05.12.2014

Scarole imbottite (gefüllte Endivien) & 2 tolle Links: Gesundheit zum Trinken und selbstgemachte Schleckereien zum weihnachtlichen Verschenken

Da mir vor 2 Wochen buchstäblich die Decke auf den Kopf gefallen ist - anscheinend weil die Stadt Rom so pleite ist, dass die unterirdischen Abflußrohre nicht mehr gewartet werden können...es kann aber auch sein, dass mein Nachbar von oben mir damit einen Bären aufgebunden hat und er selber die Überschwemmung auf seinem Balkon verursacht hat -  war ich in den letzten Wochen extrem mit Sorgen und Putzen beschäftigt. Zum Blogpflegen gibt es daher weniger Zeit als sonst aber jetzt drängt es mich wieder etwas zu veröffentlichen, vor allem weil mich auch 2 interessante Webseiten angeschrieben haben:
http://www.erlebnisgeschenke.de/lecker-schenken/ : hier kann man leckere, selbstgemachte Weihnachtsschnickschnackideen  finden und es gibt Gesundes zum Trinken bei www.SmoothieWelt.com - vielleicht kriegt man auch vor Weihnachten und vor allem danach dadurch Lust mal einen Tag zu fasten!

Das Rezept, das ich hier preisgeben möchte ist anscheinend auch ein Weihnachtsklassiker, vor allem in Kampanien, in Neapel und Umgebung! Ich liebe diese gefüllten und im Ofen gebackenen Endivien, von denen ich jahrelang gehört aber sie am Ende nur einmal vor 5 Jahren auf einem Hochzeitsempfang genossen habe. Siesind mir allerdings seitdem in Erinnerung geblieben.
Als ich nun vor 2 Wochen auf Porta Portese war, dem Sonntagsflohmarkt in Rom, und so die Titel auf den Bücherständen durchflog bin ich auf ein entzückendes Kochbuch aus dem Jahr 1991 gestoßen: « I sapori del sud ( Geschmack des Südens)» - ohne Fotos aber mit einer Sammlung wunderbarer Hausfrauen -, und Restaurantrezepten, zusammengetragen von einem Ehepaar, Rita und Mariano Pane, das in jenen Jahren in einer der schönsten und ältestenVillen von Sorrento
, die Villa Tritone, italienischen und internationalen Jet set  empfing. Die Villa wurde anscheinend 2012 an eine russische Milliardärin verkauft, doch die Rezepte sind so auch mir geblieben.
Dieser gefüllte Salat gehört in die Weihnachtszeit und vor allen   Heiligabend.



 
Scarole imbottite

2 grosse Winterendivien (oder 4 mittelgrosse)
150g entkernte, schwarze Oliven
75g Salzkapern (gewaschen)
75g Pinienkerne (ohne geht es leider nicht)
75g Rosinen (in Wasser aufgeweicht)
5 Basilikumblätter
150g Brotbrösel
2 Knoblauchzehen
Olivenöl extravergine

Den Salat gut waschen, die hässlichen Aussenblätter entfernen, und in einer grossen Pfanne mit einer Knoblauchzehe, einem Glass Wasser und 2 EL Olivenöl 10-15 Minuten auf mittlerer Flamme sanft weich garen.In einer anderen Pfanne in 4 El Öl die andere Knoblauchzehe weich braten und sobald sie golden ist entfernen und mit 3/4 der Brotbrösel in der Pfanne ersetzen; die Brotbrösel anbraten lassen, dann kommen hinzu die entkernten Oliven (ich hacke einen Teil); die gewaschenen Kapern, die Rosinen und die Pinienkerne; alles gut miteinander vermischen und am Ende noch die kleingehackten Basilikumblätter hinzugeben. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen; dann vorsichtig die Salatherzen mit dem Brotbröselmix füllen, aneinander geschmiegt in eine Backform geben und mit dem Rest der Brotbrösel bestreuen und dann 20-25
 Minuten im Ofen backen. Vielleicht auch eine vegane Alternative zum Thanksgivingtruthahn?



28.10.2014

IRISCHE KÜRBISSUPPE - vegane Version & MOSTARDA DI CAROTE E SEDANO CON SCAGLIE DI PARMIGIANO (Karotten und Stangensellerie in Senfsauce mit Parmesanflocken)


 

IRISCHE KÜRBISSUPPE - vegane Version

In eine Kürbissuppe habe ich bislang schon alles Mögliche geschmissen. Selbst Teebeutel! Aber auf das einfachste kommt man mal wider dann doch nicht von alleine, dafür musste ich wieder auf die Wochenbeilage von der Zeitschrift "La repubblica" warten und auf ein Rezept von Chef Kumalè, der dort in seiner Rubrik Zubereitungen aus aller Welt vorstellt. Dieses ist eigentlich eine irische Kürbissuppe, an der ich allerdings dann einiges geändert habe und die trotzdem sehr, sehr gut geschmeckt hat: die Hühnerbrühe wurde mit Gemüsebrühe ersetzt und die Sahne zum Verzieren ist weggeblieben.

Das Rezept gilt für 4 Personen:

750g gesäubertes Kürbisfleisch
2 Äpfel
ca. 1 lt Gemüsebrühe
1 mittelgrosse Zwiebel
5 mittelgrosse frische Salbeiblätter
evtl. Salz zum Abschmecken
3 EL Olivenöl (im Originalrezept mit 1 EL Butter)

 Die Zwiebel schälen, in feine Scheiben schneiden und im Topf anbraten bis sie weich sind; dann die geschälten und in Stücke geschnittenen Äpfel hinzugeben, den Kürbis - auch in Stücke geschnitten - und die gewaschenen Salbeiblätter und alles mit der Brühe aufgießen und alles ca. 30 Minuten weichkochen lassen und am Schluss alles zusammenpürieren und mit Salz abschmecken. Warm servieren. Mein Mann mag Brotcroutons dazu. Mir reicht auch eine Scheibe.

MOSTARDA DI CAROTE E SEDANO CON SCAGLIE DI PARMIGIANO (Karotten und Stangensellerie in Senfsauce mit Parmesanflocken)

Eigentlich lese ich die Klassiker-Zeitschrift " La cucina italiana" schon seit vielen Jahren nicht mehr, die Rezepte sind mir zu umständlich für das Resultat aber nun gab es eine schöne Sonderausgabeüber der Verwendung von Gewürzen. Diese Zubereitung ist unglaublich einfach aber lässt sich als kleine Vorspeise auch bei etwas raffinierteren Menüs gut verkaufen. Ist aber nicht vegan!


Für 4-6 Personen:
400g Karotten
400g frischen Stangensellerie (grüner Teil)
400ml Wasser
200g Zucker
1 TL zermahlene Senfkörner
150g Parmesankäse (oder Grana Padano) am Stück

Die Karotten putzen, schälen und quer in längere, ca. 3-4mm dicke, Scheiben schneiden; den Sellerie waschen und auch quer in 2-2,5cm lange Stücke schneiden. Dann in einem Topf auf mittlerer Flamme ca. 40- 50Minuten garen bis der Großteil der Flüssigkeit verdunstet ist (gerne am Ende nochmal richtig aufheizen) und etwas Sirup zurückbleibt. Dann die zermahlenen Senfkörner hinzugeben und abkühlen lassen. Pro Person reichen 2-3 EL Gemüse als Portion. Reichlich mit einem Scheibenschneider Parmesanflocken darüber geben. 




07.10.2014

Gefüllte Paprika nach griechischer und Kulfi nach italienscher Art


...oder 1 1/2 Klassiker auf veganisch. Gut, ich habe eine Schwäche für gefülltes Gemüse und überhaupt Füllungen. Das muss noch so eine Art Nachhall der Überraschungseier aus meiner Kindheit sein und Erinnerung an meine frühe, wo besonders viel ungarisch gekocht wurde. Noch dazu diese Tomatensauce, die ihre Süsse durch das Auskochen der Paprika bekommt und in denen man die Salzkartoffeln schön zermatschen konnte..hmmm. So ähnliches Wohlbefinden hat man auch bei dieser veganen Abwandlung eines griechischen Klassikers, die ich im Buch «Cucina vegana» von Deborah Gray gefunden habe. Wie gesagt ein schönes veganes Kochbuch, wo viele Rezepte zwar  traditionelle Zubereitungen sind, aber nicht einfach nur Fleischzutaten durch Tofudingsbums ersetzt werden. 




