21.12.2013

3. Advent & Diätschlemmerei vor Weihnachten: Indischer Regenbogenkohlsalat & eine Brokkolisuppe mit Parmesan



Richtig gelesen: werde ich es noch  schaffen vor Mitternacht hier mein drittes Adventgeschenk zu posten? Die Zeit läuft: also durch diese Initiative (hier klicken) habe ich an einer Wichtelaktion teilgenommen und in meinem dritten Adventsgeschenk waren Südtiroler Wurst-, und Käsespezialitäten von: hier klicken!. Mit dem Speck werde ich noch etwas warten müssen bis ich mich erst mal etwas mehr noch abgespeckt habe aber der Käse - sehr leckerer Lagrein-, und Kräuterhexenkäse - passte hervorragend zu diesem Salat der «modern indian cuisine», wie Chef Kumale ihn auf den Seiten der Wochenzeitschrift «Il venerdi» der Tageszeitung «La Repubblica» beschreibt. Passen denn Südtirol und Indien zusammen...hervorragend, denn wie viele Käsegeniesser wissen passt zu ihm sehr oft auch  etwas Süsses, sei Obst, Marmelade oder Honig, warum sollte dann nicht auch ein süsser Kohlsalat passen?


Hinzu kommt ein link und ein Rezept von meiner Lieblingsbloggerin des Moments, einer australianischen Ernährungsspezialistin, die den wunderbaren Blog «the Stonesoup» ins Leben gerufen hat, wo man auch eines ihrer  Kochbücher in englischer Spache mit dem tollen Titel «5ingredients receipts» runterladen kann  ...der link ist ein kleinesWeihnachtsgeschenk!

Aber erstmal kommt der Salat / Originalrezept des indischer Regenbogenkohlsalats und persönliches Arrangement


200g Weisskohl in feine Streifen geschnitten
150g Rotkohl, auch in feine Streigen geschnitten
50g Karotten, geputzt und in dünne Streifen geraspelt
1 Handvoll Rosinen (oder auch getrockenete Cranberries mit Orangengeschmack bei mir)
4EL Sonnenblumenöl
1 TL Senfkörner (habe drauf verzichtet, bzw. hatte ich nicht zuhause...)
1 scharfe, grüne Chilischote (musste nicht sein - und hatte ich auch nicht zuhause)
1 TL frisch geriebener Ingwer (war bei mir trocken)
1 TL gelbes Currypuder
Rosenwasser (siehe die Alternativen bei den Rosinen...:-)
1/2 TL Zucker
Salz

Die Rosinen in lauwarmen Wasser mit dem Rosenwasser aufweichen. In einer Pfanne die Senfkörner kurz anrösten bis sie zu knistern anfangen, dann Curry, den geschnittenen Chili und den Igwer hinzugeben, kurz anbraten - ohne, dass was anbrennt! - und über das Gemüse in einer Salatschüssel geben. Die Rosinen abtropfen und auswringen auch hinzugeben. Mit dem Öl und Zucker vermischen und Salz abschmecken und servieren. Schmeckt wirklich prima zu Käse und ist ein lustiger Salat! Vielleicht zu Neujahr?




Brokkoli & Parmesansuppe nach «The Stonesoup» (Bei mir war es allerdings römischer Kohl...siehe mein Profilfoto...)

2 Brokkoliköpfe
Parmesanrinde (die passt sowieso immer gut  beim Kochen von Gemüsesuppe)
Soyasauce
etwas Zitronensaft
Salz zum Abschmecken
geriebener Parmesan

Ca. 500ml Wasser zum Kochen bringen, den gewaschenen und kleingeschnittenen Kohl hinzugeben zusammen der Parmesanrinde und der Sojasauce. Sobald der Kohl weich ist pürieren und nochmal mit Sojasauce, Salz und etwas Zitronensaft abschmecken und noch etwas geriebenen Parmesan darübergeben. Wirklich lecker!

Hier der Link zum Originalrezept!

13.12.2013

2. Advent & Minestra di Cavolfiore e orzo (Blumenkohl-und-Perlgraupensuppe)


Bevor ich doch gleich in den 3. Adventssonntag hineinstolpere ohne mein kreatives 2. Adventspräsent, erhalten von Verena dank der Wichtelaktion von Sandra,  gezeigt zu haben, melde ich mit hier mit diesem wunderhübsch verpackten Steinpilzrisotto…eigentlich schade  es nun bald verkochen zu müssen! Was ich aber bald machen werde, denn es passt auch sehr gut in meine jetzige Diätphase, di mich in knapp 3 Wochen bereits um 3 Kilos erleichtert hat und wau: Ich bin begeistert! Ich fühle mich besser, ich esse besser und ich gebe auch viel intelligenter und weniger Geld für Lebensmittel aus. Beim Abnehmen und Sparen hilft bestimmt  auch der Verzicht auf Schokolade, die paar Chipstütchen, die es da des öfteren gab,  den täglichen Cappuccino mit  Croissant in der Bar (was mir schon manchmal fehlt…) … auch nun brav das Olivenöl abzumessen, das ich für die Mahlzeitzubereitungen verwenden darf lässt mich manchmal den Kopf darüber schütteln, wie ungemein verschwenderisch ich eigentlich damit sonst umgehe  

