29.01.2014

Bun Bo nam Bo à la Lorbeerkrone… einfache Diätvariation von einem vietnamesischen Reisnudelsalat





Vor etwas weniger als 20 Jahren war ich das erste und letzte Mal in meinem Leben in Vietnam und es war gastronomisch gesehen einer der schönsten Reisen meines Lebens. Angefangen hatte sie in einem, kleinen Suppenrestaurant in Ho-Chi-Minh-City, dem früheren Saigon, wo wir am ersten Tag nach unserer Ankunft  kritisch und etwas verängstlich von dem hygienischen Eindruck, dem Dreck auf dem Boden, der etwas oberflächlich abgewischten bunten Plastikdecke auf dem Tischchen, eigentlich eine der besten Rindernudelsuppen  unseres Lebens in uns hineinlöffelten.  Nach 3 Wochen hoch – und runter herumreisen , vor unserem Abflug landeten wir wieder in diesem kleinen Restaurant…und auf einmal stellten wir fest, dass es eigentlich  recht sauber war und dass die Rindsuppe (Pho) eine der besten war, die wir auf der Reise gegessen hatten.

Als wir in Hanoi ankamen, waren wir zum Glück schon etwas abgehärtet, so dass wir uns ohne zu großen Vorbehalte über jegliche Neuigkeit von „Streetfood“ erfreuen konnten…und dazu gehörte auch die Originalversion von diesem Reisnudelsalat, die etwas üppiger war als das, was ich hier vorstellen will.  Bei mir fehlten  hauptsächliche die getrockneten Zwiebeln und die Sojasprossen, der frische Chili, die Minze etc. aber trotzdem ist es ein leichtes Essen, sehr lecker auch in Wintertagen und vor allem…es passt super in meine Diät!


  • 200g  dünne Reisnudeln (Sojanudeln machen es auch!) 
  • 200g in dünne, kleine Scheiben geschnittenes Rindfleisch 
  • ca. 500g gewaschenen  und in sehr dünne Streifen geschnittenen Salat (Iceberg/aber auch Kopfsalat!) 
  • 2 EL zerstoßene, geröstete Erdnusskerne

     
Für die Sauce


  •  3 EL Öl (bei mir ist es meistens immer Olivenöl extravergine, kann aber auch was Sanfteres sein) 
  • ½ TL frischen, geriebenen Ingwer 
  • ½ TL Knoblauchgranulat 
  • 50ml Sojasauce 
  • 150 ml Wasser 
  • 3 EL Reisessig 
  • ½ TL Zucker


Die Fleischstückchen im Öl mit Ingwer und Knoblauchgranulat gut anbraten. Dann die restlichen Zutaten für die Sauce hinzugeben, durchmischen und leicht 10-15 Minuten köcheln lassen.
In den tiefen Tellern – mittlere Schüsseln sin noch besser – die Salatstreifen als einen Haufen anrichten.
In der Zwischenzeit auch die Nudeln entsprechend der Anweisungen auf der Packung gar kochen.
Absieben und auf die Teller verteilen. Die Rindfleischstückchen und die gute Sauce darüber verteilen und mit den Erdnusskernen toppen…und mischen… und genießen!

