Die Zeit ist reif. Ich hatte deswegen schon einige
schlaflose Nächte…kann man denn einen Blog über italienische Küche haben ohne
Pizza? Eigentlich nicht, und dem sei mit diesem Post abgeholfen. Dass der Moment gekommen war mich mal mit
einer anständigen Hauspizza auseinanderzusetzen habe ich meinen Sommerferien zu
verdanken, als ich in Cervinia (der erste größere Ort auf der italienischen
Seite des Matterhorns…vom Norden aus gesehen, auch unter dem Namen Breuil
bekannt) einen ganzen Abend mit Sommerbekanntschaften in einer Pizzeria
verbracht habe, die aber für das Publikum geschlossen war, da die Besitzer die
Sommerpause ausnutzen wollten um den Laden etwas für die Skisaison aufzupeppen.
Auch wenn der Ambiente etwas schmuddelig schien wegen der Baustellenatmosphäre, was wir vorgesetzt bekamen hat prima
geschmeckt. Es gab Bier, etwas Wasser und Saft und Pizza ... und Pizza: Pizza
Margherita, denn die essen alle gerne – mich befriedigt sie, simpel wie sie ist, seit Jahren! – und für
die Kinder, die kleinen aber auch die großen, als Nachtisch Pizza mit N… usscreme. Ausgegeben wurde
recht wenig, zufriedengestellt insgesamt 20 Personen an einem langen Tisch. So
ein Abend ist ein Klassiker in den heimischen Pizzerien, die von Italienern besucht werden. Viel Margherita und für die Kinder Pizza mit „N“.
Mein Pizzateig war hausfrauenpraktisch, abgeguckt aus dem Heft
„Che pizza!“, das eine Beilage der Tageszeitung
LA REPUBBLICA vor dem Sommer war und nicht nur „Was für eine super Pizza“ bedeuten kann, sondern auch „Wie langweilig!“,
wobei Pizza ein anderes Wort ersetzt.
Für den Teig:
- 500g Mehl
- 16g Bierhefe
- 4EL Olivenöl extravergine
- 1TL Gerstenmalz oder weißen Zucker (dem ich versuche aus dem Weg zu gehen…)
- 250ml lauwarmes Wasser
- 2 TL Salz
Die Bierhefe im lauwarmen Wasser zerbröseln, Gerstenmalz und
Öl hinzugeben und alles energisch mit einem Holzlöffel verrühren und einige
Minuten ruhen lassen. Das Mehl auf den Tisch zu einem Haufen sieben und eine
Mulde hineinformen, das Hefewasser hineingeben und das Salz, und mit einer Gabel anfangen den Teig zu
vermischen. Anschließend mit beiden Händen solange kneten bis er elastisch und
geschmeidig wird und zu einer Kugel formen. Vierteln, die Kugeln nochmals in
Mehl wenden und mit einem Küchentuch bedeckt bei Zimmertemperatur 2 Stunden
ruhen lassen bis sich ihr Volumen verdoppelt hat. Dann in eingeölte, runden, Backformen von 22cm Durchschnitt auskneten,
ausrollen, wie immer man sich behelfen möchte.
PIZZA MARGHERITA
Für 4 runde Pizzen
(22cm Durchmesser)
- Teig wie oben beschrieben
- 250ml Tomatenpüree
- 250g Mozzarellakäse
- Olivenöl extravergine
- Basilikumblätter
- 3 TL Salz
Den Ofen auf 200° vorheizen. Das Salz mit dem Tomatenpüree
vermischen, die Mozzarella in kleine Würfel schneiden und abtropfen lassen. Den
Teig in eingeölte, runden, Backformen von
22cm Durchschnitt auskneten, ausrollen, wie immer man sich behelfen möchte und
mit dem Tomatenpüree bestreichen und dem Olivenöl beträufeln. Im Ofen 15
Minuten backen, die Mozzarellastückchen darüber verteilen und nochmals ca. 5
Minuten in den Ofen schieben. Dann rausnehmen mit einem Basilikumblatt
verzieren und warm servieren.
PIZZA ALLA CREMA
DI NOCCIOLE (Pizza mit Nusscreme)
Für 4 runde Pizzen
(22cm Durchmesser)
- Teig wie oben
- Olivenöl extravergine
- etwas Salz
- Nusscreme
Den Ofen auf 200° vorheizen. Den Teig in eingeölte, runden, Backformen von 22cm Durchschnitt auskneten,
ausrollen, wie immer man sich behelfen möchte. In diesem Fall dann den Teig
direkt mit Olivenöl beträufeln (wenn man möchte auch sehr leicht salzen…) und 15
– 18 Minuten backen. Mit der N-Creme bestreichen und warm servieren.
Zum Thema Pizza Margherita auch hier der Post von LA MIACUCINA, ein Evergreen zum Thema.
Und sich nicht über die Schere wundern! So wird Pizza nämlich In Italien zuhause mundgerecht geschnitten!
Und sich nicht über die Schere wundern! So wird Pizza nämlich In Italien zuhause mundgerecht geschnitten!


Pizza mit Nusscreme - hab ich noch nie gesehen oder davon gelesen. Kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Vielleicht wäre das eher eine Variante für meine Enkeltochter. Danke für das Rezept.
AntwortenLöschenLG ChrisTa
Ich mach die mit Nutella gerne, wenn ich noch nen rest Teig habe als Nachtisch. Als schnelle Resteverwertung.
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