Gefüllte Paprika nach griechischer Art

4 grosse Paprika (bei mir waren es 8 kleine)
3 El Olivenöl extravergine und Öl zum Bestreichen der Peperoni
1 geschälte und kliengehackte Zwiebel
1 geschälte und kleingehackte Knoblauchzehe
180g Vollkornreis
550ml Gemüsebrühe
3 EL  Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
1 Handvoll Petersilie am Stiel
2 1/2  TL getrocknetes Origano
200 g geriebene Mandeln (oder Walnüsse im Originalrezept)
2 EL Zitronensaft
1 Prise Zucker
Salz und Pfeffer
2 EL Brotbrösel
1/2 TL geriebene Schale einer Biozitrone
1 EL geröstete Sesamsamen

In einem Topf das Öl erhitzen und darin den Knoblauch und die Zwiebel weichbraten, dann den Reis hinzugeben und 450ml Brühe und 2EL Tomatenmark, das Lorbeerblatt, die Petersilie (aber nicht hacken, denn sie wird am Ende wieder rausgefischt) und 2 TL Origano und alles auf niedriger Flamme 40Minuten köcheln und vielleicht noch etwas Wasser hinzugeben, falls es zu trocken wird; dann das Lorbeerblatt und die Petersilie entfernen, dem Reis die Nüsse hinzugeben, den Zitronensaft und Zucker und mit Salz und Pfeffer abschmecken.. Den Herd auf 175° vorheizen. Die Paprika waschen und dann den oberen Teil als Deckel abschneiden, das Gehäuse entfernen, eventuell nochmals auswaschen, trocknen, aussen mit dem Öl leicht einschmieren und der Reis-Nussmischung füllen. In eine Auflaufform geben; eventuell Zahnstocher verwenden um den Deckel wieder auf der Paprika zu befestigen. Die restliche Brühe mit dem Toamtenmark und dem restlichen Origano vermischen und um die Paprika giessen. Die Brotbrösel mit der Zitronenschale und dem Sesam vermischen und auf die Paprika streuen und 30-40Minuten im Ofen weichgaren. warm servieren.

Kulfi (nach italienscher Art)

Es gab schon lange nichts mehr Süsses bei der Lorbeerkrone aber bei dem Durchlesen dieses Rezeptes fiel mir ein, dass ich es schon einmal in Orginalform vor vielen, vielen Jahren in einem indischen Restaurant in London probiert hatte. Damals war ich so jung, dass ich mich gewundert hatte, dass es auch wohl auch leckeres Eis in Indien gab und nicht nur in Italien!!! Meine Version ist eine Abwandlung des Rezeptes, welches immer noch aus dem Kochbuch von Deborah Gray stammt und  ersetzt die Pistazien mit Pinienkerne und Zitronenschale. Ich werde beide Versionen angeben.

Kulfi

125g Pistazienkerne ohne Schale (bei mir 100g Mandeln; 25g Pinienkerne)
1 EL feingeriebene Mandeln
450 ml Mandel- oder Sojamilch
200ml Kokosmilch
100g Puderzucker (bei mir Agavensyrup)
1/2 TL geriebener Kardamom
1 TL Vanillemark
(1 TL geriebene Zitronenschale)
frisches exotisches Gemüse (bei mir Trauben)

Die Pistazienkerne in der Küchenmaschine grob zerkleinern. 3/4 zur Seite tun und den Rest weiter zu Mehl verarbeiten. Dann in einer Schüssel alle Zutaten - ausser dem Obst! - miteinander vermischen und zum Gefrieren in das Gefrierfach stellen. Bei mir wenigstens, denn ich habe keine Eismaschine - mit all den Eisläden bei uns in der Nähe verspüre ich nicht das Bedürfnis danach. Mindestens 4 Stunden gefrieren lassen und dabei jede Stunde mit einer Gabel gutverrühren um die Eiskristalle zu brechen. Anschliessend in die gewünschnten Förmchen geben und endgültig gefrieren lassen. 10 Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierfach nehmen und mit dem zubereiteten Obst servieren.





25.09.2014

Exotisch? Gado Gado in Barcellona und bulgarisches Chiadessert


Immer noch vegan. Es hat seine Gründe, u.a. dass ich mich viel besser fühle und mit mehr Energie als zuvor. Heisst, dass ich weniger Kalorien zu mir nehme oder dieses leichte Diätshungergefühl mit mir durch den Tag schleppe? Nein, ich fresse Chips, trinke Bier und naschen kann man auch. Halt nur anders. Und vor allem habe ich jetzt öfter spontan Lust auf frische Obst und Gemüse als vorher, wo ich es mir eher aufzwang. Diese vegane Variation von einem indonesischen Salat mit Erdnussbutterdressing habe ich nun schon einige Male nach unserer Heimkehr aus den Ferienwochen in Barcellona ausprobiert, wo meine Mutter in einem kleinen, feinen Asienrestaurant - thailändische und indonesische Spezialitäten - eben einen Gado Gado Salat bestellte. Der Name war mir nicht unbekannt, aber bislang hat es mich noch nicht nach Indonesien verschlagen um das Urding zu probieren und in Rom gibt es kaum gute asiatische Küche ausser ein paar Japanern...warum auch?! Aber das ist ein anderes Thema und ich will wieder auf Gado Gado und Barcellona zurück (übrigens hiess auch der das kleine, nette Restaurant im lebhaften Viertel Gracia genauso wie der Salat; hier der link), von daher war ich sehr zufrieden, dass meine Mutter bereit war sich  Neuigkeiten hinzugeben während ich mich auf einen altbekannten Klassiker wie PadThai versteifte, den ich seit Jahrzehnten nicht gegessen hatte. PadThai war gut, aber der asiatische Kohlsalat war himmlisch! Im Netz findet man viele Variationen aber da meine Vorgehenesweise zuhause wirklich weit entfernt von dem Rezept ist, das ich in meinem veganen Kochbuch von Deborah Gray gefunden habe, gebe ich beide Versionen an.

Gado Gado - Orginal vegan (aus «500 ricette vegane»  von Deborah Gray)

Gemüse

2 mittelgrosse Tomaten
2 karotten geputyt und geschnitten a la julienne
200g gruene Bohnen, geputzt und kleingeschnitten
200g Chinakohl grob kleingehackt
150g sojasprossen
2 gekochte mittelgrosse Kartoffeln
5 Blätter grünen Salat
100 g Gurken, geschält und in Stäbchen geschnitten
220g harten Tofu

Für die Sauce
5EL Erdnussbutter
4 EL Wasser
1/4 Zwiebel kleingekackt
1/2 Koblauchzehe, gepresst
1 EL Rohrzucker
5 EL Sojasauce
3 EL Reisessig
1 EL gestrichen süsse Paprika

Die Karotten und Bohnen  abbrühen,  sie sollen noch kanckig bleiben, 10 Sekunden auch den Kohl und die Sprossen abbrühen; die Tomaten in Scheiben schneiden; auch die Kartoffeln. die Salatblätter längs aufschneiden und anrichten; darauf das restliche Gemüse geben. In einer Pfanne das Tofu golden anbraten und darüber geben.
Für die Sauce: Alle Zutaten miteinander vermischen und mit Salz abschmecken.
Für den Salat: Einfach die Sauce kurz vor dem Servieren darübergeben.

Und nun mein Gado Gado:

Sojasprossen, Kohl, Karotten, Gurken und Tomaten bleiben roh und viel Sauce darüber!


