19.01.2011

ERBAZZONE…FRITTO (Blattgemüse -Omelette)

42.Woche Il secondo
Jahrelang habe ich brav „das Ding“ gebraten und dabei gedacht „Comme-il-faut“ meine Sache zu erledigen. Eigentlich wollte ich es  nicht unbedingt posten, sondern fing erstmal letztes Wochenende mit „Bistecche alla napoletana“ (Napoletanische Rindersteaks) an - von denen ich aber nicht sicher bin, dass sie einen zweiten Versuch wert sind - , dann habe ich ein wunderschönes Rezept mit Zucchini herausgepickt nur um auf dem Bauernmarkt belächelt zu werden „Ma non è mica stagione…“ „Aber es ist doch nicht Saison.“ Nur deswegen bin so dann wieder beim guten, alten Erbazzone gelandet, den ich mindestens 4Mal im Jahr brate. Aber beim Nachstöbern nach Hintergrundsgeschichte im Internet fand ich heraus, dass der originale „Erbazzone“ oder „Scarpazoun“, einem Salzkuchen mit Mangoldfüllung (oder auch Spinat ), der in der Armenleuteküche der Region Emilia-Romagna, d.h. Emilia, zuhause ist, eben etwas anders ist, als das was ich seit Jahren esse. Meine Version schwimmt glücklicherweise allerdings auch im Netz als Abwandlung vom Original. Es ist sozusagen die Füllung ohne die Teigkruste oben und unten. Damit es auch gut zusammenhält werden Brotbrösel und Mehl hinzugegeben.

Zutaten:
  • 1kg Spinat /Mangold
  • 100g Parmesankäse
  • 50g Brotbrösel
  • 2 EL Mehl
  • 2 Eier
  • Salz
  • 40g Butter (oder 20g Butter und Olivenöl)
  • (optional: Muskatnuss, Pfeffer)
Mangold (bzw. Spinat) putzen, gut waschen und in einem großen Topf mit etwas Salzwasser weich kochen. Gut abtropfen lassen, gut ausdrücken, grob zerhacken. In einer Pfanne die Butter zergehen lassen und das Gemüse kurz darin schwenken. In einer Schüssel mit einer Gabel, die Eier, den Parmesan, das Mehl und die Brotbrösel gut miteinander verrühren, auch mit einem Pürierstab, dann das Gemüse hinzugeben. Gut vermischen und mit Salz abschmecken. In der Pfanne die Mischung in der restlichen Butter (oder mit Olivenöl ersetzen) auf mittlerer Flamme auf einer Seite anbraten, dann auf der anderen. Es kann ruhig etwas angebrannt wirken, es wird dem Geschmack nicht schaden.

Kommentare:

  1. Ist das sehr mächtig? Liest sich nämlich total lecker! ...aber ich wollte doch ein paar Kilo...
    Naja diese Woche ist essenstechnisch eh verplant, da wird das nichts mehr.
    Liebe Grüße nach Rom, Sandra

    AntwortenLöschen
  2. Mangod bekommt wirklich fast das ganze Jahr. Er hält sich wahrscheinlich gut im Kühlhaus. Italien hat so wahnsinnig viel Grünzeug zum Verkochen, gerade im Winter.

    AntwortenLöschen
  3. Zufall: Bei uns gab es gestern abend : Mangoldomelett (mit rotem Mangold, roten Zwiebeln und Parmesan). Erbazzone Fritto hätte besser geklungen ;-)

    AntwortenLöschen
  4. Sieht wunderbar aus, zum reinbeißen!

    AntwortenLöschen
  5. Also, dafür lassen wir jedes Stück Fleisch liegen! Mit Spinat schmeckt es natürlich sehr gut, aber mit Mangold... mmmmhhh!

    Den habe ich natürlich während des Sommers selber im Garten. Unbedingt.

    AntwortenLöschen
  6. Auch immer wieder gerne gegessen (Ricotta passt auch gut dazu) :-)

    AntwortenLöschen