19.04.2013

Lasagne alla crema di zucchine e scamorza (Lasagne mit Zucchinicreme und Scamorzakäse)




Dieses Rezept war Liebe auf den ersten Blick als ich die Märzausgabe der Kochzeitschrift “La cucina italiana“ durchblätterte.  Ausnahmsweise habe ich hier mal etwas abgeändert, meine Version ist  noch schneller zuzubereiten als im Originalrezept (das ich aber auch in " ( ) " angeben werde) und ich habe auf den Speck verzichten wollen. Bei mir also vegetarische Lasagne.


  • 600ml Milch (1,15ml)
  • 35g Maizena (Maismehlstärke) (70g)
  • 3 EL geriebenen Parmesankäse (30g)
  • 450g Zucchini
  • 400g Scamorzakäse (220g)
  • 200g Lasagneblätter
  • 60g geschälte Mandeln (Pistazien)
  • 6 Minzeblätter
  • 3 EL Zitronensaft
  • Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl extravergine
  • (100g Speck in feinen Scheiben)

Die Zucchini putzen, waschen und im Dampfkocher weichdünsten.  In der Zwischenzeit 500ml Milch mit etwas Salz und Pfeffer zum kochen bringen; die restlichen 100ml mit Maizena zusammenmixen und in die Milch mit dem Schneebesen rühren und 1 Minute aufkochen lassen. Dann vom Feuer nehmen und den Parmesankäse hineingeben, umrühren und zur Seite stellen. Den Ofen auf 180° vorheizen. Die Zucchini mit etwas Salz, der Minze, den Mandeln und dem Olivenöl und etwas von dem Kochwasser der Zucchini zu einer feiner Creme mixen. Den Scamorzakäse  in feine Scheiben schneiden. Die Auflaufform mit Butter ausfetten. Dann mit der Schichtung anfangen: Eine Schicht Lasagne, darauf die Milchcreme, dann die Zucchinicreme und dann den Scamorzakäse, und dann wieder eine Schicht Lasagne, etc. .  Mit Lasagne und mit der Milchcreme beenden. In den Ofen schieben und 20 Minuten backen. Ich möchte bei trockenen Lasagneblättern empfehlen , diese 3 Minuten in heißem Wasser vorzukochen.Was Scamorza überhauptist findet man hier.

Und nun zu der Zeitschriften- bzw. Edelversion: 

Lasagne al pesto di zucchine, speck e scamorza 
(Lasagne mit Zucchinipesto, Speck und Scamorzakäse)

Hier sollen die Zucchini laengs in Schieben geschnitten  und auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt werden. Salzen, pfeffern mit Öl beträufeln und die Minzblätter drauflegen und ab in den auf 180° vorgeheizten Ofen für 25-30 Minuten. Dann mit den Pistazien, dem Zitronensaft, etwas Wasser und Salz zusammenmixen. Das Pesto ist entstanden.
Den in feine Streifen geschnittenen Speck mit etwas Olivenöl in einer Pfanne 2 Minuten anbraten. Und den Scamorzakäse schälen (Ich liebe die Schale und …wasche sie :-)) und dann reiben. 
Der Rest wie oben.

15.04.2013

TACCHINO AL LIMONE & TORTA DELLA NONNA (Truthahnbraten mit Zitrone & Omakuchen)





Der gemeinsame Nenner dieser beiden Gerichte, abgesehen, dass sie im Augenblick gut auf den Sonntagmittagstisch passen? Genau! Zitrone!
Die Idee zum Truthahnbraten kommt aus einem Kochbuch von Slowfood, das ich bei Eataly praktisch geschenkt erstanden und das ich sehr gerne habe, da die Rezepte je nach Saison zusammengefasst sind. Dagegen der Kuchen..tja, dieser Kuchen ist sehr beliebt und wird auch von den meisten Konditoreien zu jeder Jahreszeit hergestellt. Die Basis ist ein Mürbeteig und die sogenannte „Crema pasticcera“ , übersetzt Konditoreicreme, eine Eiercreme, die selbst gerne von denjenigen gekocht wird, die ansonsten nicht einen Löffel in der Küche anrühren würden. Es wird gemunkelt, dass dieser Kuchen ursprünglich aus Ligurien stammt, wohl wegen der Pinienkerne. A propos Pinienkerne…ich weiß jetzt auch nicht mehr, wo ich das aufgeschnappt habe…ich glaube in einem Dokumentarfilm im Fernsehen. Einer der Gründe, warum Pinienkerne so viel kosten ist nicht, dass es so wenige davon gibt – Pinienzapfen können hier auch einem  einfach auf den Kopf fallen! –  sondern in den letzten Jahren wegen einem Parasit, der die Reifung der Kerne hemmen  kann,  und weil  es einfach auch eine sehr aufwendige Arbeit sie herauszupulen und diese immer weniger Firmen diese verrichten.

