17.11.2013

2 x Rohkostvorspeisen mit Brokkoli und Zucchini & etwas mehreren Kalorien ...



Es gibt Leute, die gehen zum Ernäherungsberater um zuzunehmen und dann die anderen - wohl die Mehrzahl: endlich gehöre ich mal einer an!  -, die das gegenteilige Problem haben. Während ich also auf meine persönlich zugeschnittene Diät warte um die 13 überflüssigen Kilos loszuwerden, wird also nochmal so richtig reingehaun, u.a. mit diesen 2 «stuzzichini»  ... salzigen Naschereien: der Brokkoli wurde mir zum ersten Mal so in Berlin vor die Nase gehalten (Danke, Janet!) und war nach dem ersten, skeptischen Blick und Biss im Nu weg, die Zucchini dagegen hat mir (m)eine (beste) Freundin empfohlen und sie haben sich ausserordentlich gut bewährt.

1) Rohe Brokkoli mit Erdnuss-Honigsauce

Für 3 Handvoll gewaschene Brokkoliröschen mischt man eine Sauce zusammen - muss aber dann jeder am Ende selber etwas abschemcken - aus ca.:

3 EL Rapsöl oder Sesamöl oder ? (auf jeden Fall kein Olivenöl!)
3 (üppigen) EL Erndussbutter
2 EL Honig
1 ausgepressten Knoblauchzehe
2 EL Sojasauce
Salz/Pfeffer (zum Abschmecken)

Um die Sauce etwas aufzulockern habe ich sie mit etwas Wasser emulgiert - irgendwann ist mit Kalorien dann doch auch bei mir spontan Schluss! .
Die Röschen damit bestreichen und dann versuchen auf einem Teller alles so attraktiv wie möglich zu gestalten ( was  den Schwierigkeitsgrad dieser Zubereitung um einiges steigt..).

2) Rohe Zucchinischeiben mit Mayonnaise-Thunfischsauce

Früher schaufelte ich begeistert Thunfischmayo-Tomatentramezzini in mich rein. Heute nicht mehr, denn Thunfisch - der richtige und gute und umweltfreundliche- kostet halt doch eine ganze Menge und vielleicht ist es besser allgemein weniger davon zu kosumieren: Darf man guten Gewissens noch Thunfisch essen? 
Aber ich wollte dieses Nichtrezept unbedingt ausprobieren und habe also in Biothunfisch investiert und eine besonders gute Biomayonnaise und damit eine Thunfischmayonnaise mit dem Zauberstab angemischt und freigiebig auf ca. 1 cm hohe (recht frische) Zucchinischeiben  geschmiert. Vermutlich lässt eine gute Thunfischmayonnaise auch den sperrigsten Holzspan eine Delikatesse erscheinen ... doch rohe Zucchinischeiben sind eine viel bessere Alternative!

