26.10.2010

TORTA DI SPINACI E MANDORLE (Spinat-Mandel Kuchen)

32. Woche Il dolce
Es gibt da Dinge, die muss ich einfach sofort ausprobieren und weitergeben. Der Untertitel von diesem Rezept „Vecchia ricetta fiorentina“ ( Altes Rezept aus Florenz) und dessen Zutatenliste haben mich dazu verführt, sobald ich sie gelesen hatte. Ich habe es in dem sehr schönen Kochbuch „La cucina nella tradizione ebraica“ (Küche der jüdischen Tradition ) von Giuliana Acoli Vitali-Norsa aufgestöbert.  Es schmeckt tatsächlich, besonders wohl denen, die nicht immer auf süße Cremes aus sind – zu denen ich mich leider nicht zählen kann - und ist wohl der Urahne von dem neapolitanischen Mandelschokokuchen „Caprese“. Besonders passen könnte dazu ein Obstsalat oder Schlagsahne,  oder wenn man es lieber hat kann man den Puderzuckers mit einer Zuckerglasur ersetzen.
Zeit: 30MinutenVorbereitung + 25-35Minuten Backen


Zutaten:
  • 200g geschälte Mandeln
  • 500g frischer Spinat
  • 200g Zucker
  • 4 Eier
  • Puderzucker
Den Spinat waschen, weichkochen, absieben, ausdrücken und ganz fein hacken. Auch die Mandeln feinhacken. Eigelb von Eiweiß trennen, die Eigelb mit dem Zucker gut verrühren und mit dem Spinat und dem Mandeln vermischen. Oder am gibt alles am besten in die Küchenmaschine und hackt es zusammen. Das Eiweiß steif schlagen und darunter rühren. Ich habe eine runde Silikonbackform verwendet – das Originalrezept will, dass man auf das Backblech Ölpapier gibt auf welchem die Masse ausgebreitet wird. Egal, was man wählen sollte, die Masse muss zum Backen mit Backpapier oder Ölpapier bedeckt, bzw. abgedeckt werden. Im auf 180° vorgeheizten Ofen 25-35Min. backen. Der Kuchen soll weichbleiben. Auskühlen lassen und mit dem Puderzucker bestreuen.

Kommentare:

  1. Ich finde es bewundernswert, daß Du auch immer mal wieder Rezepte aus jüdischen Kochbüchern nachkochst. :)

    Für diesen Kuchen würde ich aber vermutlich auf TK-Spinat zurückgreifen.

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  2. Ich finde daran nichts bewundernswertes, es ist aber nun mal eine Kueche mit kunterbunten Einfluessen - was mir zugegeben sehr gefaellt - aber vor allem ein wesenticher Bestandteil nicht nur der roemischen, sondern auch anderer italienischer Regionalkuechen.

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  3. Spinat in der süßen Verbindung hatte ich bisher noch nie. Es sieht super aus. Für die Mandeln müsste ich mir was anderes wegen der Allergie einfallen lassen. Mal sehen. Vielleicht passen Kastanien :-)) Ich hätt da noch die ein oder andere.....

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  4. Wow, kann ich mir zwar ganz Schwer vorstellen, hat aber mein ganzes Interesse geweckt. Ich finde es toll solche alten Rezepte auszuprobieren.
    Ich lese auch gerade ein Buch über die Geschichte der italienischen Küche und da käme mir das gerade recht.

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  5. Spinat in süsser Kombination ? Was Du alles ausgräbst. Wenn man an diesem Faden weiter spinnen würde, könnte man noch manches Gemüse versüssen.

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  6. ...ist noch etwas übrig geblieben? Würde ich sehr gern probieren. Toll auch der Farbkontrast zwischen grün und weiss. Wäre interessant, welcher Dessertwein dazu passt, mit dem Spinat ist das nämlich so eine Sache. In Kombination mit Wein kommt leicht ein matalliger Geschmack zustande. Eine Herausforderung an die Sommelière...

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  7. Klingt interessant. Gegen Karottenkuchen hab ich auch nichts, also mal ausprobieren. ;)

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  8. Sehr ungewöhnlich, muss ich shcon sagen.
    Schmeckt denn der Spinat als solcher durch? Also ich bin schon sehr skeptisch...

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  9. 1. Reaktion: Mir stellen sich alle Fußnägel auf!! Spinat und süß????!! Ich bin durchaus experimentierfreudig, aber alles kann ich auch nicht essen. Dann 2. Gedanke: Kürbis und süß schmeckt auch, ebenso Avocado, aber irgendwie...Hat Spinat nicht einen zu dominanten Eigengeschmack?

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  10. Spinat auf süße Art? Das klingt verrückt... aber das dachte ich vor zig Jahren auch beim Zucchinikuchen und heute liebe ich ihn ;-)

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  11. @Aniesdelight: Ich kann mir diesmal gar niht vorstellen, was Mandeln ersetzen koennte...
    @Barcalex: Seitdem meine Mutter mal die Kriegsweihnachtsplaetzchenrezepte (was fuer ein Wort!) ausprobiert hat, probiere ich so "uriges" gerne aus. Schoen, dass ich das jetzt auch teilen kann...Bei sowas frage ich mich dann auch, ob er vielleicht Dante's Lieblingskuchen war.
    @lamiacucina: Jetzt les'ich da gerade von einem suessen Zucchinikuchen bei Ellja. Ja. Ausgraben macht mir Spass...ob die Stadt, wo ich wohne abfaerbt?
    @Ulimengo: Nein, da ist nix mehr uebrig geblieben. Am Tag danach schmeckt es auch nach Spinat. Frisch ueberhaupt nicht. Ein Malvasia vielleicht? Te lo rifarò!
    @Evi: Hier merkt man auch nicht, dass es nach Spinat schmeckt. Am ersten Tag. Am zweiten schon ertwas mehr.
    @Suse: Wie gesagt, er schmeckt nicht durch am ersten Tag. Am zweiten schon mehr...und auch nicht mehr so gut. Das naechste Mal werde ich allerdings Caprese machen ohne Schojko. Also hinein kommt dann auch noch Backpulver. Da bin ich schon gespannt.
    @Sophie: Ich habe mich gewundert, dass man ihn kaum geschmeckt hat. Vielleicht war es ja auch nur eine Art um Mehl zu ersetzen?
    @Ellja: Jetzt muss ich gleich bei dir sehen, ob du den Zucchinikuchen schon mal gepostet hast!

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  12. ..ich nehm dich beim Wort und wir probieren zwei verschiedene Süssweine dazu. Promesso? Malvasia oder Moscadello di Montalcino oder, ach da gibt es noch viel Probierenswertes...
    Wir müssten das Experiment am ersten und am Tag danach machen, um zu sehen wie sich der Spinat verhält...

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