22.06.2010

BUCATINI ALL’AMATRICIANA (Bucatini-Nudeln mit Tomaten und Speck)

16.Woche Il primo
Natürlich kann man die Soße mit allen anderen Nudelsorten machen, kurzen, langen, egal, aber eigentlich, eigentlich ist die leicht scharfe Tomaten-Speck Soße mit Bucatini bekannt, der langen Pasta mit dem Loch in der Mitte, die es schwer macht sie elegant zu essen ohne zu schlürfen und seinen Tischnachbarn mit der Soße zu bespritzen. Wenn man sich daran wagt auf jeden Fall nicht auf einem flachen Teller servieren. Kinder könnten an der Pasta ihren Spaß haben, die Eltern mit dem Saubermachen hinterher vielleicht weniger. Ich esse diese Pasta gerne im Sommer weil es mir gefällt sie mit frischen Kirschtomaten zuzubereiten anstatt mit den üblichen Dosentomaten. Die Soße wird etwas süßlicher dadurch. Bucatini all’amatriciana ist wirklich einer der Evergreens in Sachen Pasta. An sich, wer jetzt wirklich in Italien was auf sich hält, benutzt guanciale (Schweinsbackenschwarte)  anstatt des üblichen Specks/Pancetta (gilt auch für die Carbonara. Bei dem Thema wird einem immer nett zugezwinkert: „Also mit guanciale ist das was ganz anderes, weißt Du….“), streut geriebenen Pecorinokäse drüber und kocht die Tomatensoße lange mit anderen schönen, fetten Fleischpartien aus. Mir liegt das alles zu schwer auf dem Magen  und ich begnüge mich (sehr gerne) mit dieser leichteren Variante, die auch wesentlich schneller geht.
Amatrice ist ein größerer Ort gelegen im nord-östlichen Latium.
Zeit: 30 Minuten
Für 1 Person

Zutaten:
  • 125 gr. Bucatini Pasta
  • 2 ½ Hände voll Kirschtomaten
  • 75gr. Speck
  • Peperoncino /Chili ( 1 Messerspitze Pulver oder ½ kleine Schote)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Geriebenen Parmesankäse ( oder Pecorino)
  • Olivenöl zum Braten (wenig)
  • Salz
Einen Topf mit Wasser für die Pasta zum kochen aufsetzten, wenn man einen Elektroherd besitzt. Die Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden und mit dem Knoblauch in einer kleinen Pfanne im Olivenöl braten. Den Speck in rechtseckige Stückchen schneiden und den Zwiebeln hinzugeben und mit braten. In der Zwischenzeit die Kirschtomaten waschen und halbieren und auch in die Pfanne geben. Für 5 Minuten auf höhere Flamme stellen, etwas Wasser hinzugeben und ein bisschen Peperoncino in Pulver oder die Spitzte einer kleinen Schote, damit abschmecken, dann mit einem Deckel bedecken, auf mittlerer Flamme 15 Minuten köcheln lassen. Mittlerweile müsste das Wasser für die Pasta kochen, also leicht salzen und die Pasta hineingeben. Wenn die Pasta gar ist, in einem Sieb abgießen und die Pasta in einer Schüssel mit der Soße vermischen. Oder aber auch die Pasta in die Pfanne geben und der Soße mit dem geriebenen Käse beimengen. Größere Spritzgefahr.

Kommentare:

  1. Hallo liebe Jutta,
    Das ist das absolute Lieblingsessen meines Mannes!!! Natuerlich werde ich ihm Deine Version so bald wie moeglich nachkochen.
    Thanks.

    AntwortenLöschen
  2. Amatrice, ein unspektakulärerer Ort, ist mir in lieber Erinnerung als Station einer Radtour. Da hat mir nach einer langen Bergetappe die "schmalzige" Sauce sehr gut geschmeckt. Zuhause tendiere ich zu deiner Variante. Ich verwende mangels Guanciale luftgetrockneten Kärntner Bauchspeck. Danke für diese Erinnerung!