Auf der Jagd nach Rezepten, die sich nun mit dieser Lebensphase vereinigen lassen habe ich wieder in dem Haushaltsbuch 2013 von Suor Germana  herumgeschnüffelt (An alle, die in Italien leben:  es gibt das neue und es ist wirklich seine 7,90Euro im Zeitungskiosk wert!) und habe diese nette Suppe gefunden:

Minestra di Cavolfiore e orzo  (Blumenkohl-und-Perlgraupensuppe)

Für 5 Personen:
  • 300g Blumenkohl
  • 150g Perlgraupen
  • 1 weisse Zwiebel
  • 2 Karotten
  • 1,5l Gemüsebrühe
  • 1 TL Thymian
  • 4 TL Olivenöl
  • Salz
  • Etwas gereiften Schafkäse zum drüber reiben (muss nicht der salzige, römische Pecorino sein! Schmeckt aber auch mit dem.)

Die Zwiebel putzen klein hacken und in einem Topf in dem Olivenölweichbraten. Dann die geputzten und in Scheibchen geschnittenen Karotten und die nur die Blumenkohlröschen hinzugeben und mit der Gemüsebrühe aufgiessen. Sobald das Süppchen anföngt zu kochen die Graupen hinzugeben und mit dem Thymian würzen. Die Suppe auf niedriger Temperatur 40 Minuten köchlen lassen. Sehr warm mit dem gerieben Käse servieren.

04.12.2013

1. Advent: es wird gewichtelt & Gomasio-Karottenscheiben zum Knabbern


Auf der einen Seite hat diese Adventszeit unter keinem guten Stern angefangen. Eine - hoffentlich zu bekämpfende -  überhöhte Stromrechnung und das eindeutige Eingestehen von meiner Naschsucht, das mich in den letzten Jahren zu 13 Kilo Übergewicht geführt hat und - gerade nun in der Weihnachtszeit!!! - zu einer Diät, überwacht von einem Ernährungsberater.
Auf der anderen Seite.... fühle ich mich allerdings tatsächlich schon viel besser...leichter...seitdem Schokolade & Co. vorerst verbannt worden sind. Hinzu  habe ich beschlossen nach langer Zeit wieder an einer Foodblogger-Aktion teilzunehmen. Sandra von www.from-snuggs-kitchen.com hat mich gefragt, ob ich Lust hätte bei einer Wichtelaktion mitzumachen. Nun: ICH LIEBE WICHTELN heiss und innig seit meiner Grundschulzeit, wo es allerdings nicht Wichteln, sondern  Julklapp genannt wurde und da konnte ich einfach nicht nein sagen! Es ist zwar nicht so anonym zugegangen, wie ich mir das vorgestellt hatte, macht aber trotzdem Spass ...das Pakete machen, genauso wie das Paket bekommen und bekommen habe ich sie von Verena von  http://verenas-muffin-factory.blogspot.it/.  Von den 4 Adventssonntagsüberraschungen wird aber nur eins nach dem anderen aufgemacht und es gab nun zum ersten Adventsonntag: selbstgemachte, weihnachtliche Stempelkekse! Herzlichen Dank Verena!  Und auch Sandra!
Hinzu hier eine Zubereitung für eine gesunde Nascherei (insofern sowas überhaupt möglich ist)....une création «Lorbeerkrone», ...oder wie komme ich ausser ohne Schokoalde auch ohne Kartoffelchips aus? 
Eigentlich nicht gut, doch wenn ich nun Lust auf Salziges verspüre gibt es diese Kompromisskarottenscheiben mit Gomasiosalz.

 Die Beschreibung von Gomasio habe ich auf dem Blog von meinem Ernährungsberater gefunden (HIER). Dabei handelt es sich um ein traditionsreiches, japanisches Sesamsalz, das man sehr einfach selber herstellen kann und welches viel in der makrobiotischen Diät verwendet wird. Hier also auch ein paar deutschsprachige Links zur Herstellung und Aufbewahrung von Gomasiosalz: Schrot und Korn und auch noch hier.
Für meine Sesamkarottenchips: Karotten putzen und in mittlere Scheiben schneiden. Mit Öl beträufeln, vermischen und anschlissend im Gomasiosalz ( 1:15 / Salz: Natur-Sesamkörnern)
wenden. Beim Kräuterteesippen tatsächlich eine leckere Knabberei, besonders wenn die Sesamkörner nicht zu fein zerrieben werden.

17.11.2013

2 x Rohkostvorspeisen mit Brokkoli und Zucchini & etwas mehreren Kalorien ...