Tacchino al limone
  • Truthahnbrust 900g
  • Saft von 2 Zitronen
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Rosmarinzweige
  • Olivenöl extravergine
Das Fleisch mit dem Zitronensaft beträufeln, salzen, pfeffern und dann wie die Küchengötterhier zusammenrollen, in eine Auflaufform geben, Olivenöl darüber geben und mit dem Rosmarin in den auf 180° vorgeheizten Ofen schieben. 2 Stunden braten, drehen hin und wieder mit dem eigenen Saft beträufeln . DER Braten  schmeckt auch bei Zimmertemperatur besonders gut und mit Senf. Ich habe als Sauce dazu den Bratensaft mit etwas Wasser verlängert und auch mit dem Rosmarin zusammenpürier t und  nochmal mit Salz abgeschmeckt.

 Torta della nonna



Ich habe verschiedene Rezepte in vergangenen Monaten ausprobiert. Am besten hat mir dieZubereitung hier gefallen, auch weil man keine Backform dazu gebraucht. Ich habe allerdings anstatt weißem Zucker, Rohrzucker verwendet, was das ganze allerdings weniger „Omahaft perfekt“ hat bekommen lassen und damit meine ich das es etwas gröber geworden ist. Ich werde also lieber die Originalzutaten hier aufschreiben:

Crema pasticcera
  • 500ml Milch
  • 150g Zucker
  • 50g Mehl
  • 4 Eigelb
  • Gerieben Schale einer Biozitrone
  • ½ Tüte Vanillinzucker
  • 1 Prise Salz
Man braucht einen Topf mit einem dicken Boden, damit die Creme nicht anbrennt. Dann 400ml Milch aufsetzen aufsetzten. Die restliche Milch mit dem Mehl und dem Zucker zusammen mixen und dann den 400ml unterrühren. Auf niedriger Flamme unter Rühren eindicken lassen, was ca. 40 Minuten dauert. Dann von der Flamme nehmen und die Zitronenschale, das Vanillin und die 4 Eigelb hinein rühren und auskühlen lassen.

Mürbeteig
  • 500g Mehl
  • 250 Butter
  • 250 Zucker
  • Geriebene Schale einer Biozitrone
  • 1 Prise Salz
Alles zusammenkneten und eine halbe Stunde bedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.
Anschließend den Teig  teilen und jeweils zwischen 2 Blättern Backpapier ausrollen, so dass man 2 Kreise von jeweils 26cm Durchschnitt ausstechen kann. Eine Hälfte mit dem Backpapier drunter auf das Backblech geben,  mit der Creme bestreichen aber 3 cm vom Rand freilassen. Dann mit einem bestimmten Akrobatenbewegung  mit dem zweiten Kreis bedecken und die Ränder mit den Fingern nach oben krempeln und anschließend mit einer Gabel andrücken. Die Pinienkerne oben drauf verteilen und dann das Ganze für 30 Minuten in den auf 180° vorgeheizten Ofen schieben.  Auskühlen lassen und Puderzucker darueber sieben.
Buona domenica!








08.04.2013

LA SCAFATA (DI TONINO) - Dicke Bohnensuppe (von Tonino)





Dicke Bohnenzeit!!! Der Frühling ist wieder da…wenigstens auf dem Kalender. Aber auch durch die Gegenwart der frischen dicken Bohnen, die wieder die römischen Märkte überschwemmen. Die Bedeutung des „Tempo delle fave“  in der ewigen Stadt kann man hier bei mir nachlesen. Was heute kommt ist eine Saisonsuppe, die tatsächlich nur in diesen Wochen zubereitet werden kann, denn außer den frischen dicken Bohnen, kommen noch Frühlingszwiebeln und Artischocken hinzu. Das Rezept kommt aus einem der schönsten Kochbücher über die Küche Roms und des Latiums, das ich mir in den letzten Jahren angeschafft habe „La Cucina di Roma e del Lazio“ von Maria Teresa di Marco und Marie Cécile Ferrè (Guido Tommasi Editore, 2012);  Und um noch genauer zu sein aus der Küche  der„Osteria del contadino“ des Ortes  Giulianello di Cori.

  • 4-6 geputzte Artischocken
  • 300g frisch dicke Bohnen („scafate“ , entschotet)
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 3 große Kartoffeln
  • Olivenöl extravergine
  • Salz, Pfeffer
  • Frischgeriebener  Pecorinokäse (optional)

Die Frühlingszwiebeln putzen, kleinhacken und im Topf in Olivenöl und etwas Wasser anfangen weich zu braten. Die Artischocken achteln, die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden.  Die dicken Bohnen zu den Zwiebeln hinzugeben und mit Wasser auffüllen  und 20 Minuten köcheln lassen. Dann kommen  Artischocken und Kartoffeln hinzu und wieder mit Wasser auffüllen bis das Gemüse bedeckt ist, weitere 20 Minuten weichkochen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit geriebenen Pecorinokäse und Olivenöl und frischem Bauernbrot servieren.