30.01.2011

BUNET (Amaretto-Schokoladen Pudding)

44. Woche il dolce
Aus dem Südpiemont kommt diese Spezialität. Ich kann mich immer noch sehr gut an meinen ersten Löffel davon erinnern. Ich fand es schrecklich, denn ich war 10 Jahre alt und mochte lieber Vanille-, oder Sahnepuddings und nicht bittre Schokolade und Amaretto-Kekse. Ist was für Erwachsene. Heute schmeckt's mir. :-)

Zutaten:
  • 100g Amarettokekse
  • 4 Eier
  • 500ml Milch
  • 6 volle EL Zucker
  • 2 ½ EL ungesüßte Kakaopulver
  • 2 EL Brandy
Den Ofen auf 180°erhitzen. Die Eier, die Milch, 4 EL Zucker, die feingeriebenen Amarettokekse, den Brandy und das Kakaopulver miteinander verquirlen (Pürierstab geht fein). Das Wasserbad vorbereiten: eine Keramikschüssel (bei mir 16cm Durchschnitt) in eine mit warmen Wasser aufgefüllte, ofenfeste Form geben. (Am besten das steht alles schon auf dem Backbleck!) In einem kleinen Topf den restlichen Zucker auf hoher Flamme zu Karamell schmelzen lassen, ein klein wenig Wasser hinzugeben. Den Karamell in die Keramikschüssel geben, dann das Milchgemisch 30Min. im Ofen stocken. Danach auskühlen lassen, stürzen und vor dem servieren, wenn man möchte, mit Amarettokeksen verzieren.

28.01.2011

CARCIOFI ALLE MANDORLE (Artischocken mit Mandelsauce)

43. Woche Il contorno
Wieder in Ursula Ferrignos englischsprachigem Kochbuch „Truly italian“ gefunden, habe aber am „truly „ diesmal meine Zweifel…nicht am Geschmack, denn der war zweifellos hervorragend, sondern, dass diese Artischocken aus Kalabrien kommen. Im Endeffekt, auf dem Teller, ist das nicht so wichtig, denn es ist eine der besten Zubereitungen für frisches Gemüse, die ich hier vorstellen durfte.

Zutaten :
  • 1-2 frische Artischocken
  • 3-4 in Öl eingelegte Artischockenherzen
  • 1 EL Kapern (egal ob sie in Salz eingelegt)

Für die Mandelsauce:
  • 100g feingemahlene Mandel (mit der Kaffemühle)
  • ½ rote Zwiebel
  • 1 geschälte Knoblauchzehe
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 EL weißen Weinessig
  • 1 EL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • 300ml Gemüsebrühe
Für die Sauce
Die Zwiebel feinhacken und in mit der plattgedrückten Knoblauchzehe in 2 EL Olivenöl anbraten bis die Zwiebel weich ist. Die Mandeln hinzugeben, dann die Gemüsebrühe, vermischen und 15 Minuten auf niedriger Flamme einkochen lassen. In der Zwischenzeit das restliche Öl mit dem Zitronensaft, dem Weinessig, dem Zucker und etwas Salz und Pfeffer anrühren. Wenn die Mandelsauce abgekühlt ist, das Gemisch unterrühren. Fertig.

Für den Artischockenteller
Die frische Artischocken putzen, d.h. die harten Außenblätter entfernen bis man zu den Blättern kommt, die sich problemlos mit den Zähnen durchbeißen lassen, am Kopf flach die Blattspitzen abschneiden, dann an den Seiten, dass so eine Art Halbkugel entsteht. Den Stiel schälen. Alles mit Zitronensaft abreiben oder in Zitronenwasser legen, damit die Artischocken nicht schwarz anläuft. Dann achteln. Die in Öl eingelegten Artischockenherzen auch auf dem Teller arrangieren, zusammen mit der Sauce und den Kapern. Ist auch als Vorspeise geeignet.