Chia-Schichtdessert

Tja..und nun zu Chiasamen; meine beste Freundin lag mir schon seit Monaten damit in den Ohren, doch wollte ich es nicht so ganz wahrhaben, wie gut sie schmecken und wie praktisch es ist, dass diese Zauberkörnchen   - schon beinahe wie in Hogarths, wenn Harry Potter mit seinen Freunden beim Abendessen ist - von selber ausquellen und zu einem der besten Fruchtpuddings werden, die ich kenne. Natürlich ist meine Version recht vereinfacht im Vergleich zu dem Schichtdessert, das ich im Restaurant «Happy Sushi» im japanischen Garten des Hotels Kempinski in Sofia probiert habe...manno was für eine Aufregung: es gab mehrere Verbotsschilder an der Türe: nicht nur Hunde haben da keinen Einlass, sondern man darf auch keine Waffen dabeihaben!

Fruchtpudding
500ml Mangosaft
75g Chiasamen

Milchcreme
500ml Reismilch
5EL Reismehl
1 Messerspitze Kurkuma
1/2 TL Vanillemark
4 EL Rohrzucker

Hinzu
Kleingeschnittenes, frisches Obst
Evtl. Marmelade (etwas säuerliche sollte es sein, z.B. Pflaumenmarmelade)
Kakao zum Bestreuen

Am besten 11/2 -  2 Stunden die Chiasamen im Saft aufquellen lassen; für die Creme die Reismilch langsam aufkochen lassen und alle dazugehörigen Zutaten hineinmischen und unter Rühren eindicken, evtl Pürierstab miteinbeziehen. Dauert ca. 30 Minuten. Abkühlen lassen.

In Gläsern schichten: bei mir war es erst der Chiapudding, dann die Marmelade und das Obst, die Creme und anschliessend wurde alles mit Kakao bestreut.

«Schmeckt, ist aber zu gesund», meinte mein Mann.




09.09.2014

Cucina vegana: Rucola-Tomaten-Nuss-Salat & Quinoaklöße mit Ingwer ... mit einer kleinen Werbung...

Da ich mich in einer vegan-sympathisierenden Kochphase befinde habe ich mich sehr darüber gefreut ein kleines aber sehr feines italienisches Kochbuch mit dem Titel: «Cucina vegana - Vegan genießen auf italienische Art» (Pala Verlag, 2010, Darmstadt) aufzustöbern, das 2010 sogar als Kochbuch des Jahres vom Vegetarierbund Deutschland e.V. (www.vebu.de) ausgezeichnet worden ist. Die Autorin Heike Kügler-Anger hat einen kleinen Schatz veganer, doch zugleich italienischer Rezepte angehäuft, die ich erst mal recht skeptisch durchgelesen habe, doch von denen ich beim Hineinlesen und  nach dem Ausprobieren verschiedener recht begeistert bin. Eingeladen wird man auf den Seiten von der Autorin auf einen Spaziergang durch die campagna (auf 's Land), denn die Rezepte sind in bukolisch klingende Sektionen gesammelt: «Im Olivenhain»; «Im Gemüesegarten» (wo ich mich am liebsten herumtreibe) oder «Von Feld und Acker» und alle italienischen, vegane Klassiker wie Pizza und Pasta werden vegan aufgerollt ohne ihre Zugehörigkeit der italienischen Tradition einzubüßen. Da dieses Kochbuch keine Fotografien enthält bleibt auch der Stress weg: warum sieht es auf meinem Teller denn nicht so apart aus? Ausserdem wiegt es viel weniger, hat sehr schöne Schwarz-Weiss-Zeichnungen und auch die Einführung von Heike Kügler-Anger in ihre italienische Küche, als auch in die vegane, sind warmherzig, ehrlich und informationsreich. Dieses Buch ist kein fetter Glanzbrocken, sondern eine kleine Schatztruhe für vegane Kochbegeisterte mit Schwäche für die italienische Küche.
Ich habe mir eine Salatzubereitung ausgesucht, die wir gleich 2 Abende nach dem anderen gegessen haben weil sie sehr lecker war - wenn auch etwas abgewandelt aber das kommt gleich. Hinzu möchte ich auch ein Rezept von Marco Bianchi, italienischer Fernsehstar und Krebsforscher - loswerden, entnommen seinem Buch «Talismano del mangiar sano» («Der Talisman des gesunden Essens»), das wirklich sehr gesund sehr gut Fleischbouletten auf dem Teller ersetzen kann: Quinoaklößchen mit Ingwer.




Rucola-Tomaten-Salat mit Nüssen

100g  zerkleinerte Haselnusskerne (Originalrezept: 40g Pinienkerne / 80g Walnusskerne)
150g Rucola
4 Tomaten
1 Handvoll Basilikumblätter

Für das Dressing
1 gestrichenen TL Salz
3 EL Weissweinessig
3 EL Olivenöl extravergine ( Originalrezept: Sonnenblumenöl kommt hinzu...aber das ist nicht so italienisch...)
4 EL Wasser

Die Rucola waschen, trocknen  und auf einem Servierteller verteilen; die Tomaten waschen und in feine Scheiben und auf der Rucola verteilen. Die Nüsse in der Pfanne kurz anrösten, das Basilikum waschen und kleinhacken und über den Tomaten verteilen, die Nüsse darüberstreuen; für das Dressing alle Zutaten zu einer Sauce anrühren und großzügig über den Salat verteilen.
 

Quinoaklöße mit Ingwer

2 Karotten
1 Porreestange
1 TL frisch geriebenen Ingwer
Salz, Pfeffer
250g Quinoa
Olivenöl extravergine
Brotbrösel zum Panieren
Backpapier
Mixer

Quinoa, wie auf der Packung angegeben weichkochen: meistens heisst das, Quinoa gut zu waschen und dann etwas im Topf anzurösten und anschliessend in Salzwasser ca. 15 Minuten weichzukochen. Abgiessen und auskühlen lassen. In der Zwischenzeit die Karotten schälen, kleinhacken, den Porree säubern und ebenfalls kleinhacken. In einer Pfanne mit etwas Olivenöl das Karotten-Porreehack weichbraten und mit Salz und Pfeffer abschmecken und auch auskühlen lassen. Den Ofen auf 200° vorheizen. Das Backblech mit dem Backpapier belegen. Das Quinoa in einem Mixer noch etwas kleinmixen, dann gut in einer Schüssel mit dem Gemüse und dem Ingwer vermischen, flache Bouletten-artige Klöße formen, in den Brotbröseln wenden und auf das Blech geben,  in den Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Vor dem Servieren auskühlen lassen, denn bei Zimmertemperatur schmecken sie besonders gut. Beinahe fettfrei sind sie noch hinzu. Zum Thema Quinoa bitte hier lang.
 

31.08.2014

Mit Kurkuma: ein Kartoffelsalat & eine Orangeade

«Eine Eintagsfliege?» oder «Gelb, Gelb, Gelb ist alles was hier ist» , aber dann habe ich den heutigen Titel doch lieber Lorbeerkronisch-klassisch gehalten. Dass Zeit verfliegt ist keine Neuigkeit..aber das es sooo schnell geht erstaunt mich wieder. 3 Monate sind seit meiner letzen Meldung vergangen.
Aber ganz abgetaucht bin ich nicht und möchte mich nun schnell (gleich  versuche ich noch den Wien-Tatort auf der ARD-Mediathek zu sehen....), sogar mit einem eigenen Kartoffelsalatrezept zurückmelden. Dass Kartoffeln und Pfefferminz gut zusammenpassen weiss ich schon seit ein paar Jahren, dank einer Reise nach Apulien und gewisser Kartoffelkroketten, aber dass Kurkuma auch noch gut dazupasst - nun, dass ist mir selber eingefallen. Naja, nicht ganz, eigentlich hat eine meiner Schwägerinnen ganz stolz ihre Ofenkartoffeln präsentiert, wesentlich gelber als sonst und auch sehr lecker. „Ich mache jetzt alles mit Kurkuma“, meinte sie, „es soll krebsvorbeugend sein.“  Meine Schwägerin ist Biochemikerin und kocht hauptsächlich und sehr, sehr gut italienisch. Also wenn sie so ein gelbes Inder-Pulver auf ihre „patate al forno“ streut, dann nur weil sie tiefgehendere Studien gemacht hat. Bei meinem Kartoffelsalat ist das Kurkuma aber u.a. gelandet, weil ich erstmal angefangen hatte die Kartoffelstückchen mit Minze, Essig, Salz und Olivenöl anzumachen...aber irgendetwas fehlte. Und dann sind mir die Kartoffeln meiner Schwägerin eingefallen und nach Jahren des Nachkochens mal eine Eingebung, die ich gerne mitteilen möchte, denn es schmeckt einfach gut!
Die Kurkuma-Orangeade stammt aus der letzten Brigitte
(falscherweise als Limo bezeichnet, denn Zitronen sind nicht dabei) und wird als  „schmeckt und schützt die Zellen“ angepriesen. Nix wie dran.


