27.01.2011

POLENTA SMANZOLADA CON MORTADELLA (Mortadella-Polenta irgendwas)

43. Woche Il secondo
Eigentlich hätte es auch bei mir Nieren geben sollen. Denn die Geschichte zum Rezept, die ich parat hatte, gefällt mir immer noch und der Fleischer hat sich so darüber gefreut, weil ich Nieren haben wollte (die wohl auch hier sonst niemand mehr isst), dass er sie mir geschenkt hat. Aber dann ging der Brandy aus und die beschriebenen feinen Nierenscheiben wurden zum Nierenmatsch und da ist mir die Lust vergangen. So habe ich am Tag danach eine italienische Version eines „Fleisch, Kraut und Kartoffel“ – Tellers ausprobieren wollen, wobei das Fleisch etwas zäh war und die sizilianische Version des Weißkohlkochens mir ausnahmsweise nicht geschmeckt hat – ok, die Ofenkartoffeln mit Thymianbutter waren echt gut aber … dann kam es zu einem vegetarischen Dreierlei, doch auch hier irgendwie, irgendwie… und dann hatte ich eben keinen Appetit mehr, und Lust zum Kochen, und habe mich in den letzten Tagen von frischem Obst, Gemüse und Nüssen ernährt – bis gestern Abend.
Ein Polenta-Resteessen aus Italiens Norden (Südtirol) , nicht aufwendig. Polenta und Kartoffeln habe ich auch noch nie zusammengemischt und wenn es etwas gibt, was ich immer gerne esse ist es Mortadella. „Smanzolada“ ist eine Abwandlung des Dialektausdruckes „Smalz“, dem deutschen „Schmalz“ (Magdi…stimmt das auch???)

Für 2 Personen reichen: 100g kalte Polenta vom Vortag, 50g Mortadella, 2 klein-mittelgroße Kartoffeln, 1 Knoblauchzehe, 2 EL Olivenöl, 1 EL Butter, Salz und Pfeffer

Die Kartoffeln mit der Schale weichkochen. Die Knoblauchzehe schälen und feinhacken, in einer kleinen Pfanne (mit Deckel, denn das ganze muss gewendet werden) im Olivenöl mit der Butter anbraten, die Mortadella hinzugeben auch anbraten. In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen, mit der Gabel zermatschen, die Polenta in kleine Stückchen schneiden und unter die Kartoffeln mischen. Etwas Salzen und pfeffern. Das Gemisch in die Pfanne geben, mit Hilfe einer Gabel mit der Mortadella gut vermischen und zu einer Art hohem Pfannkuchen zurecht drücken. Dann die Flamme erhöhen und erst mal von einer Seite, dann von der anderen knusprig braun anbraten.

Kommentare:

  1. Ich kenne diese Gericht nicht, auch den Ausdruck nicht. Ich vermute, dass es eher trientner Abstammung ist. Bei uns heißt der Polenta "Tirg" und Schmalz, Schmalz. Polenta wurde hauptsächlich zum Verfüttern an die Schweine angebaut. Aber das Gericht sieht sehr lecker aus und da ich Polenta liebe, aber die Richtige, nicht das Mus von Schnellpolenta, werde ich es sicher einmal ausprobieren.

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  2. Liest sich ungewöhnlich. Könnte durchaus schmecken. Mal sehen, wenn ich mal Polenta übrig habe...
    Liebe Grüße zu dir nach Rom, Sandra

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  3. Grüß dich! Langsam kehre ich wieder zu den Lebenden zurück *g* und von daher lese ich wieder rein.

    Ist eine klasse Idee der Resteverwertung. Ich koche ja immer zuviel Polenta!

    Lieben Gruss nach Rom, Brigitte

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  4. Da hätte doch auch zum Wein gegriffen werden können statt zum Brandy (oder funktioniert dann die Geschichte nicht mehr ;-)

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