27.01.2011

POLENTA SMANZOLADA CON MORTADELLA (Mortadella-Polenta irgendwas)

43. Woche Il secondo
Eigentlich hätte es auch bei mir Nieren geben sollen. Denn die Geschichte zum Rezept, die ich parat hatte, gefällt mir immer noch und der Fleischer hat sich so darüber gefreut, weil ich Nieren haben wollte (die wohl auch hier sonst niemand mehr isst), dass er sie mir geschenkt hat. Aber dann ging der Brandy aus und die beschriebenen feinen Nierenscheiben wurden zum Nierenmatsch und da ist mir die Lust vergangen. So habe ich am Tag danach eine italienische Version eines „Fleisch, Kraut und Kartoffel“ – Tellers ausprobieren wollen, wobei das Fleisch etwas zäh war und die sizilianische Version des Weißkohlkochens mir ausnahmsweise nicht geschmeckt hat – ok, die Ofenkartoffeln mit Thymianbutter waren echt gut aber … dann kam es zu einem vegetarischen Dreierlei, doch auch hier irgendwie, irgendwie… und dann hatte ich eben keinen Appetit mehr, und Lust zum Kochen, und habe mich in den letzten Tagen von frischem Obst, Gemüse und Nüssen ernährt – bis gestern Abend.
Ein Polenta-Resteessen aus Italiens Norden (Südtirol) , nicht aufwendig. Polenta und Kartoffeln habe ich auch noch nie zusammengemischt und wenn es etwas gibt, was ich immer gerne esse ist es Mortadella. „Smanzolada“ ist eine Abwandlung des Dialektausdruckes „Smalz“, dem deutschen „Schmalz“ (Magdi…stimmt das auch???)

Für 2 Personen reichen: 100g kalte Polenta vom Vortag, 50g Mortadella, 2 klein-mittelgroße Kartoffeln, 1 Knoblauchzehe, 2 EL Olivenöl, 1 EL Butter, Salz und Pfeffer

Die Kartoffeln mit der Schale weichkochen. Die Knoblauchzehe schälen und feinhacken, in einer kleinen Pfanne (mit Deckel, denn das ganze muss gewendet werden) im Olivenöl mit der Butter anbraten, die Mortadella hinzugeben auch anbraten. In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen, mit der Gabel zermatschen, die Polenta in kleine Stückchen schneiden und unter die Kartoffeln mischen. Etwas Salzen und pfeffern. Das Gemisch in die Pfanne geben, mit Hilfe einer Gabel mit der Mortadella gut vermischen und zu einer Art hohem Pfannkuchen zurecht drücken. Dann die Flamme erhöhen und erst mal von einer Seite, dann von der anderen knusprig braun anbraten.

22.01.2011

PASTA CON GORGONZOLA, RADICCHIO E RUCOLA (Nudeln mit Gorgonzola, Radicchio und Rucola)

43. Woche - Il primo
Heute Abend habe ich mich sehr gefreut als ich die Pasta auf den Tisch gestellt und die ersten Nudeln probiert habe. Das Rezept war ausgesprochen köstlich und die 20Euro, die ich (wieder mal) in ein Kochbuch investiert habe, haben sich demnach gelohnt. Ich konnte dem Titel und Versprechungen des Buches  nicht widerstehen: „AVANZI POPOLO – L’arte di riciclare tutto quello che avanza in cucina.“ Der Anfang ist ein Wortspiel, das sich auf das bekannte Arbeiterlied “Avanti popolo” ‚Vorwärts Volk‘ bezieht, wobei „Vorwärts“ mit „Reste“ ersetzt worden ist, was auch nicht so ganz daneben liegt, ist dieses Kochbuch doch geschrieben worden um an die Einstellung einer Zeit zu erinnern, wo die Reste liebevoll und gekonnt verkocht wurden und nicht im Mülleimer landen durften, denn sie waren zu wertvoll, wie z.B. die Krusten des Parmesankaeses, selbst ein Rezept zur Verwendung von Milchhaut (ja, richtig gelesen) habe ich gefunden. Das Buch, geschrieben von Letizia Nucciotti, erzählt von der „Kunst alles das wieder zu verwerten, was beim Kochen übrig bleibt.“ und sie scheint recht begabt zu sein. Ich bin ja nicht so für Gorgonzola und Radicchio weil  am Ende doch meistens eine recht fettige Angelegenheit entsteht, aber hier ist für die süßliche Komponente, in vielen Rezepten Mascarpone oder Sahne, Zwiebel verwendet worden. Hinzu werden Radicchio und Rucola roh hinein geschnippelt, was mir auch gefallen hat, denn man merkt gar nicht dass man einen Salat in sich hineinstopft verspeist.


