27.05.2018

Koreanisches Weltkulturerbe zum Essen: Kimchi (fermentierter Kohl)

Ich kann mir meinen Kühlschrank nicht mehr ohne ein großes Glas mit selbstgemachtem Kimchi vorstellen und es ist ein Zauberessen für jeden, der abnehmen möchte und manchmal sehr wenig Zeit für sich selber hat. Es enthält die berüchtigten Michsäurebakterien an denen es in unserer westlich - industriellen Ernährungsweise ja bekanntlich immer mehr fehlt. Auf dem Balkan gibt es eingelegtes, fermentiertes Gemüse, in Deutschland gibt es Sauerkraut, aber Kimchi ist so vielfältig nicht nur in seinen eigenen Zutaten-Variationen, sondern auch mit seinen Verwendungweisen und dank UNESCO auch immaterielles Welt-Kulturerbe Koreas… Ich überlasse die Erklärungen zu dem Thema Kimchi und Fermentation aber lieber anderen: 

Kimchi ist immaterielles Weltkulturerbe: UNESCO und Berliner Zeitung
Fermentation

Und wie auch ich auf Kimchi gekommen bin… das ist ein Geheimnis, das ich nicht bereit bin im Augenblick zu teilen, denn ich war noch niemals in Korea und habe mein Kimchi vorbereitet, lange bevor ich tatsächlich zum ersten Mal in einem koreanischen Restaurant gelandet bin. Meine Version ist weniger rot und ohne Fischgeschmack und entnommen dem Buch von Fern Green „Précis de Fermentation“ … manchmal bin ich Ernährungsmoden sehr dankbar… und mein Darm auch :-)

Kimchi (mein Kimchi)

Ca. 700 g Chinakohl in 5 cm große Stücke geschnitten (stinknormaler Weißkohl tut es aber auch)
2 EL Meeressalz + 1 TL Meeressalz (fein ohne ohne Jod!!!)
2 gerieben Karotten
1 geriebener Apfel
2 feingeschnittene, weiße Zwiebeln (Frühlingszwiebeln am besten ... aber ich habe es schon mit normalen und Poree ausprobiert)
1 TL geriebenen, frischen Ingwer
1 geschälte Knoblauchzehe
¾ Gochugaru (aber scharfer roter Chili tut es auch)
1 Liter großes Eimachglas mit Schraubdeckel




Den Kohl in einer Schüssel mit dem TL Salz vermischen, dann abdecken und ca. 6 – 8 Stunden ruhen lassen. Dann gut abspülen, mit allen anderen Zutaten gut vermischen und in das Glas tun, mit Wasser auffüllen, so dass das Gemüse bedeckt ist. Den Deckel aufschrauben aber nicht zuschrauben! Und so auf einem tiefen Teller (das Zeugs da drinnen lebt nämlich und man merkt es an der Lake, die von selber das Glas verlässt.) an einem lichtgeschützten Ort 3 – 6 Tage stehen lassen. (Wie gesagt, ich muss hin und wieder das Glas „behandeln“ , mache den Teller sauber, drücke das Gemüse zurecht und fülle wieder mit etwas Wasser auf.) 

Dann kann kommt es in den Kühlschrank und ist ca. 1 Monat haltbar.

Schade übrigens, dass der Kochblog von Paule nicht mehr aktiv ist… ich mochte ihn sehr und auch hier findet man eine sehr schöne  Zubereitung und Beschreibung dessen, was Kimchi bedeuten kann, wenn es sich dann mal in die eigene Küche eingeschlichen hat… und außerdem hier noch mein Kimchi Fastfoodrezept, abgesehen davon, dass es das erste ist, was ich mit gutem Gewissen esse, wenn ich mit einem Bärenhunger nach Hause komme.


Kimchi - Suppe 

Einen halben Liter Wasser zum Kochen aufsetzten, Biogemüsebrühwürfel hineinwerfen, wenn der sich aufgelöst hat und es kocht die Ramennudeln hineingeben, wenn alles weich ist etwas frischgeriebene Ingwer und 2 – 3 EL von der Kimchisauce hinzugeben und dann mit Sojasauce und Sesamöl abschmecken. Sich 5-6 EL Kimchikohl als Beilage in eine kleine Schüssel daneben stellen … und fertig!!!

Liebe Jutta, diese Woche warst Du sehr undiszipliniert… ich hoffe, dass Du nächste Woche bei den 73 kg angekommen bist… aber ich mag` Dich trotzdem, keine Sorge!!!!

Kommentare:

  1. Ist es wirklich wichtig, sich zu disziplinieren?

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  2. Für mich leider ja..., besonders wenn es um Aperitif mit Freunden geht...und nicht nur beim Essen... aber Vergebung gehört natürlich auch zu einer guten Diät!!!

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