13.12.2010

ZUCCOTTO (Apfel-Löffelbiskuitnachspeise)


38.Woche Il dolce
Seit einigen Wochen tauchen in meinem Alltag extrem anstrengende Tage auf, was nichts mit Weihnachten zu tun hat…deswegen auch diesen schnell vorzubereiteten Nachtisch. An sich ist Zuccotto als Spezialität aus den Eissalons bekannt, wobei es sich mehr oder weniger um Eisbomben mit Vanille- und Schokoladenparfait und viel Pandispagna (Löffelbiskuit) eingetaucht in roten Alkermes- Likör handelt. Das werde ich jetzt nicht unbedingt zu Hause ausprobieren. Nicht nur weil es recht aufwendig ist und sie es in den Gelaterie sowieso besser hinkriegen als zuhause, sondern vor allem wegen dem Naschen. Den Urtyp des Zuccottos habe ich aber gerne vorbereitet, eine Art kalter Apfelkuchen ohne Kuchen, den ich im Kochbuch „La cucina nazionale italiana“ (Die italienische Nationalküche) von Allan Bay entdeckt habe.
Für ein bisschen Ansporn zum  Wochenanfang gibt es auch ein Lied von Edoardo Bennato, meinem italienischen Lieblingsrocker:
Zeit: 20Minuten+ 45Min. Kochen der Apfel + 1 Stunde Ruhen im Kühlschrank

Zutaten:
  • 1 kg Apfel
  • 100g Zucker
  • 100g Rosinen (ich hatte 50g Rosinen + 50g kandierte Apfelsinenschale)
  • Saft einer Zitrone
  • 1 EL Vanillezucker
  • 20 große Löffelbiskuits
  • 1 Glas Milch
  • ½ Glas Rum
Die Äpfel schälen, das Gehäuse entfernen, in Scheiben schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln und die Äpfel mit dem Zucker in einem Topf auf niedriger Flamme weichkochen und einkochen lassen. In der Zwischenzeit die Rosinen in lauwarmem Wasser mindestens 20 Minuten einweichen lassen. Die Äpfel vom Feuer nehmen, die abgetropften Rosinen  und den Vanillezucker hinzu geben. Auskühlen lassen. In der Zwischenzeit eine Kastenform mit Folie auslegen. Am Boden und an den Seiten mit Löffelbiskuit, der kurz in eine Rum-Milchmischung getunkt worden ist, auskleiden. Das Apfelkompott hineingeben und mit weiterhin in Milch und Rum rasch eingetunkten Löffelbiskuits bedecken. Mit Folie abdecken und im Kühlschrank 1 Stunde ruhen lassen bevor man es serviert. Aber bitte mit Sahne. :-).

Kommentare:

  1. Das schmeckt bestimmt unheimlich lecker, Jutta. Wieviel ml ist denn ein Glas Milch?

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  2. Ich nehm auch ein Stück. *nomnomnom*

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  3. Aber ganz sicher mit Sahne! Das gehört dazu, denn dann schmeckt dieser leckere Nachtisch nochmal so gut!

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  4. Davon nehme ich gerne auch ein Stück ;) Wenn Zuccotto früher vor allem mit Äpfeln gemacht wurde, dann dürfte die französisch-englische Charlotte das Vorbild gewesen sein, aus der sich ja auch irgendwie der Diplomatenpudding entwickelt hat, letztlich wahrscheinlich alle modernen Schichtdesserts. Das nur so für küchenhistorisch Interessierte.

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