Aber wo wir schon mal bei „Avanzi Popolo“ sind…kann ja sein, dass einige das Lied nicht kennen, dessen Titel eigentlich „Bandiera rossa“, „rote Fahne“ heisst und während des 2. Weltkrieges zu einem der bekanntesten Partisanenlieder wurde. Entstanden war es bereits 1908, zusammengesetzt aus dem Text von Carlo Luzzi und der Melodie zweier lombardischen Volkslieder. Der Text ist in viele Sprachen übersetzt worden und , je nach Bedürfnis auch angepasst, mal ist es der Sozialismus der leben soll, ein anderes Mal der Kommunismus. Die Version, die ich ausgesucht habe gefällt mir sehr, denn gesungen ist der Originaltext von Claudio Villa, zwischen Ende der 50er und Anfang der 80er Jahre einer der beliebtesten (römischen) Sänger Italiens.


DAS REZEPT
Für 4 Personen
Zeit: 20 Minuten

Einen Topf mit Salzwasser für 500g kurze Nudeln (ich habe „Pipe rigate“ verwendet) zum Kochen bringen. In der Zwischenzeit eine große Zwiebel in feine Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit 3 EL Olivenöl extravergine anbraten bis sie weich und glasig ist, dann 120g pikanten Gorgonzolakäse und 150ml Milch hinzugeben. Den Käse auf mittlerer Flamme schmelzen lassen, dass es zu einer Creme wird. In der Zwischenzeit müsste das Wasser kochen…also die Pasta hineingeben. Ein bisschen Kochwasser zur Seite stellen. Waehrend die Pasta kocht,  den (bei mir waren es um die 300g) Radicchio  auch in sehr feine Streifen schneiden, eine Handvoll Rucola zerrupfen. Die Pasta absieben, in den Kochtopf zurückschütten, mit der Hälfte der Rucola, dem gesamten Radicchio, der Gorgonzolasauce und 5 EL (gestrichen) geriebenem Parmesankäse vermischen. Eventuell noch etwas Kochwasser hinzugeben sollte es nicht flüssig genug sein. Die Pasta auf die Teller geben, mit der restlichen Rucola bestreuen und mit weiterem geriebenem Parmesankäse servieren (ich selber brauchte aber nicht mehr).

21.01.2011

CREMA DI MASCARPONE, anche CON LIMONE E CANNELLA (Mascarpone-Creme, auch mit Zitrone und Zimt)

43. Woche Il dolce
Auch eine von diesen Sachen von der ich nie gedacht hätte sie posten zu wollen. Selbst vor ein paar Wochen als ich sie als Farce des Weihnachtspanettone zubereitet hatte, sah ich noch überheblich über sie hinweg, ließ alte Erinnerungen in versteckten Ecken meines Gedächtnisses ruhen. Bis ich neulich bei einem Abendessen nicht genug Löffel von ihr haben konnte. Meine Bekannte, die die Schüssel voller hochkaratiges „Hüftgold“ mitgebracht hatte, erzählte dabei ganz begeistert von einem kleinen Rezeptbuch mit lauter Mascarpone -Zubereitungen, das sie von einer Freundin geschenkt bekommen hatte und vor allem, dass da es da drin auch eine Zimt-Zitrone Version geben. Was ich natürlich sofort ausprobieren musste. Auch ohne Rezeptbuch.

1) Mascarponecreme (klassisch): 250g Mascarpone, 75g Zucker (ich meine das reicht, viele geben 100g an, was mir zu heftig erscheint) 1 Eigelb – 40ml Marsala (oder Rum)

2) Mascarpone (mit Zimt und Zitrone): 250g Mascarpone, 75g Zucker, 1 Eigelb – 40ml Limoncello, 1 gestrichenen EL Zimt, geriebene Schale 1 Bio-Zitrone

Alles zusammenrühren und 30Min. ruhen lassen. In einem Glas servieren….wenn die Creme es bis da hinein schafft.

19.01.2011

ERBAZZONE…FRITTO (Blattgemüse -Omelette)