Kartoffelsalat mit Minze-Kurkuma-Dressing

Für ca. 700g  (halbwegs, denn die italienischen Kartoffeln tun es halt nicht so!)
festgekochte Kartoffeln:4 EL Olivenöl extravergine
1 TL Kurkumapulver
3 EL Weissweinessig
1 Handvoll gewaschene und kleingehackte, frische Minze
Salz, Pfeffer zum abschmecken.

Für das Dressing alle Zutaten ausser den Kartoffeln zusammenmischen. Die gepellten Kartoffeln in mundgerechte Stücke schneiden. Kartoffeln mit dem Dressing vermischen.

„Limo mit Ingwer und Kurkuma“ (Originaltitel)

30g Ingwer hacken und mit 1 TL Kurkumapulver, 2 EL Agavendicksaft und 250ml Orangensaft pürieren und mit Sprudelwasser verlängern
.



13.05.2014

Italienisch vegan…nach Tradition und „Fusion“


 Am Sonntag hatte ich nach langer Zeit Mal wieder richtig Spaß beim Kochen. Erstes Mal hat beim 2. Anlauf ein Rezept geklappt, das ich eine Woche zuvor vermasselt hatte (und es hat mich wegen den guten Steinpilzen schon etwas geärgert!) und zweites habe ich einfach Spaß daran vegan zuzubereiten und auszuprobieren. Wenn man möchte ist es eine Art Abenteuerfahrt im Küchenalltag, abgesehen davon, dass ich mich körperlich besser fühle. In der Zwischenzeit habe ich mich durch Internet und Bücher allerdings hier und da über die ernährungswissenschaftliche Aspekte einer veganen Ernährungsweise  kundig gemacht und möchte darauf hinweisen, dass man auch auf den Internetseiten beim deutschen PETA  (People for the Ethical Treatment of Animals") Verein die wichtigsten Infos dazu finden kann (z.B. Vitamin B12 Mangel).

Aber jetzt zu den Rezepten.

Verdure ripiene all’antica e patatine novelle (Ofengemüse von einst und Frühlingskartoffeln)





Diese Zubereitung habe ich der Regionalküchenkochbuchreihe (ein Zungenbrecher?), und um genau zu sein, dem Band “Liguria” (Ligurien),  entnommen, welche vom derzeitigen Masterchef-Starkoch Alessandro Cracco mit der Tageszeitung Corriere zur Zeit einmal in der Woche im Zeitungskiosk zu finden ist. Nach ein paar Jahren Jagd alltagsfähiger Rezepte in der Landschaft der italienischen Regionalküche habe ich festgestellt, dass nur ein paar ganz bestimmte italienische Regionalküchen eine Ernährungsweise wiederspiegeln, die unter dem Deckel „mediterrane Diät“  weggepackt  werden kann…eigentlich hauptsächlich die toskanische und die ligurische Küche. Nicht, dass man nicht überall in Italien wirklich gut essen könnte, denn man tut es, was auch nach wie vor ein Grund ist warum ich es liebe hier zu sein aber die gesunden Rezepte müssen schon vom ganzen Stiefel zusammengekratzt werden. Wer in Italien mit italienischen Familien am Strand in der heißen Augustsonne gesessen hat, weiß, dass sie im Stande sind große Portion frittiertes und ausgebackenes Zeugs in sich hineinzuschaufeln. Von daher schaffe ich mir eben sehr gerne Kochbücher an die sich mit diesen beiden Regionalküchen beschäftigen, denn meistens finde ich immer noch, für mich,  interessante Rezepte, obwohl mein Kochbuchregal etwas nach Sauerstoff schnappt.

Auf 500g Gemüse (grosse Zwiebeln, Melanzani und Zucchini: weil man die einfacher aushölen kann) kommen als Füllung
20g getrocknete Steinpilze
ca. 60g Toastbrot
½ kleine Knoblauchzehe (darf wirklich nicht zuviel sein, sonst übernimmt er geschmacklich das Kommando)
Salz
Pfeffer
1 kleine Kartoffel (als Eiersatz)
Hafer- oder Resimilch um das Brot und die Pilze einzuweichen
Frühlingskartoffeln nach Belieben
Olivenöl extravergine

Das grob geputzte Gemüse (und der kleinen Kartoffel, die als Eiersatz dient) gut waschen (soll noch nicht aufgeschnitten sein) und in leicht gesalzenem Wasser 15-20Minuten weichkochen. Die Steinpilze kurzwaschen und dann in der Milch mit dem Toastbrot 10 Minuten aufweichen.In der Zwischenzeit den Ofen auf 180° vorheizen. Eine grosse Backform (es sollen dort das halbierte Gemüse, was bei den Zwiebeln allerdings vielleicht nicht nötig ist,  und die Frühlingskartoffeln mit etwas Platz tummeln können) mit Olivenöl ausfetten.
Sobald das Brot und die Steinpilze weich sind, aussieben und in eine Schüssel tun, wo hinein auch noch die ausgepresste Knoblauchzehe kommt. Dann das Gemüse aussieben, vorsichtig entsprechend halbieren (wenn es etwas abgekühlt ist) und das innere Fruchtfleisch entfernen und dieses in die Schüssel mit dem Brot und den Pilzen tun, hinzu kommt noch die kleine, geschälte Kartoffel. Etwas salzen und pfeffern und zu einer dicken Creme mit einem Pürierstab pürieren. Das auszufüllende Gemüse in die Backform geben und mit der Steinpilzfüllung füllen. Gerne etwas reichhaltig, großzügig…dann kommen die gewaschenen Frühlingskartoffeln hinzu. auch die etwas salzen und dann ab in den Ofen für 30-40 Minuten, bis die Kartöffelchen auch schön gar sind und sich eine schöne Kruste auf dem Gemüse gebildet hat.

Riso Venere con verdure croccanti e salsa al curry (Venusreis mit knackigem Gemüse und Currysauce
für 2-3 Personen )





Gegessen in einem Schickimickibistrot im Viertel Monteverde in Rom (“LITRO” – man bezahlt halt auch die Ideen und das Ambiente…allerdings ist tatsächlich am reichhaltigen Weinangebot, der Qualität der Zutaten nix auszusetzen… falls man auf dem Gianicolo – meiner Meinung einem der schönsten Aussichtspunkte Roms – landet und dann mal sehen möchte, was der einheimischen Bevölkerung  mit Mitteln gastronomisch so gefallen kann auf jeden Fall einen Besuch wert) und sofort zu Hause nachgebaut, nach dem Motto was ein Bengale und ein Inder in der Küche eines Modecafés in Rom anstellen können.