03.11.2013

Chai-Kürbissuppe & Fenchel-Tomaten-Ofengemüse


Wieder ist viel Zeit seit meinem letzten Eintrag vergangen.  Kleinkind, Vollzeitberuf und den Rest vom Alltag (d.h. Waschmaschinen, sich mit der täglichen Bürokratie auseinandersetzen und den verschiedenen Demos - auch in diesem Sinn ist Italien ein heisses Land  - , die die römische Innenstadt immerzu überschwemmen, dass man sogar mit dem Kinderwagen gezwungen ist Umwege einzuschlagen um irgendwie nach Hause zu kommen, usw.) sind nun mal energieraubend. Aber ehrlich gestanden, wenn ich Zeit habe investiere ich sie am liebsten in ein Lächeln vom süssesten Wesen, das es für mich gibt. Auch in Küsschen, viele!
Da das Wesen und ich eigentlich nur 3Stunden am Tag miteinander verbringen und mindestens die erste draufgeht wieder sein vollkommenes Vertrauen - und Ruhe.... - zu erlangen, ist Kochen schon seit längerem zweitrangig geworden, was aber noch lange nicht bedeutet, dass ich auf gutes Essen verzichte. Aber ich komme nun mal nicht mehr so oft zum Experimentieren wie vorher.
Falls sich eine Jungmama in meiner Situation befindet und nicht immer sicher ist, wie Prioritäten zu setzen sind, möchte ich gerne mit dem Link einer amerikanischen Kinderpsychologin, den mir meine beste Freundin (DANKE!) zugeschickt hat, weiterhelfen. In diesem Artikel gibt es meiner Meinung nach wirklich gute Tipps (ist nur halt auf englisch), wie man das Wiedersehen am Abend mit den Süssen am besten für alle gestalten kann: http://www.ahaparenting.com/parenting-tools/family-life/Arsenic-Hour
Aber wie gesagt, auf gutes Essen verzichte ich nicht gerne und von daher gebe ich sehr gerne diese 2 schnellen aber gute Zubereitungen weiter: eine amerikanische «Chai-Kürbissuppe» und voici,enfin une création «Lorbeerkrone», ein Ofengemüse, das uns sehr schmeckt  und einfach im Handumdrehen gemacht ist. Und weil ich schon dabei bin möchte ich mich gerne bei 2 treuen «leblosen» Gefährten bedanken, die mir mein Leben besonders leichter machen: mein Sony E-reader und vor allem: mein Ofen!!!!

Chai-Kürbissuppe

Dieses Rezept wurde in einem downgeloadenten amerikanischen Kochbuch aufgestöbert, das «Six-Ingredient Solution» heisst. Ich liebe Chai-Tee und mache ihn meistens auch ohne das Yogitea-Tütchen (wer nicht wissen sollte um was es geht: Chai-Tee ist der indische Nationaltee: sagen wir schwarzer Tee, der auch direkt in 1/2 Milch 1/2  Wasser ausgekocht wird mit einem Haufen Zucker, Kardamom, Zimt und Ingwer) aber Teetütchen und Kürbis, ja geht das denn??? Und wie!

Dazu braucht man:

ca. 1,5 Kg Kürbis (Butternut wäre ideal) ungeschält
3 Schalotten
2 EL Butter
1 EL (Braun-)Zucker
1 Teebeutel Chaitee (falls nicht vorrätig: 1/2 TL gemahlenen Zimt, 1 TL getrockneten und gemahlenen Ingwer,1/2 TL geriebenen Kardamom)
Salz
3 EL Creme fraiche (bei mir war es Philadelphiakäse....Hauptsache es ist keine saure Sahne!)

Den Kürbis schälen, in Stücke schneiden. In einem Topf die geschälten und kleingehackten Schalotten in Butter weichdünsten, den Kürbis hinzugeben, mit Wasser aufgiessen, dass der Kürbis gerade so mal bedeckt ist, dann kommt der Zucker und etwas Salz hinzu und der Teebeutel «Chai» und das ganze bedeckt weichkochen. Den Teebeutel entfernen und alles pürieren, die Ceme fraiche hinzugeben und mit Salz abschmecken. Viel Spass!

Fenchel-Tomaten-Ofengemüse

Vor ein paar Jahren hatte mal Auberginengemüse mit Minze nachgekocht. Das Prinzip hier ist ungefähr das gleiche: Die Brotbrösel kochen im Ofen mit dem Gemüse mit und so entsteht eine Art Creme, die Tomaten geben dem Fenchel durch ihre leicht säurliche Süsse den richtigen Kick.

Die Porportionen ind 4/5 Fenchel; 1/5 Tomaten:

Fenchel
Tomaten
Salz
Olivenöl extravergine
Brotbrösel

De Fenchel putzen, in Ringe schneiden und waschen, Die Tomaten waschen und in kleine Stücke schneiden.  Das Backblech mit Bachpapier auslegen, darauf das Gemüse mit Salz und leicht mit Brotbröseln bestreuen, darüber das Olivenöl giessen. Gut durchmischen und ab in den Ofen für mindestens eine halbe Stunde. Dazwischen hin- und wieder durchmischen. Ist wirklich ein sehr gemütliches Fenchelgemüse!