Es gibt Leute, die gehen zum Ernäherungsberater um zuzunehmen und dann die anderen - wohl die Mehrzahl: endlich gehöre ich mal einer an!  -, die das gegenteilige Problem haben. Während ich also auf meine persönlich zugeschnittene Diät warte um die 13 überflüssigen Kilos loszuwerden, wird also nochmal so richtig reingehaun, u.a. mit diesen 2 «stuzzichini»  ... salzigen Naschereien: der Brokkoli wurde mir zum ersten Mal so in Berlin vor die Nase gehalten (Danke, Janet!) und war nach dem ersten, skeptischen Blick und Biss im Nu weg, die Zucchini dagegen hat mir (m)eine (beste) Freundin empfohlen und sie haben sich ausserordentlich gut bewährt.

1) Rohe Brokkoli mit Erdnuss-Honigsauce

Für 3 Handvoll gewaschene Brokkoliröschen mischt man eine Sauce zusammen - muss aber dann jeder am Ende selber etwas abschemcken - aus ca.:

3 EL Rapsöl oder Sesamöl oder ? (auf jeden Fall kein Olivenöl!)
3 (üppigen) EL Erndussbutter
2 EL Honig
1 ausgepressten Knoblauchzehe
2 EL Sojasauce
Salz/Pfeffer (zum Abschmecken)

Um die Sauce etwas aufzulockern habe ich sie mit etwas Wasser emulgiert - irgendwann ist mit Kalorien dann doch auch bei mir spontan Schluss! .
Die Röschen damit bestreichen und dann versuchen auf einem Teller alles so attraktiv wie möglich zu gestalten ( was  den Schwierigkeitsgrad dieser Zubereitung um einiges steigt..).

2) Rohe Zucchinischeiben mit Mayonnaise-Thunfischsauce

Früher schaufelte ich begeistert Thunfischmayo-Tomatentramezzini in mich rein. Heute nicht mehr, denn Thunfisch - der richtige und gute und umweltfreundliche- kostet halt doch eine ganze Menge und vielleicht ist es besser allgemein weniger davon zu kosumieren: Darf man guten Gewissens noch Thunfisch essen? 
Aber ich wollte dieses Nichtrezept unbedingt ausprobieren und habe also in Biothunfisch investiert und eine besonders gute Biomayonnaise und damit eine Thunfischmayonnaise mit dem Zauberstab angemischt und freigiebig auf ca. 1 cm hohe (recht frische) Zucchinischeiben  geschmiert. Vermutlich lässt eine gute Thunfischmayonnaise auch den sperrigsten Holzspan eine Delikatesse erscheinen ... doch rohe Zucchinischeiben sind eine viel bessere Alternative!

03.11.2013

Chai-Kürbissuppe & Fenchel-Tomaten-Ofengemüse


Wieder ist viel Zeit seit meinem letzten Eintrag vergangen.  Kleinkind, Vollzeitberuf und den Rest vom Alltag (d.h. Waschmaschinen, sich mit der täglichen Bürokratie auseinandersetzen und den verschiedenen Demos - auch in diesem Sinn ist Italien ein heisses Land  - , die die römische Innenstadt immerzu überschwemmen, dass man sogar mit dem Kinderwagen gezwungen ist Umwege einzuschlagen um irgendwie nach Hause zu kommen, usw.) sind nun mal energieraubend. Aber ehrlich gestanden, wenn ich Zeit habe investiere ich sie am liebsten in ein Lächeln vom süssesten Wesen, das es für mich gibt. Auch in Küsschen, viele!
Da das Wesen und ich eigentlich nur 3Stunden am Tag miteinander verbringen und mindestens die erste draufgeht wieder sein vollkommenes Vertrauen - und Ruhe.... - zu erlangen, ist Kochen schon seit längerem zweitrangig geworden, was aber noch lange nicht bedeutet, dass ich auf gutes Essen verzichte. Aber ich komme nun mal nicht mehr so oft zum Experimentieren wie vorher.
Falls sich eine Jungmama in meiner Situation befindet und nicht immer sicher ist, wie Prioritäten zu setzen sind, möchte ich gerne mit dem Link einer amerikanischen Kinderpsychologin, den mir meine beste Freundin (DANKE!) zugeschickt hat, weiterhelfen. In diesem Artikel gibt es meiner Meinung nach wirklich gute Tipps (ist nur halt auf englisch), wie man das Wiedersehen am Abend mit den Süssen am besten für alle gestalten kann: http://www.ahaparenting.com/parenting-tools/family-life/Arsenic-Hour
Aber wie gesagt, auf gutes Essen verzichte ich nicht gerne und von daher gebe ich sehr gerne diese 2 schnellen aber gute Zubereitungen weiter: eine amerikanische «Chai-Kürbissuppe» und voici,enfin une création «Lorbeerkrone», ein Ofengemüse, das uns sehr schmeckt  und einfach im Handumdrehen gemacht ist. Und weil ich schon dabei bin möchte ich mich gerne bei 2 treuen «leblosen» Gefährten bedanken, die mir mein Leben besonders leichter machen: mein Sony E-reader und vor allem: mein Ofen!!!!