22.01.2014

Diätalltag: Crécy-Suppe (leicht) und ein Fenchel-Orangen-Apfelsalat






Im November habe ich zum ersten Mal einen Ernährungsberater besucht. Und bin mit dem Resultat eigentlich auch sehr zufrieden, denn trotz der Festwochen habe ich 3 Kilos abgenommen und das gut! Nicht, dass mein Bäuchlein gleich verschwunden wäre aber an Armen, Taille und was sonst noch so abgemessen wird, habe ich ganze Zentimeter abgenommen und fühle mich dementsprechend auch leichter. Überhaupt passt dieses weniger und gesünder Essen mir – und meinem Portemonnaie – ganz gut. Es ist auch keine Wunderdiät. An die glaube ich sowieso nicht. Es ist nun einfach mehr Gemüse essen und weniger Fett.  Stärkeprodukte sind vorhanden. Die Diättage und angegebenen Mengen entsprechen den Messungen meines Stoffwechsels (der ganz gut ist) von daher nix was ich hier wiedergeben sollte. Gesagt sei nur, dass ich den jungen Doktor beim Zusammenstellen meiner Diät darum bat, darauf zu achten, dass ich Mittags Brötchen essen darf. Und das darf ich: ein Vollkornbrötchen mit etwas magerem Aufschnitt und frischem Gemüse (was ich auch nicht hier verewigen muss.) und an diesem „Aufschnitt-Tag abends“: 100g Vollkorn Reis (oder Dinkel oder Kamutweizen oder Graupen) und 250g gekochtes Gemüse. Von daher war habe ich mich sehr über dieses Rezept gefreut, das mir meine Mutter als Geschenk von einer Freundin  in Form einer Fotokopie (mit noch ein paar anderen  -allerdings extrem weniger diättauglichen – Rezepten) zu Weihnachten mitgebracht hat. Leider weiß ich nun nicht aus welchem Kochbauch dieses Grundrezept stammt  (Ich habe es auch noch etwas leichter abgewandelt, werde aber beide Versionen angeben), doch wenn man googlet findet man unendliche Varianten von dieser klassischen, französichen „Potaschje“. Auf deutsch: eine Möhren-Reis-Suppe. (Und wer nicht googlen möchte: anscheinend schmecken die Karotten in der Gegend der beiden Städtchen Crécy-la-Chapelle und Crécy-en-Ponthieu besonders gut…auch wenn sie ca.250km von einander entfernt liegen.)


Die Salatidee dagegen stammt aus dem Kochbuch von Caterina Mosca „Le ricette del grande cerchio“, die Rezepte von dem vegetarischem Restaurant in Mailand „ Zum große Kreis“: AL GRANDE CERCHIO.



Crécy-Suppe


Nach dem Rezept (und in Klammern: nach mir):


  • 200g (bei mir 400g)
  • 100g (bei mir einen halben Esslöffel)
  • 2 Schalotten feingehackt ( bei mir 1 geschälte Knoblauchzehe und eine kleine geschälte Zwiebel)
  • 1 Prise Zucker (gab´s bei mir nicht)
  • Salz und Pfeffer (keinen Pfeffer)
  • 25g Langkornreis (100g Vollkornreis)
  • 1 frischer Thymianzweig (war zwar 1 Zweig aber schon etwas getrocknet)
  • 700ml Gemüsebrühe (1,5l)
  • Croutons (bei mir getoastetes Vollkornbrot, gewürfelt)
  • Kleingehackte Petersilie zum Servieren

Bei mir:


Bei mir wurden die Karotten geputzt und grob zerhackt und zusammen mit dem zerhackten Knoblauch und der zerhackten Zwiebel und dem Reis und der Gemüsebrühe und dem Thymian in einen Topf gegeben und ca. Minuten geköchelt bis alles weich war. Dann das Thymianästchen rausgenommen, Blätter drin gelassen. Alles püriert und dann wurde die Butter untergerührt und mit Salz abgeschmeckt und mit den meinen Croutons und Petersilie serviert. Das war´s.


Klassisch:


Die  Karotten in Scheiben schneiden.  4 EL Butter im großen, schweren Topf zerlassen. Schalotten, Karotten. Zucker und eine Prise Salz hineingeben, dann abdecken und auf ganz niedriger Stufe untergelegentlichem Rühren 10Minuten dünsten. Reis und Thymian unterrühren und die Brühe zugießen. Aufkochen, dann die Hitze reduzieren und 30 Minuten köcheln lassen.


Den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. ´Den thymianzweig entfernen und wegwerfen. Die Suppe in die Küchenmaschine gießen und zu einem glatten Püree verarbeiten. Die Mischung wieder in einen sauberen Topf geben und vorsichtig erhitzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die restliche Butter in kleinen Stücken unterschlagen. In vorgewärmte Suppenschälchen schöpfen, mit Petersilie und Croutons garnieren und servieren.


Fenchel-Orangen-Apfelsalat ... mit Ingwer
  • 1 mittlerer Fenchelknollen (geputzt und gewaschen)
  • ½  Orange (geschält
  • ½ Apfel (gewaschen)
  • Salz
  • Olivenöl extravergine
  • .... und 1 Messerspitze frischen, geriebenen Ingwer…..


Ich finde, dass bei solchen Salaten die Art Gemüse und Obst zu schneiden extrem wichtig ist und möchte empfehlen die Zutaten dünn zu schneiden.  Nett ist es alles geschichtet zu präsentieren und darüber gestreut Salz und den geriebenen Ingwer, alles mit einem „filo d´olio“ , wie die Italiener sagen, drüber…“einem Faden Öl“.