250ml  Kokosmilch
3 EL milden Curry
Salz
Sonnenblumenöl (2EL)
400g Gemüse á la Julienne (auf jeden Fall 1/3 sollte Weisskohl oder Rosenkohl sein, dann Karotten und Zucchini – keine Zwiebeln)
250g Venere Reis ( Venusreis…ist schwarz und um was es dabei geht findet man HIER)

Den Reis nach Packungsangabe knackig in Salzwasser kochen (darf nicht weich sein!!!), dann eine Wokpfanne mit etwas Sonnenblumenöl richtig heiß werden lassen, das Gemüse hinzugeben und den Curry und etwas Salz, 5 Minuten sautieren, die Kokosmilch hinzugeben und 100ml Wasser, nochmals 4-5 Minuten sautieren, das auch alles gut vermischt ist und die Sauce warm ist. Dann von der Flamme nehmen und nebeneinander servieren.

23.04.2014

Kürbis-Tomaten-Nudeleintopf aus Marseille & Frittierte Artischocken


Kürbis-Tomaten-Nudeleintopf aus Marseille
Chef Kumalé*  beschreibt dieses Rezept als eine traditionelle Suppe der 60er Jahren aus Marseille, wo sich viele Pied-noirs („Algerienfranzosen", die ab 1962 nach Frankreich auf Grund des wütenden Unabhängigkeitskrieges aus Algerien zurückkehrten), niederließen.  Diese Zubereitung soll noch heute in den Familien überleben.
Erstaunlicherweise: traditionell und vegan, genauso wie die frittierten Artischocken…mmmhhhh!
Leider habe ich nichts bezüglich der Suppe in den französischen Blogs ergooglen können, von daher liegt mein ganzes Vertrauen in Chef Kumalé (das tut es schon seit vielen Jahren).

Für die Suppe (4-5 Personen) braucht man

250g Kartoffeln
250g Kürbisfleisch
100g Vermicelli-Nudeln (zerbrochene Spaghetti tun es auch)
3 Tomaten
2 Zwiebeln
Saft einer ½ kleinen Zitrone
1 Handvoll frische Minzeblätter
1 Handvoll frischer Basilikumblätter
2,5 l Wasser (oder leichte Gemüsebrühe)
Olivenölextravergine
Salz

Ok, das ganz sollte natürlich traditionsgemäß in einem Steinguttopf zubereitet werden…aber in einem normalen, größeren Topf geht es auch. Kartoffeln waschen und schälen und würfeln, auch das gewaschene Kürbisfleisch würfeln, Zwiebeln putzen und kleinhacken, die Tomaten waschen und in Stücke schneiden und alles 15 Minuten auf kleiner Flamme dünsten, dann mit dem Wasser (oder der Brühe) aufgießen und 25 sanft köcheln lassen. Wenn das Gemüse weich ist, pürieren, wieder aufsetzen und die zerbrochenen Nudeln darin weichkochen. In der Zwischenzeit das Basilikum und die Minze feinhacken. Wenn die Nudeln weich sind, vom Feuer nehmen und die Gewürze hineinrühren und mit Zitronensaft und Salz nochmals abschmecken. Ein feiner Eintopf für die Frühlingszeit!

Frittierte Artischocken (für 3 mittelgrosse / grosse Artischocken)
Um es vegan zu halten habe ich für die Zubereitung des Teigmantels kein Ei verwendet, sondern nur Mehl, Wasser und etwas Salz.

Für den Teigmantel
4-5 EL Mehl erst mal mit
1 Prise Salz und
150ml kaltem Wasser gut anrühren – am besten mit einem  Pürierstab – damit es keine Klumpen gibt
und eventuell noch mehr Wasser hinzugeben oder Mehl bis der Teig soll dickflüssig wird.

Die Artischocken
Die 3 Artischocken müssen wie ab hier angegeben gut geputzt werden und dann geachtelt; von den Innenblättern die hellroten Spitzen der Blätter abschneiden und den Bart entfernen (wichtig: das Messer sollte kurz und scharf sein, auch wenn ich vor kurzem eine Freundin bewundert habe die meisterlich – aber sie ist auch eine große Artischockengeniesserin – mit einem Frühstücksmesser die Knospen geputzt hat!); Auch die Stiele können, wenn gut von der harten Aussenhaut befreit in längere Stückchen geschnitten mitgebraten werden. Die geputzen Artischockenstückchen in einer Schüssel mit Wasser und etwas Zitronensaft aufbewahren, damit sie nicht zu sehr anlaufen, d.h. schwarz werden.

Alles zusammen
Eine Wokpfanne oder grössere Pfanne mit Olivenöl bedecken und erhitzen, die Artischockenstückchen, durch den Teig gezogen und dann knusprig in der Pfanne von beiden Seiten anbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, nochmals leicht salzen und mit einer Zitronenscheibe servieren.



*Chef Kumalé ist ein italienischer Journalist, der eigentlich Vittorio Castellani heisst und sich mit internationaler Küche beschäftigt mit einer Wochenrubrik in der Wochenzeitschrift IL VENERDI, die freitags mit der Tageszeitung LA REPUBBLICA erscheint: http://www.ilgastronomade.com/

09.04.2014

Tagliolini con carciofi e guanciale (Eiernudeln mit Artischocken und Speck) & Veganer Schokopudding




Sind schon wieder so viele Tage spurlos ohne einen Post von mir verschwunden? Wo sind sie geblieben….zum Teil in der Frühjahrsmüdigkeit, die mich auf das Sofa geklatscht hat, sobald sich Gelegenheit dazu ergab. Viel zu selten eigentlich. Doch was bringt der römische Frühling noch hinzu mit sich? Das - einst wilde -  Lieblingsgewächs der Römer: Artischocken. Dieses Jahr bin ich auf die Stoppeldinger versessen wie noch nie zuvor.  Bei dem Verzehr werde ich oft alleine gelassen – auf jeden Fall zu Hause – habe sie aber trotzdem bisher schon in allen möglichen Formen genossen: carciofo fritto alla giudia (frittierte Artischocke nach jüdischer Art), in der Pfanne frittierte Artischocken im Teigmantel und dann diese Pasta, die ich zum ersten Mal vor 2 Monaten in einem neu eröffneten Restaurant in der Nähe von Campo de‘ fiori probiert habe. Eine saisonerweiterte Abwandlung der „Pasta alla gricia“ sozusagen. Sowas von gut! Die Pasta war selbstgemacht und ich war mit meiner Entscheidung schon zufrieden, schade nur, dass der Preis eindeutig etwas zu hoch war. Für 2 Pastateller, 2 Desserts, ½ Flasche Rotwein, 1Liter Wasser und eine Kinderportion Nudeln mit Parmesankäse und ungemütlich eng sitzen haben wir 58Euro ausgegeben, zuviel…trotz der selbstgemachten Tagliatelle und Tagliolini. (Wem die leichte Überteuerung und Unbequemlichkeit  nichts ausmachen sollte – qualitätsmässig gab es nichts auszusetzen, vor allem für diese Touristengegend: wir waren hier.)
Vor kurzem dachte ich – trotz veganer Vorsätze – mal wieder an diese Pasta und auf einmal waren in meinem Kühlschrank:  frische Tagliolininudeln aus einem Pastaladen, 2 Artischocken und 2 schöne, fette Scheiben durchwachsener Speck.  Alles für mich alleine. Es wären aber auch gut 2 Portionen gewesen. Für diese Zubereitung bitte Eiernudeln verwenden!