Chai-Kürbissuppe

Dieses Rezept wurde in einem downgeloadenten amerikanischen Kochbuch aufgestöbert, das «Six-Ingredient Solution» heisst. Ich liebe Chai-Tee und mache ihn meistens auch ohne das Yogitea-Tütchen (wer nicht wissen sollte um was es geht: Chai-Tee ist der indische Nationaltee: sagen wir schwarzer Tee, der auch direkt in 1/2 Milch 1/2  Wasser ausgekocht wird mit einem Haufen Zucker, Kardamom, Zimt und Ingwer) aber Teetütchen und Kürbis, ja geht das denn??? Und wie!

Dazu braucht man:

ca. 1,5 Kg Kürbis (Butternut wäre ideal) ungeschält
3 Schalotten
2 EL Butter
1 EL (Braun-)Zucker
1 Teebeutel Chaitee (falls nicht vorrätig: 1/2 TL gemahlenen Zimt, 1 TL getrockneten und gemahlenen Ingwer,1/2 TL geriebenen Kardamom)
Salz
3 EL Creme fraiche (bei mir war es Philadelphiakäse....Hauptsache es ist keine saure Sahne!)

Den Kürbis schälen, in Stücke schneiden. In einem Topf die geschälten und kleingehackten Schalotten in Butter weichdünsten, den Kürbis hinzugeben, mit Wasser aufgiessen, dass der Kürbis gerade so mal bedeckt ist, dann kommt der Zucker und etwas Salz hinzu und der Teebeutel «Chai» und das ganze bedeckt weichkochen. Den Teebeutel entfernen und alles pürieren, die Ceme fraiche hinzugeben und mit Salz abschmecken. Viel Spass!

Fenchel-Tomaten-Ofengemüse

Vor ein paar Jahren hatte mal Auberginengemüse mit Minze nachgekocht. Das Prinzip hier ist ungefähr das gleiche: Die Brotbrösel kochen im Ofen mit dem Gemüse mit und so entsteht eine Art Creme, die Tomaten geben dem Fenchel durch ihre leicht säurliche Süsse den richtigen Kick.

Die Porportionen ind 4/5 Fenchel; 1/5 Tomaten:

Fenchel
Tomaten
Salz
Olivenöl extravergine
Brotbrösel

De Fenchel putzen, in Ringe schneiden und waschen, Die Tomaten waschen und in kleine Stücke schneiden.  Das Backblech mit Bachpapier auslegen, darauf das Gemüse mit Salz und leicht mit Brotbröseln bestreuen, darüber das Olivenöl giessen. Gut durchmischen und ab in den Ofen für mindestens eine halbe Stunde. Dazwischen hin- und wieder durchmischen. Ist wirklich ein sehr gemütliches Fenchelgemüse!

16.10.2013

Aus Versehen vegan: Lorbeer -"aglio, olio e peperoncino"- Pasta und eine Art "afrikanischer Salat"


Vor kurzem habe ich ein Interview mit der Redakteurin einer Kochzeitschrift gelesen, jetzt weiss ich gar nicht mehr ob es «Sale e Pepe» war oder «Cucina italiana» war...doch interessant war dabei vor allem die aufgeworfene Fragestellung: gehören Sie der Kategorie an, die gerne isst oder die, die gerne kocht? Bislang hatte ich gar nicht darüber nachgedacht -  doch angesichts meiner Kilos zuviel und meiner eigentlich doch  relativ kurzen Geduld, in der Küche zu stehen um was Anständiges auf den Tisch zu zaubern, ist meine Zugehörigkeit eigentlich eindeutig. Vor allem bei zeitlichen Trockenphasen im Alltagsleben wie diese letzten Wochen wieder....von daher 2 Superschnellrezepte, die ich sehr gerne weitergebe. Von dieser Abwandlung der «aglio,olio e peperoncino» - Nudeln wurde mir bei einem Tagesausflug in den Monsterpark von Bomarzo erzählt, als man mich ertappte, wie ich Lorbeeräste noch und nöcher in die Handtasche wandern liess, hingegen habe ich die Salatkombination während eines Telefongespräches meiner Kolleginfeundin abgelauscht , die  nach ihren Ferien in Südafrika eine Freundin zum Abendeessen einlud : « Super, dann mache ich uns einen afrikanischen Salat!», meinte sie ins Handy und ich vom Schreibtisch gegenüber: « Was ist denn nun ein afrikanischer Salat?» « Na, alles durcheinander.» « Wie alles durcheinander?» «Obst, Gemüse, Nüsse, auch Käse, Kräuter, Trockenobst, einfach alles. Den bringen sie  dort immer zu den Mahlzeiten und er ist jedesmal anders aber immer wirklich gut» « Ja, und das Dressing?», fragte ich dann schon etwas nervös,  afrikanischeGewürze habe ich schliesslich nicht auf Anhieb zu Hause vorrätig und irgendwie musste die ganze Sache ja einen Haken haben. «Salz, Öl und Essig!»  Ganz einfach, oder ? Und es vergeht nunmehr keine Woche in meinem Leben ohne afrikanischen Salat.