14.01.2014

4. Advent ....ist schon lange vorbei und olle Brötchen: "Polpette rosse al pane e prezzemolo" (Brotfrikadellen in Tomatensauce) & Kürbiskerne mit Soyasauce... zum Knabbern






Ich müsste jetzt bis nach Südtirol trockene Bohnen über die Strassen streuen und mich auf meinen Knien hinbewegen um Reue zu büssen...dabei hatte ich mich soo angestrengt mein Bloggelübde einzuhalten: Liebe Verena, entschuldige, dass ich mich erst jetzt für die schönen 4.Adventsgeschenke bedanke, die Du mir geschickt hast! Ein Buchsandwich mit echtem Schüttelbrot als Belag! (Ich habe mich auf eine sehr nette Wichtelaktion eingelassen,  von from-Snuggs-Kitchen organisiert...ob ich da auch noch nächstes Jahr  mitmachen darf?)

Die Kochbücher sind von den 3 Autoren und Köchen: Heinrich Gasteiger, Gerhard Wieser und Helmut Bachmann und heissen vielversprechender Weise: "33x Südtiroler Klassiker" & "Feine Küche für alle Tage" (Hmmm...)
Und ja, ich habe mit dem neuen Jahresbeginn auch wieder mal Blogoutfit gewechselt...das macht mir richtig Spass!
Aber kommen wir nun zu den Zubereitungen, die ich gerne hier lassen möchte. Diese Brotfrikadellen in Tomatensauce können auch fleischige Nicht-Vegetarier echt reinlegen! Wer italienische Hausfrauenküche kennt, weiss, dass die Bouletten in Tomatensauce sehr beliebt ist -  allerdings im Grossteil des Stiefels ohne Nudeln!
Das Rezept stammt aus dem kleinen Büchlein "Le buone polpette" ( Die guten Bällchen...übersetzen wir mal so.), welches vor ungefähr 2 Jahren von der Tageszeitung "La repubblica" heraugegeben worden ist. Ist eine prima Wiederverwendung von altem Brot - am besten Vollkorn!

POLPETTE ROSSE DI PANE E PREZZEMOLO
100g trockenes Brot (Vollkorn)
2 Eier (Originalrezept wollte nur 1 aber meiner Meinung hält es mit einem Ei nicht so  gut)
4 EL geriebenen Pecorinokäse
1 geschälte Knoblauchzehe
1 Bund Petersilie - gewaschen und geputzt
Milch (zum Einweichen vom Brot)
Salz
Olivenöl zum braten
Um noch mehr Geschmack zu geben (was ich getan habe)
2 EL geröstete Pinienkerne
1 kleine Zwiebel - geschält 
Für die Tomatensauce
500ml passierte Tomatensauce
1 Zwiebel
2 EL Öl

Das Brot am besten über Nacht in der Milch aufweichen lassen. Dann wurden Pinienkerne, Knoblauchzehe, Zwiebel und die Petersilie in einr Kaffeemühle grob zusammenpüriert und alles mit dem ausgewrungenen Brot, dem scharfen Pecorinokäse und den Eiern zusammengemischt und mit Salz abgeschmeckt. Mit beiden Händen kleine, leicht an zwei Seiten angedrückte Bällchen formen.  In einer grossen Pfanne die Bouletten (die recht klein ausfallen sollten) fest braten und zur Seite legen. Wenn man mit den Bällchen fertig ist, kann man in der gleichen Pfanne nun für die Tomatensauce die grob zerschnittene Zwiebel weichbraten, die Tomatensauce hinzugeben  und  - sobald die Sauce leicht köchelt - die Bouletten unterheben. Etwas salzen und alles ca. 1 Stunde leicht köcheln lassen. Hin- und wieder auch noch etwas Wasser hinzugeben, damit die Sauce nicht ansetzt.
Wie gesagt...man denkt es sei Fleischiges obwohl es "nur" altes Brot ist.
as Wasser hinzugeben, falls nötig.

Und nun hier ein sehr schnell zubereitete und in seiner Einfachheit doch elegante Proseccoknabberei:

KÜRBISKERNE MIT SOYASAUCE
In einer grossen Pfanne Kürbiskerne anrösten und mit ein paar Spritzern Soyasauce einfach ablöschen und alles unter Rühren solange noch anbraten bis keine Flüssigkeit mehr in der Pfanne ist. Eine gesunde Alternative zu vielem Knabberzeug ...und kosten tut es auch viel weniger!