Tagliolini con carciofi e guanciale 
(Eiernudeln mit Artischocken und Speck)

Für 2 Personen

180g. frische Eiernudeln
50g durchwachsene Speckscheiben
1 Knoblauchzehe
50ml Weiß-  oder Rotwein
Salz
3 EL geriebenen Parmesankäse
2 EL geriebenen Pecorinokäse
2 EL Olivenöl extravergine

und das wichtigste von allem habe ich doch glatt vergessen:
2 - 3 Artischocken (je nach Grösse)

Die Artischocken putzen (z.T.  wie hier angegeben), d.h. von harten Außenblättern und stechenden Spitzen und den inneren Haaren befreien und achteln, auch den Stiel gut abschälen und in Scheibchen schneiden. In einer größeren Pfanne (wo nachher auch die Pasta hineingegeben werden kann) in 1EL Olivenöl erstmal die geputzte Knoblauchzehe anbraten, dann die Artischockenscheiben hinzu geben, etwas anbraten und dann mit Wein ablöschen, etwas salzen und noch etwas Wasser hinzugeben.  Deckel drauf und es dauert ca. 20-30 Minuten bis die Artischocken weich sind. In der Zwischenzeit den Speck in grobe Scheibchen schneiden und in einer kleinen Pfanne mit 1 EL Olivenöl knusprig braten und die Pasta in leicht gesalzene weichkochen ( bitte hier einen größeren Topf verwenden und zu 2/3 mit Wasser auffüllen: frische Pasta, bzw. Eiernudeln wachsen mehr an als die Hartweizennudeln aus dem Laden) und abgießen und etwas Kochwasser beiseite geben. Die abgegossene Pasta mit Speck und dem ausgelassenen Fett in die Pfanne mit den Artischocken geben und alles auf mittlerer Flamme gut auch mit dem Käse vermischen und um die Sauce cremig zu haben eventuell etwas Kochwasser der Pasta hinzugeben. Sofort servieren.



Veganer Schokopudding
pro Person

Fleisch von ½ reifer Avocado
1 EL ungesüßtes Kakaopulver
2 EL Zucker
1 TL Espressokaffee
4 EL Hafer- , Soja-, Mandel-, oder Reismilch
1 Erdbeere zum verzieren

Ich hatte schon davon hier und da gelesen und munkeln gehört. Stand der ganzen Angelegenheit aber äußerst kritisch gegenüber bis ich es nicht selber ausprobiert habe: Avocado zusammenpüriert mit Kakaopulver und Zucker, wenn man dann noch einen TL Espressokaffee  hineinrührt und eine Erdbeere draufsteckt, ist der Avocado vergessen und nur Schokopuddi
ng bleibt übrig. Gut, der Genuss muss  in einem engeren Zeitrahmen stattfinden (innerhalb von ca.10 Stunden). Alle Zutaten zusammenpürieren und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Nach Rezept.  Ich muss zugeben, dass ich die Creme schon vorher nasche und oft auch Süßstoff für die Zubereitung verwendet habe um einen Pudding zu haben, der noch weniger Kalorien hat. Passte auch! Alternativ zum Kaffee: 1 Spritzer Zitronensaft.

14.03.2014

Aus Absicht beinahe vegan und ein bisschen Cote d‘Azur: Kohlaїoli



Vor vielen Jahren saß ich in einem kleinen Restaurant in Aix-en-Provence und sah mit Neugierde einer Riesenportion Aїoli provençal entgegen, was dort bedeutete gekochte Kartoffeln, Zucchini und Karotten auf einem Teller und oben drauf ein gedünstetes Fischfilet und ein hartgekochtes Ei: extra hinzu ein mittleres Schälchen Knoblauchmayonnaise.
Es war die reinste Wonne, es war Sommer, es waren Ferien und wer hätte so etwas Leckeres erwartet.

Nun hat diese vegane Kohlzubereitung – vor allem ein Haufen Gemüse mit einer Art Knoblauch-Mayonnaisecreme – bei mir ein ähnliches Gefühl hervorgerufen…aber halt mit viel, viel weniger Kalorien!
Ich hätte mir  auch nicht gedacht, dass mich meine kulinarischen Experimente aus Italien in vegane Gehege führen würden aber auch auf Grund meiner Pfunde zu viel,  finde ich es nun mehr sehr aufregend aus praktisch Nix viel herzuzaubern, das gesund ist und vor allem schmeckt.
Es handelt sich  bei diesem Riesenteller Kohl mit Tofumayo um eine Abwandlung von einer Abwandlung von einem Rezept aus Deborah Grays Kochbuch „500 vegan dishes“, anscheinend noch nicht ins Deutsche übersetzt, was meiner Meinung eigentlich sehr schade ist. Aber man kann auf Amazon etwas darinumsonst, auf englisch, herumblättern.


Hier also mein Kohlaїoli (Achtung: es besteht tatsächlich Abhängigkeitsgefahr) für 2 Personen


Kohlgemüse
800g geputzten Kohl (Wirsingkohl, Brokkoli, Weisskohl, etc.)
1 kleine geschälte Zwiebel, kleingehackt
1 Knoblauchzehe, geschält und feingehackt
1 EL Olivenöl extra vergine


Falsche Mayonnaise
1 Pckg. Silken Tofu (Seidentofu, ein sehr weicher Tofukäse)
4 EL Sonnenblumenöl
2 EL Honigsenf (oder entsprechend mit Senf und Honig abschmecken)*
1 EL Essig
Salz zum abschmecken
30 ml Wasser


Hinzu kommt, um es in eine Knoblauchmayonnaise zu verwandeln:
1 TL granulierter Knoblauch
½ TL geriebene Muskatnuss
etwas Pfeffer


+ 2 EL Mandelsplitter zu Garnition


Zubereitung
In einem großen Topf das Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch weichbraten, den Kohl hinzugeben und auf niedriger Flamme das Gemüse gedeckt weichbraten/ dünsten und nur soviel Wasser hinzugeben, dass nichts anbrennt.
In der Zwischenzeit mit einem Mixer alle Zutaten für die falsche Mayonnaise zusammenmixen. Den Kohl auf tiefe Teller verteilen, grosszügig darüber die Sauce und die Mandelsplitter und servieren.
Für das französische Aїoli provençal verweise ich gerne auf diesen (französischen) Blog.


PS:  11-04-2014: Jetzt ist mir eben aufgefallen, dass Honig nicht gerade vegan ist: von daher bitte entsprechend für vegan mit Senf und Zucker abschmecken

25.02.2014

Es orientelt immer noch, diesmal vegan: Kleine Linsen-Curry Felafel im Ofen gebacken und ein Salat mit Sojadressing und Gomasio




…und das alles weil ich mich vor meinem Ernährungsberater irgendwie rechtfertigen musste, warum ich in den letzten 6 Wochen nicht abgenommen habe, sondern mein Gewicht gleichgeblieben ist. Aber ich wusste das…der Besuch meiner Mutter mit den Manner Schnitten und diesen ganzen Milkariesenschokoladetafeln mit Nougat-Nuss Füllung, der Zwergengeburtstag gleich zweimal gefeiert, Thüringer Leberwurst, die unerwartet ins Haus geflattert ist mit anderer deutscher Wurstware aus Thüringen unf frischer französischer Baguette (aus dem neuen Brotladen), Pizza, wenn´s mal schnell gehen soll. „ Sie sollten glücklich sein, dass ich nicht zugenommen habe!“, kam es mir ganz spontan über die Lippen. Aber hallo! Für 60 Euro pro Sitzung oder Behandlung oder wie immer man dieses Abmessen und Wiegen und mit irgendwelchen Elektroden behangen, dass man sich wie ein Weihanchtsbaum mit Ghirlanden fühlt nennen soll, möchte ich zukünftig für Nicht-Abnehmen nicht mehr bezahlen wollen.

Von daher war ich von diesen Ofenfelafel sehr angetan von denen mir meine beste Freundin  (Ciao! :-)) erzählt hat. Sie hat wirklich eine gute Nase für interessante Foodblogs und hatte dieses Rezept auf einem aufgestöbert mit dem süssen Namen „Manine in Pasta“ (Händchen im Teig), wo ein italienischer Papa mit seiner Tochter foodbloggt. Das Rezept wurde allerdings eine ganze Menge von mir abgewandelt, weil die Kügelchen praktisch zu kleinen Pingpongbällen erstarrt sind, nachdem sie abgekühlt waren.

Der Salat dagegen….der Salat geht auf meine japanisch-koreanische Fase zurück, als ich in Wien immer in einer gewissen japanisch-korenaische Restaurantkette essen wollte. Bis ich herausfand, dass ich dieses Dressing auch einfach zuhause nachbauen konnte.

