19.10.2010

SPAGHETTINI “A LACRIMA” (Tränenreiche Spaghettini)

31.Woche
Es hätte eigentlich “Penne a lacrima“ heißen sollen, denn so wurde mir von dieser Spezialität einer Trattoria in Trastevere (einem Viertel in Rom, auf der „anderen Seite“ des Tibers) erzählt, die aber vor Jahren schließen musste. Bekannt soll sie besonders für diesen Sugo mit Kakifrüchten gewesen sein, der eben so scharf war, dass einem die Tränen in die Augen schossen. Von diesem Rezept und der Herkunft wurde mir schon im April erzählt. Ich habe sehnsüchtig auf die Kakisaison gewartet um es endlich ausprobieren zu können. Und bin auch nicht enttäuscht worden, denn die Süße der Frucht und die Schärfe der Olio-Aglio und Peperoncino Basis passen wirklich sehr gut zusammen. Muss‘ aber nicht zu pikant sein und auch nicht unbedingt Pennenudeln. Jeder kann es halten wie er will. Und weil das auch noch dazu sehr rapide ist – mein Beitrag zur CUCINA RAPIDA in diesem Monat.



Zeit: 20 Minuten
Pro Person:
  • 1 reifer Kaki
  • Olivenöl extravergine
  • ½ oder 1/3 Chilischote, je nach Geschmack
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150g Spaghettini
  • Geriebener Parmesankäse
  • Salz
Das Wasser zum Kochen für die Pasta aufsetzen. In der Zwischenzeit Öl in einer Pfanne erhitzen und darin die geschälte Knoblauchzehe anbraten, auch die Chilischote hinzugeben. Den Khaki in ein Sieb geben und durchpassieren um einen dicklichen Saft zu filtrieren. Das Wasser für die Pasta salzen und die Pasta hineingeben. Das Olio,Aglio und Peperoncino von der Flamme nehmen, den Knoblauch rausfischen, auch die Chilischote am Stück, oder sie zerkleinern, und den Khakisaft, der die Konsistenz von eingekochter Tomatensauce hat, hinzugeben und vermischen.Mit Chili nochmals abschmecken und dem Ganzen ein klein wenig vom Kochwasser der Pasta hinzugeben. Dann die Pasta absieben und mit dem Sugo im Topf oder einer Schüssel vermischen. Mit geriebenen Parmesankäse servieren.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Kommentare:

  1. Liebe Jutta, ich verfolge Deinen Blog schon seit längerem mit Begeisterung, vielen Dank für die schönen Rezepte.
    Jetzt habe ich endlich eine interessante Verwendung für die Kakifrüchte

    AntwortenLöschen
  2. Mit der Kaki ist das ja echt mal was total anderes, neues. Klingt interessant!

    Ich habe gestern eine pur gegessen, abends gab's dann Spaghetti Aglio, olio und Peperoncino - im Magen gemischt hatte ich also schon einen Vorgeschmack darauf. ;-)

    AntwortenLöschen
  3. Mit diesem Kaki-Zeugs hab ich überhaupt keine Erfahrung, ich werd´s ausprobieren.

    AntwortenLöschen
  4. @Sabine: Herzlichen Dank fuer die Blumen!
    @Hesting: Sachen gibt's! :-)
    @Barbara: What a feeling!
    @Claus: Aber nur wennde Lust drauf hast!

    AntwortenLöschen
  5. NOch nie gehört, es schreit aber nach "ausprobieren"! Hier finde ich nur so selten die ganz reifen Kakifrüchte.

    AntwortenLöschen
  6. das hört sich sehr lecker an, bei uns sah ich sie noch nicht. Oft kaufe ich die Persimone, die werden nicht ganz so schnell butterweich wie die Kaki und für die Kinder in Schnitze zu schneiden besser geignet.
    Danke fürs Rezept
    Irene

    AntwortenLöschen
  7. Kakis sind ja ein bisschen wie Tomaten, aber auf so eine Idee wäre ich nie gekommen. Muss ausprobieren!

    AntwortenLöschen
  8. ich muss gestehen, dass ich diese Kakifrüchte so bewusst noch nie gegessen habe, vielleicht sollte ich das mal ändern??