42.Woche Il secondo
Jahrelang habe ich brav „das Ding“ gebraten und dabei gedacht „Comme-il-faut“ meine Sache zu erledigen. Eigentlich wollte ich es  nicht unbedingt posten, sondern fing erstmal letztes Wochenende mit „Bistecche alla napoletana“ (Napoletanische Rindersteaks) an - von denen ich aber nicht sicher bin, dass sie einen zweiten Versuch wert sind - , dann habe ich ein wunderschönes Rezept mit Zucchini herausgepickt nur um auf dem Bauernmarkt belächelt zu werden „Ma non è mica stagione…“ „Aber es ist doch nicht Saison.“ Nur deswegen bin so dann wieder beim guten, alten Erbazzone gelandet, den ich mindestens 4Mal im Jahr brate. Aber beim Nachstöbern nach Hintergrundsgeschichte im Internet fand ich heraus, dass der originale „Erbazzone“ oder „Scarpazoun“, einem Salzkuchen mit Mangoldfüllung (oder auch Spinat ), der in der Armenleuteküche der Region Emilia-Romagna, d.h. Emilia, zuhause ist, eben etwas anders ist, als das was ich seit Jahren esse. Meine Version schwimmt glücklicherweise allerdings auch im Netz als Abwandlung vom Original. Es ist sozusagen die Füllung ohne die Teigkruste oben und unten. Damit es auch gut zusammenhält werden Brotbrösel und Mehl hinzugegeben.

Zutaten:
  • 1kg Spinat /Mangold
  • 100g Parmesankäse
  • 50g Brotbrösel
  • 2 EL Mehl
  • 2 Eier
  • Salz
  • 40g Butter (oder 20g Butter und Olivenöl)
  • (optional: Muskatnuss, Pfeffer)
Mangold (bzw. Spinat) putzen, gut waschen und in einem großen Topf mit etwas Salzwasser weich kochen. Gut abtropfen lassen, gut ausdrücken, grob zerhacken. In einer Pfanne die Butter zergehen lassen und das Gemüse kurz darin schwenken. In einer Schüssel mit einer Gabel, die Eier, den Parmesan, das Mehl und die Brotbrösel gut miteinander verrühren, auch mit einem Pürierstab, dann das Gemüse hinzugeben. Gut vermischen und mit Salz abschmecken. In der Pfanne die Mischung in der restlichen Butter (oder mit Olivenöl ersetzen) auf mittlerer Flamme auf einer Seite anbraten, dann auf der anderen. Es kann ruhig etwas angebrannt wirken, es wird dem Geschmack nicht schaden.

17.01.2011

TORTA GRECA (Griechischer Kuchen)

42. Woche Il dolce
Trotz des Namens, habe ich diese Zubereitung nicht bei Monambelles oder Tobias, den mir bekannten GriechischeKüche– Experten gefunden, sondern beim Surfen auf Italienisch. Es handelt sich um einen „Oma-Kuchen“ –und tatsächliche Abwandlung eines griechischen Mandelkuchens - aus der Stadt Mantua in der Lombardei, dessen Rezept aus der Tradition der jüdischen Gemeinde der Stadt stammt und dort sehr beliebt war. Was ich vollkommen verstehen kann, denn er schmeckt nicht nur, nein es ist auch ein Rührkuchen; eine Kategorie, die mir immer sympathischer wird.
Zutaten:

  • 250g Butter
  • 4 Eier
  • 200g Zucker
  • 300g Mehl
  • 100g Schokotropfen (oder kleingehackte Bitterschokolade)
  • 100g kleingebröselte Amarettokekse
  • Backpulver
Das Eigelb vom Eiweiß trennen und das Eigelb mit der weichen Butter und dem Zucker mit dem Schaumschläger zu einer glatten Creme verrühren. Dann das Mehl dazugeben, glatt rühren, anschliessend die Schokolade und die Amarettokekse. Das Eiweiß steifschlagen, rasch mit dem Teig vermischen, zum Schluss das Backpulver hinzugeben und in einer ausgefetteten, runden Backform im auf 180° vorgeheizten Ofen 30-40Min. backen. Danach kann man dann den Kuchen drehen und mit Puderzucker bestreuen, oder man kann auch aus Mandeln kleine Blümchen in den Teig drücken. Oder auch so lassen wie er ist, denn er schmeckt trotzdem. Ich bin ja gerade dabei soviel ich kann Vollkornmehl zu verwenden, was ich zur Hälfte auch für diesen Kuchen getan habe, da er an sich schon leicht körnig wirkt, wegen den Amarettobröseln. Ich kann Amaretto-Kekse pur geknabbert wirklich nicht ausstehen aber als Zutat finde ich sie spitze, wegen dem feinen Mandelgeschmack im Hintergrund.