Aglio, olio e peperoncino all' alloro   

Für 2 Portionen

3L Wasser
300g Spaghetti
20 Lorbeerblätter
3 mittelgrosse Knoblauchzehen
1 TL-Spitze Chili
ca. 30ml OlivenÖl extravergine
Salz für das Kochwasser der Spaghetti 

Bitte nicht zurueckhaltend sein mit den Lorbeerblättern, in der Suppe wird auch  nur ein Blatt ausreichen um sich bemerkbar zu machen, hier aber sind 10Blätter das Mindeste! Der Lorbeernachgeschmack ist wunderbar delikat bei dieser Pasta, trotz der Unmengen von den Blättchen.
Kochwasser mit Salz und den gewaschenen Blättern aufsetzen. In der Zwischenzeit die Knoblauchzehen in ihrer rosa Haut - auf italinisch sagt man: in camicia,  «im Hemd» - mit dem Chili in einer Pfanne mit dem Öl weichbraten. Sobald das Wasser kocht, die Spaghetti nach Packungsanweisungen weichkochen, absieben - 1/2 Glas Kochwasser beiseite tun - die Lorbeerblätter entfernen, in den Topf zurückgeben, das Öl ohne die Knoblauchzehen hinzugeben, auch etwas von dem Kochwasser. Das Ganze auf der Flamme noch solange umrühren, bis eine dickere Sauce auf dem Boden entstanden ist, nochmal durchmischen und servieren.

Afrikanischer Salat

Auch hier bitte nicht schüchtern sein..Nur alles schön kleinscheiden, damit sich die Geschmacksnoten der verschiedenen Zutaten auch gut miteinander vermischen. Ich finde allerdings, dass etwas Nussiges immer hinein sollte - auch geröstete Sesamkörner sind sehr gut - und ich verwende in letzter Zeit gerne getrocknete Cranberries, weil diese süsslich sind doch auch ein bisschen sauer. Was noch?...Apfel, Birne, Kohl, auch ein bisschen Tomaten, Möhren, Kopfsalat. Der salat ist eine sehr gute Resteverwertung! Auch Käse und Salami - mag' ich persönlich aber weniger im Salat direkt, lieber dazu! -  können von der Partie sein, genau wie Minze, Petersilie und Basilikum...und dann alles schön mit Salz, Öl und Weissweinessig abschmecken!

25.09.2013

Schiacciata con l'uva (Süsse Weintraubenpizza)


 Meine beste Freundin, die im Augenblick nicht in Italien lebt (Ciaoooo Bellinaaaa!), hat mir schon letztes Jahr von diesem Ding vorgeschwärmt, das irgendein Ding zwischen Pizza und gedecktem Kuchen ist. Auf der Jagd nach einem passenden Rezept, nachdem mein erster Versuch daneben gegangen ist, habe ich gelesen, dass es in der Toskana viele dieser Art "Foccaccie" (oder auch "Ciaccie " oder "Staccie" ) gibt, die salzig oder süss sind und die Zutaten von der Saison abhängen. Diese eben aus der Zeit von der Weinernte. Mit der Unmenge an Weitrauben, die da drauf landen geht es wirklich nur in der Zeit. Bei mir war es mindestens 1 Kilo.

Zutaten:
  • 350g Mehl
  • 6 EL Zucker + Zucker zum Bestreuen
  • 10g Bierhefe
  • 1 Kilo Weintrauben
Olivenöl extravergine zum Ausfetten und beträufeln
In einem halben Becher Wasser die Hefe mit 3 EL Zucker und 3 EL Mehl auflösen, dann das Ganze zu einem glatten Teig mit den restlichen EL Zucker und dem Mehl kneten, eine Kugel formen und bedeckt ca. 3 Stunden ruhen lassen.
Anschliessend, den Ofen auf 180° vorheizen, ein Backbleck mit dem öl ausfetten.  Den Teig halbieren und ausrollen und auf das Backblech geben. Darauf die gewaschenen Weintrauben geben, ganz nah, ganz dicht aneinander - wenn nicht genügend Weintrauben da sind wird es nicht sooo lecker, als wenn es ganz viele nah aneinder sind -  dann den Rest vom Teig ausrollen, darüberlegen und darauf kommen dann noch mal Weintrauben, soviele wie möglich. Anschliessend mit Zucker bestreuen und Olivenoel gut beträufeln und ab in den Ofen - in die Mitte -  für ca. 30 Minuten. Am besten schmeckt es am Tag danach.

17.09.2013

RECYCLED: Altes Brot & Alte Kekse – RIBOLLITA TOSCANA (Toskanische Brotsuppe vom Tag danach) und Joghurt-Sahne Torte



R E C Y C L E D
Manchmal gibt es so Tage, da schaue ich in meine große Allerleischüssel, wo sich Kekse, Brot, Nussmischungen, Chipse, Zwieback und was weiß ich noch für ein Knabberzeug ansammelt,  veraltet und frage mich: Und was nun? – Ich entsorge nur ungern Lebensmittel, vor allem Brot. Mein Idealzustand wäre tatsächlich alles, was ich im Hause habe auch rechtzeitig zu konsumieren, vom Gemüse und Obst so wenig wie möglich zu entsorgen. Auch Verpackungsmaterial soll es so wenig wie möglich geben, was dazu führt, dass ich nun versuche weniger auf einmal einzukaufen, meistens den Zettel dabei habe und mich bemühe mich nicht durch Sonderangebote auf Abwege bringen zu lassen. Und trotzdem…die Schüssel macht oft nicht mit bei dem Versuch bewusster zu konsumieren und füllt sich mit Brotresten, Keckspackungen versch. Sorten („Ahhh, hier im Auchan haben sie Gallettes! Nee, dass erinnert mich an meine Zeit in Frankreich!“) und anderem Zeug.


