06.03.2011

BORLENGHI ( Salzige Crêpes aus der Emilia-Romagna)

47. Woche Il primo

Der Superlativ : am fettesten …… aber das kann manchmal auch soooo egal sein.

Zutaten:

Für den Crêpeteig
  • 1 Prise Salz
  • 200g Mehl
  • 500ml warmes Wasser
  • Öl oder Butter zum Braten (muss nicht unbedingt Olivenöl sein, aber auch nicht schlechtes)
Für die Füllung
  • 1 EL Rosmarin
  • 40g Speck (kaum durchwachsen)
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas geriebenen Parmesankäse
Hier müssen Küchenmaschinen zur Hilfe gerufen werden. Mit dem Pürierstab rührt man am besten den Teig an: Mehl, Wasser und Salz einfach in einer großen Schüssel zusammenpürieren. Mit der elektrischen Kaffeemühle habe ich den kleingeschnittenen Speck, die geschälte Knoblauchzehe und den Rosmarin mit ein klein wenig Wasser zu einer Creme zusammengemixt. Dann in einer kleinen, ausgefetteten Pfanne die Crêpes so dünn wie möglich braten. Dann mit der Rosmarinspeckkreme bestreichen und etwas Parmesankäse bestreuen. Traditionellerweise werden die dann so gefaltet, dass kleine Rechtecke entstehen und man kann sie vor dem Servieren warmstellen…oder wie es zu frühen Zeiten getan wurde: die erste Flasche Lambrusco mit den Gläsern auf den Tisch stellen und eine Crêpe nach der anderen, sobald sie fertig sind an die Gäste austeilen. Sie werden gerne damit versorgt werden!

Es gibt sogar in der Ortschaft Zocca (in der Nähe von Modena) ein Museum über die Tradition dieser „Cucina povera“ – Spezialität. Das Speckpesto wird auch Cunza genannt und ich habe es ausserdem mit normaler Pasta ausprobiert. Es hat mir allerdings nicht besonders geschmeckt. Aber die Crêpes waren echt klasse. Ich habe kleine gebraten, so dünn wie möglich, doch auch wenn sie nicht so geschickt aussehen, wie es die Tradition will (es gibt u.a. dafür bestimmte Öfchen, die so ausschauen wie hier.) habe ich sie mächtig genossen und werde bestimmt mal in dem Ort halt machen um die "Originale"  auszuprobieren.

Kommentare:

  1. Eigenartiger Crepes Teig, so ganz ohne Eier.

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  2. Das ist schon richtig so. Ursprünglich wurden sie ohne Ei gebacken.
    Von den Zutaten erinnern Borlenghi ja sehr an Tigelle, und trotzdem ist das Ergebnis ein ganz anderes. Ich bin immer wieder begeistert von den traditionellen Rezepten, die Sie ausgraben, Frau Lorbeerkrone.

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