15.01.2011

Nudeln mit Peperoni und Stracchino (nach Lamiacucina)

42. Woche Il primo
Zur Schlussfeier einer Diät gehört auch der erste Teller Pasta nach Monaten Wochen. Das musste ausgiebig vorbereitet werden und zwar mit einem Rezept, wenn auch „saisonally uncorrect“ , das ich seit beinahe einem Jahr scharf bin nachzukochen. Erstaunlich wie mir noch vor so weniger, und doch langer Zeit, damals am 16. März, eigentlich gewisse „Kochhandgriffe“ als anstrengend nachzuvollziehen erschienen. Einer der Gründe warum ich das Nachkochen dieser Nudeln aufgeschoben habe. 160 Posts später muss ich eingestehen, dass der Werdegang eher einfach ist und, nach dem Essen der Nudeln, dass es idiotisch war mir diese Pasta deswegen solange vorzuenthalten… wie der Gast von heute Abend schwärmte: „E‘ una pasta da ristorante“. Das sind Nudeln wie man sie im Restaurant bekommt…auch wenn ich kein Piment d’espellette hatte, die Peperoni nur ein 400g schwerer Peperone waren und die Eiernudeln mit Vollkornnudeln ersetzt wurden (was ich  nicht bereue). Die sehr geschmackvollen und zugleich delikaten Momente hatten wir Robert von Lamiacucina zu verdanken.
Für 2 Personen
Zeit: ca. 1 Stunde
Zutaten:
  • 250g lange Vollkornnudeln (Bavette)
  • 1 großen Peperone (grünrot ca. 400g)
  • 120g Stracchino (die gleiche Marke wie bei Lamiacucina)
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • Puderzucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • Peperoncino (1 Messerspitze = Ersatz von Piment d‘Espelette)
  • Süße Paprika (1 Messerspitze = Ersatz von Piment d’Espelette)
  • 1TL gefrorenes Basilikum
Den Ofen auf 200° vorheizen. Den Peperone halbieren, auf das mit Backpapier belegte Backblech geben und 25-30 Minuten backen. Die Haut abziehen, säubern, den Peperone mit Knoblauchscheiben bestücken und mit Puderzucker bestäuben. Im auf 230° vorgeheizten Ofen grillen bis die Knoblauchscheiben gelb werden. Dann abkühlen lassen und 2/3 des Peperone mit dem Stracchino, dem Öl und dem Basilikum zu einer Creme pürieren. Die restlichen Peperoni in feine Scheiben schneiden. Creme und Peperoni in einer Pfanne, oder Topf , anwärmen (darf nicht heiß werden!) mit Salz, Pfeffer, Peperoncino und der Paprika abschmecken. Die Pasta nach Anweisungen auf der Schachtel gar kochen, mit der Sauce vermischen und: Buon appetito!

12.01.2011

RADICCHIO ALLA VENETA (Radicchio nach der Art des Veneto)


42. Woche - Il contorno / die Beilage


Doch vorher:


„And the winner is……..“ Also: als erstes vielen, vielen Dank an: Geschmacksache, Hesting kocht und TisalutoTicino, denn sie haben mir den LiebsterBlog-Award spendiert. Und auch ein großes Danke an alle anderen, die die Zeit damit verbringen meine Rezepte zu lesen: ohne Euch würde das (ständige Kochen, Schreiben und Fotografieren …Essen?) nicht Spaß machen!
So...um zum Preis ( für Klein/Mittlere Blogs?) zurückzukommen… ich will ihn gerne an zwei Blogs weiterreichen:
365 Tage… mag‘ halt die kunterbunten Farben und Einträge, die nicht immer mit Essen, wenn auch meistens ja, zu tun haben:  wobei ich mir beim Lesen und Bilder betrachten in einem deutschsprachigen Pedro Almodovar – Film vorkomme...ich hege eine Schwäche für ihn!, obwohl die Autorin eigentlich anglophil ist und (meistens) aus München schreibt
Lindas Bistrot:  Sie schreibt fein und überlegt,  ist gastronomisch/kulinarisch sehr passioniert und stellt ihr Licht meistens unter den Scheffel. ...
...und nicht an die weiteren, anderen Blogs meiner engeren Wahl ( xx, xy und ???), denn sie sind dem Award bereits beglückt worden.
Doch es gibt heute  auch noch ein Rezept  das aus der Region Veneto und meiner Kohlsuppen-Diätzeit stammt. Normalerweise bin ich ja nicht ein Fan von gegrilltem Radicchio (wenn es nicht der Süße aus Treviso ist, den man hier auf dem Markt eigentlich kaum findet) aber mit diesem Dressing fand ich den bitteren Salat, gegrillt oder gebraten, sogar ausgezeichnet!


