22.12.2010

BRASATO AL BAROLO (Barolo-Schmorbraten)

40.Woche – Il secondo - Il giorno di natale/ 1. Weihnachtstag
Hier steckt die Faszination wieder mal im Titel, im Braten „nur“ ein sehr guter Nobile di Montepulciano weil ich mich erneut geweigert habe 25Euro für eine Barolo Flasche hinzulegen, die ich zu verkochen hatte. Mit der Zutat kann es auch nur eine Zubereitung aus dem Piemont sein und so habe ich wohl alles, was in der Bezeichnung „Barolo“ enthält, abgehakt sozusagen. Schrecklich einfache Angelegenheit, dauert halt nur Stunden wegen dem Marinieren.
Für 4 Personen

10Stunden lang,  1 Kilo schweres Stück Rindfleisch (Beinfleisch bei mir) in einer Schüssel in einem 1l Rotwein guter Qualität (Barolo ist hier beschrieben – die Alternativen sollten auf jeden Fall ähneln) mit schwarzem Pfeffer, 3 Lorbeerblättern, 1 Zwiebel, geschält und geviertelt,  2 Karotten,  geschält und grob geschnittenen, und 1 Stange Staudensellerie, geputzt, wiederum grob geschnittenen, marinieren. Dann das Fleisch entfernen, den Wein mit den Gewürzen filtrieren, damit nur die Flüssigkeit  übrig bleibt. Das Fleisch zu einem Braten binden (Anweisungen hier. Ich habe mir vom Metzger etwas Netz geben lassen und den Braten irgendwie da reingedrückt.) In einem großen Schmortopf, 2  Knoblauchzehen, geschält,  mit einem Ästchen Rosmarin in 2 EL Butter und 1 EL Schmalz (Originalrezept wollte Schinkenfett)anbraten. Den Braten auf hoher Flamme gut von allen Seiten anbraten lassen. Dann auf mittlerer Flamme bedeckt 2-3 Stunden schmoren lassen und dabei immer vom Wein hinzugeben,  aber nicht alles auf einmal. Wenn das Fleisch gar ist, das Netz aufschneiden, in feine Scheiben schneiden und mit Sauce, von der etwas übrig bleiben sollte, servieren. Polenta passt wunderbar dazu.

Kommentare:

  1. Ein Winterklassiker! Den Barolo trinke ich auch lieber dazu, als ihn für die Sauce zu verschwenden. Für den Braten tut es ein einfacher, aber kräftiger Nebbiolo (Dolcetto).

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  2. eines der Lieblingsgerichte. Auch ein Veltliner geht gut und ist bedeutend billiger.

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  3. Ich nehme dazu einen Südtiroler Lagrein, der macht den Braten super gut. Und beim Marinieren finde ich dass jede Stunde den Braten besser werden lässt. Ich wollt ich hätte da gerade auch schon so ein Stück in der Marinade liegen...

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  4. Die Tessiner haben es da leichter, sie nennen das Gericht Brasato al Merlot und diesen Wein gibt es sehr preisgünstig in guter Qualität; ich habe es vor kurzem auch gekocht, schau mal hier:
    http://tisalutoticino.blogspot.com/2010/10/tessiner-spezialitaten-brasato-al.html

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  5. Bei mir gibt es ein sehr aehnliches Gericht, ein Brisket, zu Weihnachten. Haben sich meine Kids gewuenscht. Ich nehme dazu auch immer einen Merlot. So teuer muss der nun auch nicht sein.
    Frohe Weihnachten, liebe Jutta.
    Gruesse aus Colorado
    Kirsten

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  6. Man sagt mir ja zu recht eine relativ unbesorgten und verschwenderischen Umgang mit gutem und teurem Wein zum Kochen nach. Aber einen Barolo würde auch ich nicht in die Sauce kippen, den hebe ich mir zum Trinken auf. Oft genug viele Jahre lang, bis er endlich so weit ist...

    Beinfleisch (Wade?) ist zum Schmoren wunderbar!

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  7. So einen Rinderbraten wollte ich schon lange einmal kochen. Ich würde wohl einen Barbera oder Dolcetto nehmen, dann würden wir im Piemont bleiben. Und endlich sollte ich auch einmal Polenta kochen, wo ich mir die doch extra aus dem Piemont von einer kleinen Genossenschaft mitgebracht habe. Danke für die Erinnerung!

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  8. 10 Stunden Marinierzeit ist ja eine sehr lange Vorfreuzeit ;-)

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  9. Barolo ist tatsächlich einer meiner Lieblingsweine. Samtend schwer, toll!

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