RIBOLLITA TOSCANA (Toskanische Brotsuppe vom Tag danach)
Die toskanische Ribollita  schwebte mir schon seit einer ganzen Weile im Sinn, vor allem weil es ein Gericht ist von dem ich mehr habe reden hören als jemals gesehen, geschweige denn gegessen. Es ist eine sehr einfache Suppe und die Zubereitung ist gewiss nicht kompliziert aber es braucht seine Zeit. Nach dem Ergebnis muss ich sagen, ist es aber unbedingt einen Versuch wert. In meinem schönen Kochbuch „La cucina toscana“, das eben auch ein schönes Bilder- und Geschichtenbuch ist,  wird erklärt, dass das Gericht eine „Zuppa di pane“  (Brotsuppe) ist, die einen Tag später aufgekocht wird und deswegen „Ribollita“ heisst…die Aufgekochte… und klar..eines von diesen Rezepten, dass von Familie zu Familie und von Generation zu Generation sich unterscheidet…von Dorf zu Dorf ganz zu schweigen. Eigentlich braucht man dazu das toskanische Brot ohne Salz aber es geht auch mit anderem Weissbrot. In der Version der „Zuppa di pane“, wird die Suppe gekocht und so geschichtet: eine Schicht Brotscheiben (dünn), dann Suppe, eine Schicht Brot und dann Suppe. Bei mir war das Brot allerdings so hart und am Stück, dass ich es erstmal in heißem Wasser aufgeweicht, ausgewrungen und dann in die kochende Suppe eingerührt habe, von daher ist es eben gleich eine Ribollita geworden.


Für 5-6 Personen
Man braucht :
500 getrocknete weiße Bohnen (oder auch Borlottibohnen)
1 Zwiebel
2 Mohrrüben
2 Selleriestangen
2 mittelgroße Kartoffel
½  von einem kleinen Kohl (eigentlich müsste auch etwas Grünkohl rein!)
250g geschälte Tomaten
Olivenöl extravergine
Salz/Pfeffer
150g trockenes Brot


Unter Woche, wenn man berufstätig ist, wäre es besser die Bohnen eher früh am morgen zum einweichen in eine Schüssel  Wasser zu geben (die Suppe ist dann für den nächsten Tag, bzw. gegen 23Uhr desselben fertig). Ich tue auch immer einen Schuss Natron hinzu.
Dann nach einer Nacht bzw. 8 Stunden, die aufgeweichten Bohnen abgießen und in einem Kochtopf mit ca. 3l Wasser 30Minuten weichkochen. In der Zwischenzeit Möhren, Sellerie, Kartoffeln, Kohl entsprechend waschen und säubern/putzen und in kleine Stücke schneiden.  Dann die Bohnen abgießen aber das KOCHWASSER BEISEITE BEHALTEN! Und in einem Kochtopf  die geschälte und kleingehackte Zwiebel weichbraten, dann kommt das andere Gemüse hinzu, alles noch etwas zusammen schmoren lassen, dann dass zur Seite gestellte Kochwasser der Bohnen hinzugeben. Dann die Hälfte de Bohnen passieren und die zusammen mir den ganzen Bohnen in die Suppe geben, hinzu kommen nun auch die kleingehackten, geschälten Tomaten. Etwas Salzen. Das ganze muss nun 2-3 Stunden köcheln. Und da gibt es keine Abkürzungen…wenn man eine leckere und gute Suppe möchte braucht es halt seine Zeit! Man muss auch hin – und wieder rühren, damit sie nicht ansetzt. Zum Schluss das Brot in heißem Wasser aufweichen, gut verrühren und noch so lange unter Verrühren kochen lassen, bis das Brot sich gut mit der Suppe vermischt hat und mit Salz abschmecken. Mit Öl und Pfeffer servieren, wer will kann auch Parmesankäse drauf streuen, aber es ist meines Erachtens ausnahmsweise nicht nötig.

Joghurt-Sahne Torte
 Die Torte ist wohl allgemein bekannt aber trotzdem, hmmmmm. Für eine Kuchenform von 24-26cm Durchmesser mit Plastikfolie ausgelegt:
braucht man für den Boden:
300g Kekse (ich habe meine alten alle aufgebraucht!)
170g Butter
Die Joghurt-Sahneschicht
500g Vollmichjoghurt (Frucht, gezuckert, egal – wenn nicht gezuckert braucht man ca 4 EL)
200ml flüssige Schlagsahne (hinzu 2EL Zucker)
12g Gelatineblätter
Als Belag:
200g Marmelade (sollte ohne Stückchen sein, ansonsten kann man sie ja immer pürieren)
3g Gelatineblätter
Aber hier ist der Fantasie wirklich keine Grenzen gesetzt!