Zutaten:
  • Radicchio (c.a. 800g)
  • 1 EL Senf
  • 3 EL Zitronensaft
  • 6 EL Olivenöl extravergine
  • 1 EL (gestrichen) Sardellenpaste
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL (gestrichen) Rosmarin
  • 2 EL Petersilie
  • Salz
  • Pfeffer
Den Radicchio halbieren, waschen und abtropfen lassen. Dann etwas salzen und pfeffern und mit 3 EL Öl anmachen, in der Pfanne auf mittlerer Flamme von beiden Seiten anbraten oder im Ofen grillen. Rosmarin und Petersilie kleinhacken, die geschälte, plattgedrückte Knoblauchzehe hinzugeben und mit Senf, Zitronensaft, Sardellenpaste und restlichem Öl zu einer Sauce rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Auf den gegrillten Radicchio geben und servieren.

Nachtrag:
Die Regeln zum Verleihen dieses Awards:
“Dir wurde der Award verliehen und du möchtest ihn gerne weitergeben?

Erstelle einen Post, indem du das Liebster-Blog-Bild postest und die Anleitung reinkopierst (= der Text, den du gerade liest). Außerdem solltest du zum Blog der Person verlinken, die dir den Award verliehen hat und sie per Kommentar in ihrem Blog informieren, dass du den Award annimmst und ihr den Link deines Award Posts da lassen.

Danach überlegst du dir 3 – 5 Lieblingsblogs, die du ebenfalls in deinem Post verlinkst und die Besitzer jeweils per Kommentarfunktion informierst, dass sie getaggt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht.

Liebe Blogger: Das Ziel dieser Aktion ist, weniger bekannte, gute Blogs an’s Licht zu bringen. Deswegen bitte ich euch keine Blogs zu posten, die ohnehin schon täglich 3000 Leser haben, sondern talentierte Anfänger und Leute, die zwar schon eine Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind.”

10.01.2011

RISO ALLA SICILIANA (Reis nach sizilianischer Art)

41. Woche – Il primo
Eine Abwandlung der sommerlichen „Pomodori ripieni alla siciliana“, gefüllten Tomaten nach sizilianischer Art, da die Tomaten mit dem Reis zusammengemischt werden. Eigentlich kaufe ich nicht gerne Tomaten und Peperoni im Januar aber da ich morgen meinen 1 Woche „Detox“-Kohlsuppendiät Marathon abzuschließen habe, gibt es auch eine Menge an Tomaten und Peperoni in meinem Kühlschrank. Am letzten Tag darf man neben der alltäglichen Kohlsuppe auch Reis essen. So suchte ich nach einem Reisrezept ohne dafür etwas Neues einkaufen zu müssen und deswegen gibt es hier Sommer im Winter.

Zutaten:
  • 350g Reis
  • 4 Fleischtomaten
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • ½ Glas Weißwein
  • 3 EL Zitronensaft
  • 2 Handvoll schwarzer Oliven
  • Olivenöl extravergine
  • 1 EL getrocknetem Majoran
  • 1 TL Senf
  • etwas gerieben Zitronenschale
  • Salz
Den Reis in Salzwasser gar kochen. 4 Tomaten in kochendes Wasser geben um die Haut platzen zu lassen. In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen, in feine Ringe schneiden und in der Pfanne mit etwas Öl weichbraten. Den Weißwein hinzugeben und verdunsten lassen. Anschließend die Zwiebeln mit dem Senf und dem Zitronensaft anrühren. Mit dem gegarten Reis vermischen. Die Tomaten schälen, in kleine Stückchen schneiden, das Wasser und die Kerne entfernen indem man die Stückchen gut abtropfen lässt. Diese dann mit etwas Majoran in der Pfanne schwenken und mit dem Reis vermischen. Die Oliven entkernen, halbieren und untermischen. Lauwarm servieren.

09.01.2011

FICHI SECCHI AL VINO ROSSO (Getrocknete Feigen in Rotweinsauce)


42. Woche – Il dolce
Mit diesen Zutaten könnte das Rezept glatt Apicius “ De re coquinaria“ entnommen worden sein…ist es aber nicht. Gefunden habe ich es in dem englischsprachigen Kochbuch „Truly Italian – quick and simple vegertarian cooking“ von Ursula Ferrigno, einer Autorin und Köchin, die in England als Vertreterin der Mittelmeerküche ziemlich bekannt zu sein scheint.
Wer, auch getrocknete, Feigen mag, wird diese Zubereitung lieben.

