29.04.2011

CARCIOFI ALLA GIUDIA (Artischocken nach jüdischer Art)

 52.Woche – Il primo
Die 52. meiner versprochenen italienischen Esswochen hat tatsächlich angefangen! Für mich ist das schon etwas Besonderes und soll dementsprechend begangen werden. Ich habe lange darüber nachgedacht wie, denn das ist die beste Ausrede um mal wieder so richtig ein paar Kilos zuzulegen. Und das werden wir mit recht bekannten Zubereitungen machen, die mich nach Jahren aber immer noch sehr zufriedenstellen können, wenn ich sie in einer guten, römischen Trattoria vorgesetzt kriege. Angefangen wird mit den mit den berühmt-berüchtigten „carciofi alla giudea“ ,in Öl ausgebackenen Artischocken. Zuhause werden die Dinger weniger zubereitet weil es wohl missfällt auf die Schnelle mindestens 0, 75 l Öl loszuwerden. Römer und Touristen pilgern für „Carciofi alla giudea“ (Artischocken nach jüdischer Art) am liebsten ins Ghetto von Rom, wo sie mittlerweile in jedem dort neu eröffneten Restaurant zu finden sind, auch wenn man es eigentlich, eigentlich nur in einem bestimmten essen sollte….so wie die Butterfettuccine „alla Alfredo“.

Sie schmecken einfach lecker die Dingerchen, die Blätterchen werden Artischocken-Chips.

Es gibt verschiedene Anleitungen für diese Zubereitung – mir sind sie zu Hause so sehr gut gelungen: 4 Artischocken erstmals putzen, wie es hier beschrieben ist aber diesmal nicht vierteln oder halbieren, denn sie müssen ganz bleiben. Die Blätter weich genug wenn man sie problemlos durchbeißen kann. Wichtig ist es auch die kleinen Dornen auf den Blätterspitzen, die im Inneren sein könnten abzuschneiden. Am besten mit einer Schere. Der Stängel soll auf nicht mehr als 4 cm gekürzt und geputzt werden. Dann gibt man die Distelfrüchte in eine Schale mit viel Wasser und dem Saft einer halben Zitrone (eigentlich bin ich nicht sicher, dass es in diesem Fall sooo wichtig ist aber da es alle Rezepte angeben halte ich mich abergläubisch dran). Ich frittiere in meiner Wokpfanne,  in der ich 0, 75l Maisöl auf mittlerer Flamme erhitzt habe. (Soviel Öl halt, dass die Artischocken mit geöffneten Blättern, nach unten gestellt und dem Stiel nach oben, bis zum Stielanfang, damit bedeckt waren) Dann kommen die Artischocken hinein, deren Blätter wie die einer Rose ich schon soweit möglich geöffnet habe, vor allem durch Plattdrücken auf den Tisch, und werden zuerst von einer Seite und dann von der anderen Seite frittiert. Pro Seite um die 10 Minuten. Bis der Stiel halt weich ist. Dann dem Kopf und geöffneten Blättern nach unten auf höherer Flamme mindestens weitere 15 Minuten frittiert bis sie richtig braungebrannt und knusprig sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, salzen und heiß servieren. Man kann sie ganz aufessen.

In allen Kochbüchern wurde beschrieben, dass man die Blätter an diesem Punkt mit etwas Wasser besprühen sollte um sie noch knuspriger zu machen - aber davor hatte ich Angst, denn siedendes Öl mit Wasser zusammen mag ich nicht gerne.



Kommentare:

  1. Sieht wunderbar aus. Ich liebe Artischocken in allen Varianten :-) Dein roher Salat klingt spannend - gut, dass du ihn nochmal verlinkt hast, der war mir völlig durch die Lappen gegangen.

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  2. Heißt das, die Lorbeerkrone sendet nicht mehr?
    das wäre so schade! ciao, Jutta.

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  3. Ich schließe mich meiner Vorrednerin an.
    Ich hoffe, Dir geht es gut.

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  4. Ach Jutta

    Wie vermisse ich Deine super guten, originellen, feinen Rezepte !!!!!
    Ich habe Entzugserscheinungen !!!!!

    Von Herzen alles Gute

    VIOLETTA

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  5. Liebe Jutta
    Wenn es für mich auch Gott sei Dank andere Gelegenheiten gibt, mit dir in Kontakt zu bleiben, so will ich doch auch auf deinem Blog deponieren, wie gut ich ihn finde - SEI GRANDE - Auch als langjährige Wahlrömerin, habe ich ihn immer mit Begeisterung gelesen, viele inputs gefunden und werde ihn vermissen. un abbraccio

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