Die Butter in einer Pfanne aufschmelzen lassen, bis sie flüssig wird. Die Kekse zu Pulver reiben (geht wunderbar in der Kaffeemühle). Dann die beiden Zutaten miteinander in einer Schüssel vermischen und das Gemisch auf den Boden der Kuchenform gut andrücken und eine halbe Stunde im Kühlschrank erkalten lassen. Die Gelatine in kaltem Wasser aufweichen. Den Joghurt mit dem Zucker mit Hilfe eines elektrischem Schneebesens vermischen. In einem Topf 4 EL Joghurt erwärmen und die ausgewrungenen Gelatineblätter hinzugeben und gut unter ständigem Rühren auflösen lassen, dann vom Feuer nehmen,  noch etwas mehr Joghurt hinzugeben und weiterhin gut verrühren und dann alles gut mit dem  Rest Joghurt vermischen. Die Sahne dann soweit steif schlagen, dass sie die gleiche Konsistenz des Joghurt hat, etwas zuckern und dann immer mit Hilfe des elektrischen Schneebesens unter den Joghurt mischen. Das Gemisch abschmecken, dann auf dem Keksboden verteilen und ca. 2-3 Stunden kaltstellen. Am besten über Nacht. Danach gibt es mit der Marmelade und der Gelatine erstmal  die gleiche Prozedur: Ein paar Löffel Marmelade in einem Topf aufwärmen, die aufgeweichte Gelatine hinzugeben, gut verrühren, dannvom Feuer nehmen und die restliche Marmelade hinzugeben und nochmal gut miteinander verrühren.  Dann die Marmelade gleichmäßig  auf der Joghurt-Sahne-Schicht verteilen. Noch eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Fertig.

12.09.2013

CARPACCIO AL FORNO CON PARMIGIANO E ROSMARINO (Fleischauflauf mit Parmesan und Rosmarin) & Apfel-Karotten-Paprika-Rohkostsalat





Wie süß! ….es gibt nicht nur  das Kochbuch „Cucchiaio d’ argento“, der Silberlöffel, sondern auch  „Il cucchiaino d‘ argento – 100 pappe e piattini golosi“: Das Silberlöffelchen – 100 Breis und schmackhafte Tellerchen.., es konnte einfach nicht in meiner Sammlung fehlen. Und allein wegen diesem Rezept war es schon seine Investition wert (aber ist das bei einer Kochbuchmanie nicht immer so?).
Man kann es Carpaccio-Fleisch nennen oder auch „Straccetti“ in Rom, das Prinzip ist das gleiche: es handelt sich um hauchdünn in Scheiben geschnittenes, mageres Rindfleisch, das sowohl gebraten, als roh auf der Zunge zergehen müsste. Hier üblich, da oben im Norden wohl weniger habe ich mir sagen lassen. Schade aber! Also, falls trotzdem jemand einen italienisch angehauchten Fleischermeister kennen sollte, bitte ausnutzen und sich solch‘ ein Rindfleisch zubereiten lassen. Der Rest ist ganz einfach.
Man braucht für 4 Personen:

  • 600g Crapacciofleisch
  • 100g geriebenen Parmesankäse
  • 1 TL Rosmarinnadeln
  • 3 El Olivenöl extravergine
  • Salz

Den Ofen auf 180° vorheizen. Den Parmesan zusammen mit dem Rosmarin feinmixen.  Dann in einer ausgeölten Gratinform, die Fleischscheiben ausbreiten, dass sie sich an den Rändern auch etwas überschneiden. Mit der Parmesanrosmarinmischung bestreuen, leicht salzen und darüber kommt dann wieder, das Fleisch, etc. Mit der Parmesanrosmarinmischung beenden, salzen, etwas Öl drüber und ab in den Ofen mit Alufolie bedeckt für 20 Minuten. Anschließend Alufolie entfernen und nochmal 10 Minuten in den Ofen.
Das Fleisch wie einen Auflauf aufschneiden. Und nun das Tolle: es wird ganz viel leckere, helle Sauce geben mit der man Fettuccine oder Ravioli anmachen kann (sollte dann noch mit Parmesankäse abgeschmeckt werden!). Eine Wonne.

Den Rohkostsalat verdanke ich meiner Mutter und indirekt dem Nachtzug Rom-Wien. Dort haben sie ihn ihr nämlich ins Abteil gestellt und sie hat mich gleich angerufen und gesagt: „Ach, dieser suessaure Salat schmeckt so lecker!" Ich kannte diese Kombi noch nicht und bin begeistert davon. Und (für 4 Personen) außer:

  • 1 großem Apfel (geschält, enthäust)
  • 4 mittelgroßen Möhren (geschält)
  • 2 kleinen, roten (koennen auch gruen oder gelb sein!) Paprika (gut gewaschen, und enthäust, und eventuelle weiße Fäden entfernt.)
  • Olivenöl extravergine, Salz (zum Anmachen)
  • braucht man halt nur noch eine Küchenmaschine, die gut  zerhackt. Ansonsten schmeckt es  nicht so! 
 Auch Rohkostbanausenfreundlich.