Zutaten:
  • 12 getrocknete Feigen
  • 12 Walnüsse (wenn die Feigen klein sond, ansonsten wohl ein paar mehr,)
  • 125 ml Rotwein
  • 4 EL Honig
  • geriebene Orangenschale
  • etwas Butter
  • (der Mascarpone ist optional)
Auf niedriger Flamme in einem Topf den Honig im Wein auflösen. Den Stängelansatz der Feigen abschneiden, die Feigen mit den Walnüssen füllen. Die gefüllten Feigen in eine kleine, mit Butter eingefetteten, ofenfeste Schale, geben, den Honigwein über die Feigen gießen, die geriebene Orangenschale drüberstreuen und 30Min. im auf 180° vorgeheizten Ofen backen. Dazu passt sehr gut (die Autorin kalkuliert 3 Feigen pro Gast) etwas Mascarpone. Ich habe es mit griechischem Joghurt ersetzt.

07.01.2011

PANE E FRITTATA (Brot und höheres Omelett)

42. Woche Il secondo
Letzte Woche begutachtete ich in  einer Bar während der Mittagspause die verschiedenen belegten Brote in der Auslage. Mein Blick wurde sofort von einem mit Eierkuchen und Salami belegten Brötchen angezogen. Sowas hatte ich eigentlich schon lange nicht mehr gesehen und gegessen  und als ich es in der Hand hatte und hineinbiss löste sich jegliche Anspannung, die so ein halber Arbeitstag im Büro mit sich bringen kann und ich vergaß, einige Sekunden wenigstens, die Welt um mich herum. So ein belegtes Brötchen ist in der Stadt bereits etwas „vintage“ mit Madeleine-Effekt geworden. Man denkt sofort an eine Rastpause unter einer schattenspenden Pinie an einem sonnigen Frühlingstag und an die Mama oder die Oma, die zuhause dieses Pausenbrot mit viel Liebe vorbereitet haben. Und an einem kalten, regnerischen Wintertag an dem die Hetze kein Ende zu haben scheint, ist das wirklich was Schönes.
Das Wichtige ist, dass das Brot erst ein paar Stunden, nachdem es vorbereitet worden ist, verzehrt wird. Bis dahin ist es nämlich schon etwas aufgeweicht und man weiß nicht mehr, wo das Brot anfängt, wo das Omelett. Dieser obligatorische Zustand und die Bedeutung des „Pane e frittata“ in der italienischen, vor allem südlichen Lebensauffassung wird in einer der gelungensten, italienischen Filmkomödien der letzten Jahre, „Basilicata coast to coast“, ausführlich beschrieben und besungen. Es geht dabei um eine Gruppe von Jazz/Blues Amateurmusikern, die beschließt zu Fuß, mit einem Packesel, ihre Heimatregion Basilicata zu durchqueren um etwas Aufmerksamkeit für ihre Teilnahme an einem beliebten, lokalen Musikfestival zu erhalten.
Ein Klassiker ist die Zucchinifrittata: ein höheres Omelett, wo die Zucchini, gewaschen und in grobe Stuecke geschnitten, mit viel Zwiebel, geschält und ebenfalls in grobe Stücke geschnitten, und Salz erstmal in einer Pfanne, ohne anzubrennen, weichgebraten werden . Dann wird das abgetropfte Gemuese mit den Eiern zusammengemischt und das Gemisch in einer Pfanne mit hohen Rändern und Deckel (den man auch zum Wenden braucht) erst mal auf einer Seite, bedeckt,sozusagen festgebraten, dann, mit Hilfe des Deckels,  gewendet und auf der anderen Seite festgebraten. Wichtig ist, dass das Omelette nicht trocken ausfällt und die Brotscheiben nicht wesentlich dicker als die Höhe der Frittata sind. Die Salami, scharf, wardazu  neu für mich hat aber geschmeckt! Und man isst "pane e frittata" das ganze Jahr durch......