    AntwortenLöschen
  9. Hallo zusammen, mit Kaki habe ich auch noch nicht gekocht. Aber klingt super interessant und lecker! Habe die aber auch noch nie im Supermarkt gesehen, wo kriege ich die denn? Aglio-Olio-Peperoncino ist auch sehr lecker und passt sehr gut. Super Sache! Lieben Gruß

    AntwortenLöschen
  10. Klingt sehr interessant das Rezept, habe ich noch nie gehört und werde ich probieren, denn ich liebe alle Zutaten und von kaki kann ich gar nicht genug bekommen. Esse sie seit Tagen zum Dessert pur oder maximal verrührt mit etwas gehackten Pistazien aus Bronte dekoriert und in einer Glasschale schön präsentiert...weisst du vielleicht noch wie die Trattoria hiess?

    AntwortenLöschen
  11. @Alex: Ich waere ja bis zu jener Begegnung ja auch NIE auf die Idee zu kommen, obwohl ich die Kaktusfeigengeschichte schon kannte... aber Kakis muessten gut nachreifen ?
    @Irene:Sind das die dann mit einer dickeren Haut wohl und dem leichten Vanillegeschmack? Ich glaube, die wuerden sich auch nicht so gut eignen.
    @365Tage: Ist auch nicht so schwer wie Tortelloni :-)
    @Bolliskitchen: Also hier in Italien sind sehr beliebt - in Frankreich nicht?
    @Mone: Tja, da kann ich dir leider ueberhaupt nicht helfen, wo sie zu finden sind...aber wenn du sie findest und sie nicht ein Vermoegen koennen sie auch nur mal so ausprobiert werden. Nicht als Sugo.
    @Ulimengo: Na, dieses Dessert werde ich Dir mal klauen!

    AntwortenLöschen
  12. Im Rohzustand mag ich die Kakis gar nicht. Die ziehen mir irgendwie die Zähne zusammen und hinterlassen auf der Zunge ein merkwürdiges Gefühl. Bei uns gibt es noch keine wirklich reifen Kakis. Rom liegt eben dann doch noch ein wenig südlicher ;-).
    Rezept ist aber gemerkt und für mich Allergiker ohne Änderung umzusetzen. Nun mit Pecorino und Dinkelnudeln... aber das sind ja nur Feinheiten.

    AntwortenLöschen
  13. Beim Lesen des Titels hatte ich mich erst gewundert, wie Du den Süsswein Lacrymae Christi in den Spaghettis unterbringen wirst :-)

    AntwortenLöschen
  14. Also das ist wirklich interessant. Ich mag Kakis total gerne, habe sie aber bisher immer nur pur gegessen - und wäre wirklich nie auf die Idee gekommen, sie zu Pasta zu essen. Klasse!

    AntwortenLöschen
  15. Bei uns hängen die Früchte noch auf den Bäumen. Erst im November werden sie geerntet. Aber da bekomme ich von allen Seiten Kaki, dass ich manchmal nicht mehr weiß was damit anfangen. Ich bin froh um jedes Rezept:)Danke!

    AntwortenLöschen
  16. puuhh, bin ich froh, dass ich dich wiedergefunden hab...ich hab dein rezept schon vor einigen tagen gelesen und dann natürlich vergessen, wo...man könnte sich das leben auch leichter machen, gelle?! heute abend werd ich mal zur tat schreiten und zwar sogar mit zwei von den früchtchen, bin schon sehr gespannt und bedanke mich im voraus!

    AntwortenLöschen
  17. Ich esse Kaki-Früchte sehr gerne und bin begeistert!

    Meine heutige Variante hat uns auch sehr gut geschmeckt und ist nicht ganz so süß:
    Für 2:
    2 Knoblauchzehen in Chili-Öl anbraten. 1 Chicorée + 5 braune Champignons (in Streifen/Scheibchen geschnitten) zugeben. Die "Sosse" von einer großen Kaki-Frucht dazugeben und gut pfeffern. Mit den Nudeln vermengen. Dann auf dem Teller mit Parmesan nicht sparen ;)

    Vielen Dank für den schönen Blog mit so vielen leckeren Rezepten, die ich noch nachkochen möchte! ;)

    AntwortenLöschen