17.12.2010

ORATA AL SALE (Dorade in Salzkruste)

39.Woche Il secondo – La vigilia di natale/Heiligabend
Jedesmal wenn ich Fisch in Salzkruste esse, wundere ich mich wie gerne ich ihn so zubereitet habe. Und nicht nur ich. Im August gab‘ es bei Geschmackssache eine Lachsforelle mit Knoblauch und Thymian in Salzkruste, vor einem Jahr und ein paar Zerquetschten im Kleinen Kuriositätenladen Lachsforelle in einer Lavendel-Zitrone Salzkruste und  bei Täglich Freude am Kochen einen gewürzten Wolfsbarsch in  Salzkruste.  Lamiacucina hat dagegen eine Salzplatte, auch aromatisch, für Fisch im Archiv und Kochschlampe genierte sich schon 2005 für diese total einfache Methode Fisch zuzubereiten. Meinen Geschmackspapillen zufolge, wie man so schön auf Italienisch sagt, bleibt eben diese für Wolfsbarsch oder Dorade immer noch eine der leckersten Zubereitungsweisen. Von daher möchte ich noch 2 weitere Variationen zum Thema Salzkruste hinzusteuern …die meines Schwiegervaters und die von meinem Fischhändler. Mein Schwiegervater packt den Fisch in Alufolie ein um Salz zu sparen, obwohl hier in Italien grobes Salz wirklich nix kostet, und das Abspülen. Ich habe es so auch schon eine so Weile gehalten und es klappte hervorragend: ein Stück Alufolie, auf dem Backblech, mit grobem Salz bestreuen, darauf den Fisch legen, die Seiten der Alufolie nach oben formen. Dann den Fisch mit Salz bedecken. Das Backblech mit dem Fisch in den auf 180° vorgeheizten Ofen schieben und 25Min. warten. Rrriiiitschard dagegen, so wird der Name meines Fischhändlers ausgesprochen, schimpfte mich aus ich solle das nie wieder tun (aber ganz seiner Meinung bin ich nicht). Egal. Er jedenfalls meinte ich solle in einer Backform das Salz ausstreuen, den Fisch drauflegen, mit dem Salz bedecken und dann Mineralwasser mit Kohlensäure darüber spritzen. Im Laufe der letzten Monate lasse ich mich aber nur mehr ungerne mit vagen Anweisungen abspeisen. Ich will es ganz genau in g, ml, ° , und am besten in Φ für die Backform wissen. „Mein Gott. Ich habe einen Finger in den Flaschenhals gesteckt und dann nach Gefühl gespritzt.“, war letztendlich seine Antwort und mehr als das kann ich auch im Nachhinein leider nicht hinzufügen, außer, dass es hervorragend geklappt hat und ich diese Methode das nächste Mal mit der meines Schwiegervaters kombinieren werde…aber das wird R. natürlich niemals erfahren.

Grundzutaten (2 Personen)
  • 700g schweren geputzten Fisch (am besten Dorade oder Wolfsbarsch)
  • 1 kg grobes Meeressalz
  • etwas Sprudelwasser (aus der Flasche)

Kommentare:

  1. Befeuchtetes Salz backt zusammen. Nur warum es Kohlensäure enthalten soll, verstehe ich nicht. Früher hat man statt Wasser Eiweiss verwendet, was aber nicht nötig ist.

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  2. Ich muss das jetzt mal machen, ist fast ein bisschen peinlich das zuzugeben, aber Fisch in Salzkruste habe ich noch nie gegessen, obwohl ich Fisch liebe. Mein Männe sträubt sich aber leider hartnäckig gegen alle Wasserbewohner außer Garnelen, deswegen probiere ich diesbezüglich zuhause nicht soviel aus.

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  3. Wunderbares Foto! Ich streue immer nur viel Salz auf den Fisch, der dann wunderbar aus dem Ofen kommt. Voller Geschmack und Aroma. Mit Eiweiss oder sonstigem habe ich es noch nie gemacht. Es ging ohne super.

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  4. Diesen Fisch bereitet einer meiner Schwäger nach Art deines Schwiegervaters zu. Schon sehr lange. Er schmeckt einfach himmlisch!

    Wobei ich nicht verschweigen will, dass uns auch besonders seine Art, den Fisch dann vom Salz zu befreien, ungemein fasziniert. Es wäre ja ganz einfach dies zu tun. Aber nein, der Dottore hantiert, als hätte er ein Skalpell und kein Messer zur Hand. Wir lachen uns immer tot!

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  5. Oh, Du hast einen sehr sparsamen Schwiegervater, der wird bestimmt nie senza mutande da stehen... lach!
    Habe auch schon Fisch in Salzkruste gegessen, bin jedoch (keine Ahnung, wieso) noch nie auf die Idee gekommen, es selber mal aus zu probieren. Muss geändert werden!
    Liebe Grüsse
    Susann

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