Kleine Linsen-Curry Felafel im Ofen gebacken mit Jogurt-Knobauchsauce

(Ergebnis vom 2. Anlauf) Es ist ein netter Apertif, geht allerdings nicht ohne eine Sauce, wobei ich mich für eine klassische Jogurt-Knoblauchsauce entschieden habe. Im Rezept von „Händchen im Teig“ wurde ein Ei unter den Zutaten angegeben, darauf habe ich verzichtet, sondern als Bindemittel die Hälfte von einem kleinen Apfel verwendet. Auf diese Idee bin ich gekommen, weil ich mir ein kleines, veganes Kochbuch angeschafft habe, wo als Eierersatz für Ofenspeisen eine ½ Tasse pürierter Apfel angegeben war. Und mein Rezept ist nicht ausgesprochen kinderfreundlich, trotz der Blogherkunft!

Für die Felafel

200g rote Linsen (2 Stunden in Wasser aufgeweicht)
1 TL gemahlener Curry
1TL gemahlene süße Paprika
1 ½ TL Salz
150g gewaschene, geputzte und kleingeschnittene Zucchini
½ kleinen Apfel entkernet und geschält und auch in kleine Stückchen geschnitten
2 EL Olivenöl extravergine
ca. 120g Brotbrösel
½ Glas Leitungswasser

Für die Jogurt-Knoblauchsauce

150g Mageren griechischen Jogurt
5 EL Wasser
1 EL Olivenöl extravergine
½ kleine, gepresste Knoblauchzehe
1 TL Salz

Den Ofen auf 200°  vorheizen. In der Zwischenzeit für die Felafel sämtliche Zutaten – ausser den Brotbröseln im Mixer zu einer dicken Creme mixen; anschließend alles in eine Schüssel geben, die Brotbrösel hinzugeben, so dass ein Teig entsteht, der relativ leicht von Hand gehen müsste.
Nun auf einem Backblech mit Backpapier ausgelegt die kleinen Kügelchen verteilen (Pro Kugel = gut gehäufter TL Teig). 12 Minuten backen. In der Zwischenzeit  für die Sauce einfach alle Zutaten vermixen. Die Kügelchne schmecken am besten, wenn sie warm serviert werden.

Salat mit Sojadressing und Gomasio

Für das Gommasio möchte ich nochmal auf meinen Beitrag hier aufmerksam machen. Dieses Dressing schmeckt besonders gut mit grünem Blattsalat, Eisberg, Kopfsalat, man kann aber auch etwas Radicchio daruntermischen und anderes Gemüse.

Für einen grossen Teller Salat:

3 Handvoll gewaschenen und feingeschnittenen Salat
5 EL Sojasauce
2 EL Reisessig
4 EL Wasser
½ TL Puderzucker (bei mir Süßstoff)
Gommasio zum Bestreuen

Den Salat auf einem Teller anrichten. Das Dressing aus der Sojasauce, dem Reisessig, dem Zucker und Wasser zusammenmischen und darübergiessen. Mit Gommasio bestreuen.




29.01.2014

Bun Bo nam Bo à la Lorbeerkrone… einfache Diätvariation von einem vietnamesischen Reisnudelsalat





Vor etwas weniger als 20 Jahren war ich das erste und letzte Mal in meinem Leben in Vietnam und es war gastronomisch gesehen einer der schönsten Reisen meines Lebens. Angefangen hatte sie in einem, kleinen Suppenrestaurant in Ho-Chi-Minh-City, dem früheren Saigon, wo wir am ersten Tag nach unserer Ankunft  kritisch und etwas verängstlich von dem hygienischen Eindruck, dem Dreck auf dem Boden, der etwas oberflächlich abgewischten bunten Plastikdecke auf dem Tischchen, eigentlich eine der besten Rindernudelsuppen  unseres Lebens in uns hineinlöffelten.  Nach 3 Wochen hoch – und runter herumreisen , vor unserem Abflug landeten wir wieder in diesem kleinen Restaurant…und auf einmal stellten wir fest, dass es eigentlich  recht sauber war und dass die Rindsuppe (Pho) eine der besten war, die wir auf der Reise gegessen hatten.

Als wir in Hanoi ankamen, waren wir zum Glück schon etwas abgehärtet, so dass wir uns ohne zu großen Vorbehalte über jegliche Neuigkeit von „Streetfood“ erfreuen konnten…und dazu gehörte auch die Originalversion von diesem Reisnudelsalat, die etwas üppiger war als das, was ich hier vorstellen will.  Bei mir fehlten  hauptsächliche die getrockneten Zwiebeln und die Sojasprossen, der frische Chili, die Minze etc. aber trotzdem ist es ein leichtes Essen, sehr lecker auch in Wintertagen und vor allem…es passt super in meine Diät!


  • 200g  dünne Reisnudeln (Sojanudeln machen es auch!) 
  • 200g in dünne, kleine Scheiben geschnittenes Rindfleisch 
  • ca. 500g gewaschenen  und in sehr dünne Streifen geschnittenen Salat (Iceberg/aber auch Kopfsalat!) 
  • 2 EL zerstoßene, geröstete Erdnusskerne

     
Für die Sauce


  •  3 EL Öl (bei mir ist es meistens immer Olivenöl extravergine, kann aber auch was Sanfteres sein) 
  • ½ TL frischen, geriebenen Ingwer 
  • ½ TL Knoblauchgranulat 
  • 50ml Sojasauce 
  • 150 ml Wasser 
  • 3 EL Reisessig 
  • ½ TL Zucker


Die Fleischstückchen im Öl mit Ingwer und Knoblauchgranulat gut anbraten. Dann die restlichen Zutaten für die Sauce hinzugeben, durchmischen und leicht 10-15 Minuten köcheln lassen.
In den tiefen Tellern – mittlere Schüsseln sin noch besser – die Salatstreifen als einen Haufen anrichten.
In der Zwischenzeit auch die Nudeln entsprechend der Anweisungen auf der Packung gar kochen.
Absieben und auf die Teller verteilen. Die Rindfleischstückchen und die gute Sauce darüber verteilen und mit den Erdnusskernen toppen…und mischen… und genießen!

22.01.2014

Diätalltag: Crécy-Suppe (leicht) und ein Fenchel-Orangen-Apfelsalat






Im November habe ich zum ersten Mal einen Ernährungsberater besucht. Und bin mit dem Resultat eigentlich auch sehr zufrieden, denn trotz der Festwochen habe ich 3 Kilos abgenommen und das gut! Nicht, dass mein Bäuchlein gleich verschwunden wäre aber an Armen, Taille und was sonst noch so abgemessen wird, habe ich ganze Zentimeter abgenommen und fühle mich dementsprechend auch leichter. Überhaupt passt dieses weniger und gesünder Essen mir – und meinem Portemonnaie – ganz gut. Es ist auch keine Wunderdiät. An die glaube ich sowieso nicht. Es ist nun einfach mehr Gemüse essen und weniger Fett.  Stärkeprodukte sind vorhanden. Die Diättage und angegebenen Mengen entsprechen den Messungen meines Stoffwechsels (der ganz gut ist) von daher nix was ich hier wiedergeben sollte. Gesagt sei nur, dass ich den jungen Doktor beim Zusammenstellen meiner Diät darum bat, darauf zu achten, dass ich Mittags Brötchen essen darf. Und das darf ich: ein Vollkornbrötchen mit etwas magerem Aufschnitt und frischem Gemüse (was ich auch nicht hier verewigen muss.) und an diesem „Aufschnitt-Tag abends“: 100g Vollkorn Reis (oder Dinkel oder Kamutweizen oder Graupen) und 250g gekochtes Gemüse. Von daher war habe ich mich sehr über dieses Rezept gefreut, das mir meine Mutter als Geschenk von einer Freundin  in Form einer Fotokopie (mit noch ein paar anderen  -allerdings extrem weniger diättauglichen – Rezepten) zu Weihnachten mitgebracht hat. Leider weiß ich nun nicht aus welchem Kochbauch dieses Grundrezept stammt  (Ich habe es auch noch etwas leichter abgewandelt, werde aber beide Versionen angeben), doch wenn man googlet findet man unendliche Varianten von dieser klassischen, französichen „Potaschje“. Auf deutsch: eine Möhren-Reis-Suppe. (Und wer nicht googlen möchte: anscheinend schmecken die Karotten in der Gegend der beiden Städtchen Crécy-la-Chapelle und Crécy-en-Ponthieu besonders gut…auch wenn sie ca.250km von einander entfernt liegen.)


