mehr mit inbegriffen..ist ja eigentlich schade, so wie du das in Erinnerung hast. (Istituto S.Giuliana Falconieri)
    @Hannes: Ich fand die rapide Zubereitungszeit besonders attraktiv!

    AntwortenLöschen
  15. Gerade mal gegoogelt, das war genau die Unterkunft. Schade, dass sie umgestellt haben, das hatte ein sehr heimeliges Flair damals. Mit dieser Lage, die sie da haben, kann man es aus wirtschaftlichen Gründen allerdings vollkommen verstehen, das muss eine Lizenz zum Gelddrucken sein.

    AntwortenLöschen