    AntwortenLöschen
  3. Ja das wär ein Gericht für den Herrn Kampi! Wir sind am Sonntag auf dem Weg nach Süden, dürfen wir weiter fahren und bei dir Klingeln?
    Aber mal im Ernst, das ist ein Gericht das ich in unserer provisorischen Urlaubsküche sicher ganz einfach zubereiten kann. Ist gespeichert!

    AntwortenLöschen
  4. nun hast Du mich neugierig gemacht auf guanciale. Mal sehen, ob ich die kriege.

    AntwortenLöschen
  5. Stimmt, müsste man mal wieder machen. Bei mir die Lang-Version...

    AntwortenLöschen
  6. Das ist eins meiner liebsten Pastagerichte. Leider bekommt man die Bucatini nicht überall. Vielen Dank für dieses tolle Rezept!

    AntwortenLöschen
  7. Ich mag sie schon auch, diese Bucatini, besonders jetzt im Sommer. Da essen wir bei jedem Wetter auf der Terrasse und können anschließend wischen, wenn nötig!*ggg*

    Aber im Ernst, ich bevorzuge auch die "leichtere" Art. Immer, wenn es zu speckig wird, kriegen wir Probleme. Wenn man das weiß, muss man sich eben bescheiden.

    Lieben Gruss, Brigitte

    AntwortenLöschen
  8. @Mykitchenintherockies:Immer mehr Italiener also!
    @Eline: Ich bin an Amatrice immer nur vorbeigefahren...und werde es weiterhin tun. Uebrigens grosse Bewunderung weil du in der sehr huegeligen Gegend mit dem Fahrrard unterwegs warst!
    @Frau Kampi: Wenn ihr in Rom vorbeikommt gib' mir bescheid wenn du irgendwelche Tipps brauchst.
    @lamiacucina: Guanciale kriegt man auch in Italien immer nicht so einfach..schaetze mal einer der Gruende warum es zu einem Geheimtipp geworden ist.
    @Claus: Ich mag' sowieso laengere Pasta lieber.
    @Paule: Und ich dachte mal wieder, dass Bucatini oben einfach zu ergattern sind...
    @Brigitte: Ich esse nicht viel Fleisch - aber Speck muss ich immer im Kuehlschrank vorraetig haben. Beinahe wie Parmesankaese.

    AntwortenLöschen
  9. Ach meine Liebe, soweit führt unsere Reise leider dieses Jahr "noch" nicht! Wir kommen "nur" bis Südtirol, aber ich freu mich auch darauf.
    Und Rom läuft uns ja nicht weg, ist immer noch mein großer Traum. Den werd ich mir irgendwann erfüllen!!!

    AntwortenLöschen
  10. Liebe Lorbeerkrone, ich muss gestehen, auch ich gehöre zu denjenigen, die auf guanciale bei den bucatini all'Amatriciana oder der "Gricia" schwören...Die Gricia ist die weisse und angeblich ursprüngliche Version, ohne Tomaten nur mit guanciale und pecorino. Für mich sind die bucatini all'Amatriciana oft, wenn ich nach so 10 Tagen nach Rom nach Hause komme oder bevor ich Abreise, DAS Willkommen- oder Abschiedsessen. Ich geniesse die bucatini oder auch einmal die rigatoni (gute Alternative wenn es keine bucatini gibt) all'Amatriciana auch gern in einer meiner Lieblings trattorie, aber (wahrscheinlich wegen des guanciale)eher bei kühleren Temperaturen.

    AntwortenLöschen
  11. Auch Du...mir ist das so peinlich aber ich kann diesen Riesenunterschied doch nicht herausschmecken...

    AntwortenLöschen
  12. Ein sehr guter Grund liebe Jutta, uns für einige Testessen im Herbst zu verabreden...was meinst du dazu?

    AntwortenLöschen