Die Salatidee dagegen stammt aus dem Kochbuch von Caterina Mosca „Le ricette del grande cerchio“, die Rezepte von dem vegetarischem Restaurant in Mailand „ Zum große Kreis“: AL GRANDE CERCHIO.



Crécy-Suppe


Nach dem Rezept (und in Klammern: nach mir):


  • 200g (bei mir 400g)
  • 100g (bei mir einen halben Esslöffel)
  • 2 Schalotten feingehackt ( bei mir 1 geschälte Knoblauchzehe und eine kleine geschälte Zwiebel)
  • 1 Prise Zucker (gab´s bei mir nicht)
  • Salz und Pfeffer (keinen Pfeffer)
  • 25g Langkornreis (100g Vollkornreis)
  • 1 frischer Thymianzweig (war zwar 1 Zweig aber schon etwas getrocknet)
  • 700ml Gemüsebrühe (1,5l)
  • Croutons (bei mir getoastetes Vollkornbrot, gewürfelt)
  • Kleingehackte Petersilie zum Servieren

Bei mir:


Bei mir wurden die Karotten geputzt und grob zerhackt und zusammen mit dem zerhackten Knoblauch und der zerhackten Zwiebel und dem Reis und der Gemüsebrühe und dem Thymian in einen Topf gegeben und ca. Minuten geköchelt bis alles weich war. Dann das Thymianästchen rausgenommen, Blätter drin gelassen. Alles püriert und dann wurde die Butter untergerührt und mit Salz abgeschmeckt und mit den meinen Croutons und Petersilie serviert. Das war´s.


Klassisch:


Die  Karotten in Scheiben schneiden.  4 EL Butter im großen, schweren Topf zerlassen. Schalotten, Karotten. Zucker und eine Prise Salz hineingeben, dann abdecken und auf ganz niedriger Stufe untergelegentlichem Rühren 10Minuten dünsten. Reis und Thymian unterrühren und die Brühe zugießen. Aufkochen, dann die Hitze reduzieren und 30 Minuten köcheln lassen.


Den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. ´Den thymianzweig entfernen und wegwerfen. Die Suppe in die Küchenmaschine gießen und zu einem glatten Püree verarbeiten. Die Mischung wieder in einen sauberen Topf geben und vorsichtig erhitzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die restliche Butter in kleinen Stücken unterschlagen. In vorgewärmte Suppenschälchen schöpfen, mit Petersilie und Croutons garnieren und servieren.


Fenchel-Orangen-Apfelsalat ... mit Ingwer
  • 1 mittlerer Fenchelknollen (geputzt und gewaschen)
  • ½  Orange (geschält
  • ½ Apfel (gewaschen)
  • Salz
  • Olivenöl extravergine
  • .... und 1 Messerspitze frischen, geriebenen Ingwer…..


Ich finde, dass bei solchen Salaten die Art Gemüse und Obst zu schneiden extrem wichtig ist und möchte empfehlen die Zutaten dünn zu schneiden.  Nett ist es alles geschichtet zu präsentieren und darüber gestreut Salz und den geriebenen Ingwer, alles mit einem „filo d´olio“ , wie die Italiener sagen, drüber…“einem Faden Öl“.



14.01.2014

4. Advent ....ist schon lange vorbei und olle Brötchen: "Polpette rosse al pane e prezzemolo" (Brotfrikadellen in Tomatensauce) & Kürbiskerne mit Soyasauce... zum Knabbern






Ich müsste jetzt bis nach Südtirol trockene Bohnen über die Strassen streuen und mich auf meinen Knien hinbewegen um Reue zu büssen...dabei hatte ich mich soo angestrengt mein Bloggelübde einzuhalten: Liebe Verena, entschuldige, dass ich mich erst jetzt für die schönen 4.Adventsgeschenke bedanke, die Du mir geschickt hast! Ein Buchsandwich mit echtem Schüttelbrot als Belag! (Ich habe mich auf eine sehr nette Wichtelaktion eingelassen,  von from-Snuggs-Kitchen organisiert...ob ich da auch noch nächstes Jahr  mitmachen darf?)

Die Kochbücher sind von den 3 Autoren und Köchen: Heinrich Gasteiger, Gerhard Wieser und Helmut Bachmann und heissen vielversprechender Weise: "33x Südtiroler Klassiker" & "Feine Küche für alle Tage" (Hmmm...)
Und ja, ich habe mit dem neuen Jahresbeginn auch wieder mal Blogoutfit gewechselt...das macht mir richtig Spass!
Aber kommen wir nun zu den Zubereitungen, die ich gerne hier lassen möchte. Diese Brotfrikadellen in Tomatensauce können auch fleischige Nicht-Vegetarier echt reinlegen! Wer italienische Hausfrauenküche kennt, weiss, dass die Bouletten in Tomatensauce sehr beliebt ist -  allerdings im Grossteil des Stiefels ohne Nudeln!
Das Rezept stammt aus dem kleinen Büchlein "Le buone polpette" ( Die guten Bällchen...übersetzen wir mal so.), welches vor ungefähr 2 Jahren von der Tageszeitung "La repubblica" heraugegeben worden ist. Ist eine prima Wiederverwendung von altem Brot - am besten Vollkorn!

POLPETTE ROSSE DI PANE E PREZZEMOLO
100g trockenes Brot (Vollkorn)
2 Eier (Originalrezept wollte nur 1 aber meiner Meinung hält es mit einem Ei nicht so  gut)
4 EL geriebenen Pecorinokäse
1 geschälte Knoblauchzehe
1 Bund Petersilie - gewaschen und geputzt
Milch (zum Einweichen vom Brot)
Salz
Olivenöl zum braten
Um noch mehr Geschmack zu geben (was ich getan habe)
2 EL geröstete Pinienkerne
1 kleine Zwiebel - geschält 
Für die Tomatensauce
500ml passierte Tomatensauce
1 Zwiebel
2 EL Öl

Das Brot am besten über Nacht in der Milch aufweichen lassen. Dann wurden Pinienkerne, Knoblauchzehe, Zwiebel und die Petersilie in einr Kaffeemühle grob zusammenpüriert und alles mit dem ausgewrungenen Brot, dem scharfen Pecorinokäse und den Eiern zusammengemischt und mit Salz abgeschmeckt. Mit beiden Händen kleine, leicht an zwei Seiten angedrückte Bällchen formen.  In einer grossen Pfanne die Bouletten (die recht klein ausfallen sollten) fest braten und zur Seite legen. Wenn man mit den Bällchen fertig ist, kann man in der gleichen Pfanne nun für die Tomatensauce die grob zerschnittene Zwiebel weichbraten, die Tomatensauce hinzugeben  und  - sobald die Sauce leicht köchelt - die Bouletten unterheben. Etwas salzen und alles ca. 1 Stunde leicht köcheln lassen. Hin- und wieder auch noch etwas Wasser hinzugeben, damit die Sauce nicht ansetzt.
Wie gesagt...man denkt es sei Fleischiges obwohl es "nur" altes Brot ist.
as Wasser hinzugeben, falls nötig.

Und nun hier ein sehr schnell zubereitete und in seiner Einfachheit doch elegante Proseccoknabberei:

KÜRBISKERNE MIT SOYASAUCE
In einer grossen Pfanne Kürbiskerne anrösten und mit ein paar Spritzern Soyasauce einfach ablöschen und alles unter Rühren solange noch anbraten bis keine Flüssigkeit mehr in der Pfanne ist. Eine gesunde Alternative zu vielem Knabberzeug ...und kosten tut es auch viel weniger!