08.09.2013

COUSCOUS- TOMATEN und TOZZETTI SALATI (Salzige Tozzettikekse) und einen Blick auf die campagna romana...



COUSCOUS- TOMATEN
Eine meiner ersten Besuche, wenn ich bei meiner Mutter in Wien bin gilt einer Buchhandlung am Rochusmarkt. „Buch und Kunst“, heißt sie, wo Mangelexemplare verkauft werden und ist eine Fundgrube u.a. für viele, viele GU Kochbücher zum halben Preis. Und so viele tolle Kinderbücher! Auch zum halben Preis.
Diesmal gab es allerdings noch nicht dieses kleine Kochbuch, aus dem dieses Schnellrezept stammt.  Und ausnahmsweise habe ich – woanders - etwas tiefer in die Tasche gegriffen. Was sich gelohnt hat. „Expresskochen Vegetarisch“von Martina Kittler, passt gerade richtig in diese Phase meines Lebens (auch wenn man bei mir beim Grillabend vor 2 Tagen gewiss nicht vegetarische Sympathien ansehen konnte).
Diese Couscous-Tomaten gibt es nun schon seit einiger Zeit bei mir einmal in der Woche.

Zutaten:

4 große Fleischtomaten (ca. 275 g eine)
Eine halbe Zwiebel (Originalrezept: 3 Frühlingszwiebeln)
2 Handvoll entsteinte schwarze Oliven (Originalrezept: 50g)
175g Instant-Couscous
60g geriebenen Parmesankäse
2 EL Philadelphiakäse (Originalrezept: 2 EL Creme fraiche)
Salz / Pfeffer
(Originalrezept: ½ TL abgerieben Schale von einer Biozitrone)
200g Sahnejoghurt
5 Stiele Petersilie
Olivenöl für die Form

Den Ofen auf 200° vorheizen (Umluft 180°). Die Gratinform einfetten. Tomaten waschen, und einen schmalen Deckel abschneiden. Aushöhlen und in einer Schüssel das Tomatenfleisch und den Saft auffangen. Bitte darauf achten aber das grüne, innere Stielende in der Tomate zu entfernen, was den Genuss von Tomaten wegen der Hölzernheit immer beeinträchtigt. Das Tomatenfleisch zerkleinern und mit den kleingehackten Oliven und der feingehackten Zwiebel mischen, dann kommt der Parmesankaese hinzu, der Phildalphia, das Couscous und das Salz, damit die Tomaten in der Backform füllen und den Deckel wieder draufgeben. 20 Min.  in der Ofenmitte garen. In der Zwischenzeit  den Joghurt mit der gewaschenen und kleingehackten Petersilie, Salz und Pfeffer anrühren und „mit den Couscous Tomaten servieren“. 
Steht als Ende im Originaltext und koennte ich auch nicht besser schreiben. :-)

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TOZZETTI SALATI (Salzige Tozzettikekse)

Eigentlich sind diese Trockenkekse in ihrer traditionellen Version süße Kekse und werden in Dessertwein eingetunkt und sind sehr beliebt, wenn es ein bisschen kälter geworden ist…doch in den letzten Seiten meines Kochbuches „ LA CUCINA DI ROMA E DEL LAZIO“ von Maria Teresa di Marco und  Marie Cecile Ferre (deren Blog heisst: www.lacucinadicalycanthus.net und ist wunderschön!!!) gibt es nach der Beschreibung der traditionellen Küche das letzte Kapitel, das „Rimescolando“ heisst  -  „Umgerührt“ - wo einige dieser Rezepte leicht verdreht oder exotisch angehaucht werden. Und dort habe ich diese Apertifkekse entdeckt, die gewiss nicht zum letzten Mal gebacken wurden!

Zutaten:
250g Mehl
150 geriebenen Pecorino- romano- Käse (ein harter, sehr salziger Schafkäse, der nur gerieben verwendet wird)
Salz/Pfeffer
150g geschälte Haselnüsse
2 Eier
60ml Olivenöl extravergine
Backpapier
½ Pack. Trockenhefe (also für 250g Mehl)

Ofen auf 180° vorheizen. Bitte gut lesen, denn ich habe hier direkt das Umgekehrte geschafft: 
Von den Haselnüssen eine Handvoll beiseite geben und den Rest grob im Mixer hacken. Dann geht es so weiter: die Eier mit dem Käse und dem Öl zusammenrühren und das Gemisch mit dem Mehl und der Hefe und den Nüssen– den gehackten und ganzen – einer Prise Salz und Pfeffer zusammenkneten. Auf dem Backpapier eine oder 2 Schlangen ausrollen, Durchmesser ca. 7cm und 30 Minuten backen. Dann rausnehmen, etwas abkühlen lassen, in Scheiben schneiden – manche mögen es auch in Querscheiben – und die Scheiben noch mal 10 Minuten bei 160° nachbacken. 
Mmmmhhhh, mit einem Glas kühlem Weisswein…und einem Blick auf die campagna romana....