22.08.2010

LATTE AI LAMPONI (Himbeermilch)

24.Woche Il dolce
Es gibt sehr viele Gründe warum Italien ein interessantes Land ist. Kulinarisch gesehen finde ich es aufregend, dass im Süden , um präziser zu sein in Trapani (Sizilien), „Couscous alla trapanese„ , ein Fisch-Couscous, ein traditionelles Gericht ist und im Nord-Osten Leberknödeln und Buchteln. Deswegen kann man auch bei Magdalena von „Täglich Freude am Kochen“ eine schöne Auswahl an Rezepten aus mitteleuropäischer und traditioneller, italienischer Küche finden. Aber es gibt nicht nur den deutschsprachigen Südtirol, sondern auch die  italienischsprachigen Dolomiten und mir ist von einer lieben Dame aus der Gegend von Belluno ein Kochbuch mit traditionellen Rezepten geschenkt worden. Es heißt „La cucina delle dolomiti“ (Die Küche der Dolomiten), geschrieben von Dino Dibona und ist hinzu ein schönes Lesebuch über Gebraüche, Fauna und Flora. Darin habe ich unter dem Kapitel „Bibite“ (Getränke) die Zubereitung für dieses etwas altmodische Getränk gefunden, das so zubreitet als sommerliches Erfrischung besonders zwischen den 2 Weltkriegen beliebt gewesen sein soll.
Zeit: 20Minuten

Zutaten:
  • 1 EL Zucker
  • 125gr. Himbeeren
  • 1 Lt. Milch
Die Milch erhitzen und bevor sie kocht, die gewaschenen Himbeeren in einem kleinen , geschlossenen Stoffsäckchen hinzugeben, 3 Minuten mitkochen lassen und den Topf von der Flamme nehmen. Die Milch mitsamt dem Himbeersäckchen abkühlen lassen und, sobald die Milch lauwarm geworden ist, das Säckchen ausdrücken und den Zucker in die Milch rühren. Ich hatte natürlich kein Stoffsäckchen aber dafür eine Gewürzkugel, eine alte Stoffserviette und ein Sieb. Die Himbeeren wurden in der Kugel mitgekocht, dann in die Stoffserviette gegeben und diese ausgedrückt. Dann habe ich die Himbeermilch noch einmal umgesiebt um die Milchhaut zu entfernen und in eine Glasflasche gefüllt. Die Himbeermilch hält sich 2 Tage im Kühlschrank und schmeckt auch lauwarm.

Kommentare:

  1. Ich finde es immer toll, wo Du die Rezepte her holst. Und ja, Italien ist so unterschiedlich und so interessant, nicht nur vom kulinarischen Aspekt.

    Schmeckt die Himbeermilch durch das Aufkochen deutlich anders als wenn man alles kalt mischt?

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  2. Die Milch erschien mir weniger saeuerlich und es gibt keine Koernchen. Noch einen schoenen Sonntag!Ciao!

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  3. Danke! Die gekochte Milch hat mehr Süße, ich kann mir's fast vorstellen.

    Euch auch noch einen schönen Sonntag! :-)

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  4. Couscous - in Trapani, das hatte ich auch schon. Man hat ein wenig ein komisches Gefühl, wenn man es bestellt. Aber es hat ja auch geschichtliche Hintergründe.

    Die Milch mit den Himbeeren - sie erinnert an manche Rezepte von früher, die auch hier gebräuchlich waren. Aber mit der Neuzeit vom Tisch gefegt wurden. Irgendwie finde ich das schade. Und freu mich, dass du die alten Rezepte vorstellst!

    Lieben Gruss, Brigitte

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  5. Erst hab ich mir gedacht, Himbeermilch? Milch mit pürierten Himbeeren halt. Und jetzt hab ich doch was gelernt. Pfiffig!

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  6. Eine wirklich ungewöhnliche Zubereitung. Ich hätte wie Toni auch nicht erwartet, dass hinter diesem Getränk so eine "Überreschung" steckt.

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  7. Wir im Norden sind typische Grenzländer. Man orientiert sich nach Süden und nach Norden. Deine Himbeermilch klingt sehr gut.

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  8. @Brigitte: ich hatte noch nicht das Couscous...will das aber noch einmal unbedingt in meinem Leben ausprobieren.
    @Toni: Eigentlich kenne ich schon Himbeermilch mit frischen Himbeeren. Aber so hatte ich es auch noch nie ausprobiert...
    @Suse: Der Geschmack ist wirklich sehr fein.
    @TFK: darum fuehl mich dort auch etwas zuhause :-)

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  9. Schade, daß meine Himbeeren den Weg bis in die Küche nie schaffen... sie wandern ohne daß ich das will in meinen Mund ;-))

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