04.01.2011

MINESTRA DI PASSATELLI (Brühe mit Brotnudeleinlage)

41.Woche – Il primo
Ich werde trotz guter Vorsätze 2011, keineswegs die guten Vorsätze 2010 vergessen. Von daher diese nette Suppeneinlage aus der Region Emilia-Romagna. An sich braucht man eine ganz bestimmte Nudelpresse um die Passatelli herzustellen aber wer Spaß an Plastilin hat (egal in welchem Alter) wird Spaß auch am diesem Schlangenrollen haben und ein ebenfalls zufriedenstellendes, wenn auch gröberes, Ergebnis erzielen.
Zutaten:
  • 1l Gemüsebrühe
  • 100g Brotbrösel
  • 60g geriebenen Parmesankäse
  • 20g Butter
  • 3 Eier
  • Salz
  • 1 Prise Muskatnuss
Den geriebenen Parmesankäse mit der Butter, der Musaktnuss, den Eiern und den Brotbrösel zu einem Teig kneten und 15Min. ruhen lassen. Dann sehr dünne Schlangen ausrollen und in 1,5cm lange Stücke abschneiden und in die kochende Brühe geben. 4-5Minuten aufkochen lassen und servieren.

03.01.2011

Roh gebratener, pikanter Blumenkohl (nach Chili und Ciabatta)

Der 1. 3. Januar ist nun tatsächlich da und mit ihm auch es gibt immer noch eine Unmenge an guter Vorsätze. Von der Lorbeerkroneseite hergesehen gibt es so einiges, das ich mir schon zuvor vorgenommen hatte und  im Augenblick ist es zeitlich recht anspannend, bzw. sprengend mit 4x in der Woche posten durchzuhalten. Dabei denke ich oft an den „Schaffst Du das denn mit deinem Programm?“ – Kommentar von Robert von Lamiacucina, der (auch da mal wieder) recht hatte als ich anfangs des Öfteren kommentierte „Das will ich nachkochen.“ Ich schaff’s eben wirklich nicht richtig und das tut mir sehr leid, denn ich lese ja lauter spannende Rezepte, dass es mir richtig in den Fingern juckt und im Magen knurrt. Und à propos Magenknurren… ich will nicht gerade - d.h. noch nicht- von strenger Diät sprechen aber Vorsicht ist bei mir doch in den nächsten Monaten geboten. Von daher sind „Nachkochen (meistens) leichter Kost“ mein guter Vorsatz für das, was da kommt und ich möchte so das Banner für Zorra’s Kochevent „Gute Vorsätze“ heute hissen und mich bei Petra von Chili und Ciabatta für mein neues Lieblingsblumenkohlgericht bedanken. Es wundert mich natürlich auch nicht, dass es schon seit langem wohl auch ihres ist….
Die einzige Abänderung, die es bei mir gab war die Kirschpaprika (weil ich sie wirklich nur sehr schwer gefunden hätte), abgesehen von etwas weniger Butter und Parmesan.
Zeit: 30Minuten

Zutaten
  • 5 EL Olivenöl
  • 2 kleine Blumenkohl
  • 1 rote Zwiebel
  • ½ rote Paprika
  • ½ TL Peperoncino/Chili
  • Salz
  • Pfeffer
  • 3 EL Semmelbrösel
  • 1 EL Butter
  • 4 EL kleingehackte Petersilie
  • 3 EL geriebener Parmesankäse
Die gewaschene, entstielte Paprika und die geschälte Zwiebel, getrennt, in feine Scheiben schneiden. Ich erledige das äußerst zufrieden mit einem Scheibenschneider. Die Röschen vom Blumenkohl abschneiden und waschen. In einer großen Pfanne (bei mir war es mein Wok) das Öl erhitzen, dann die Blumenkohlröschen hinzugeben und ohne Rühren 1-2 Minuten darin anbraten lassen. Dann etwa 4 Minuten unter Rühren weiterbraten. Ich habe auch den Deckel auf die Pfanne gegeben. Wenn der Kohl etwas weich geworden ist, die in feine Scheiben geschnittene Zwiebel hinzugeben und andere 2 Minuten braten, dann kommen die Paprikastreifen hinzu, andere 2 Minuten braten, anschließend den Peperoncino, die Semmelbrösel, Butter, Pfeffer und Salz hinzufügen. Weiterhin 2 Minuten rühren und bedeckt braten bis der Kohl gar ist, dann vom Herd nehmen und die Petersilie und den Parmesankäse einrühren, nochmals 1 Minute auf der Flamme erwärmen.

Blog-Event LXIII - Gute Vorsätze für das Neue Jahr (Einsendeschluss 15. Januar 2011)